Microsoft Windows und Office Downloads

Jeder, der viel mit Windows-Betriebssystemen arbeitet und eventuell sein System öfter mal neu installiert, steht früher oder später vor folgendem Problem:

Microsoft veröffentlicht viele Updates und bündelt diese nach einen gewissen Zeitraum in einem Service Pack. Das macht es einfacher, das Betriebssystem auf mehreren PCs zu verteilen, z.B. in einem Firmennetzwerk, da man nicht mehr alle Updates einzeln einspielen muss.

In der Regel kauft man sich natürlich eine bestimmte Windows-Version nur einmal. Und wenn man früh dran ist, ohne Service Pack. Leider bietet Microsoft selbst meines Wissens für Privatkunden keinen Download von Images mit integrierten SPs an (Firmen mit entsprechendem Konto greifen aufs Technet zu). Entweder man nimmt diese Integration selbst vor (sogenanntes Slipstreaming), was aber für einen Laien nicht ganz so unproblematisch und vor allem zeitaufwändig ist – oder man findet anderweitig die Möglichkeit, an ein Image mit integriertem SP zu kommen.

Zufällig habe ich eine solche Seite gefunden. Die Downloads sind vollkommen legal, da kein Lizenz-Key dabei ist, den man natürlich selbst erwerben muss. Selbstverständlich funktioniert der Key vom Original-Windows ohne Service Pack. So erspart man sich für sämtliche spätere Installationen einen Update-Marathon.

Neben Windows-Images sind auf der Seite auch Office-ISO-Dateien zu finden. Da dort kein SP integriert ist, ist das eher für die Leute interessant, die einen PC für einen Freund/Bekannten neu installieren, und der ganz zufällig keinen Datenträger mehr hat.

Weitere Informationen (in Englisch) und die Download-Files findet ihr auf dieser Seite:
http://www.heidoc.net/joomla/technology-science/microsoft

Intelligenter bei gefüllter Blase?

Die niederländische Psychologin Mirjam Tuk hat eine kuriose Studie durchgeführt. Sie wollte herausfinden, wie sich eine volle Blase auf das Entscheidungsverhalten auswirkt.

Sie führte folgendes Experiment durch: Sie teilte ihre Probanden in zwei Gruppen. Eine Gruppe trank sehr viel Wasser, die andere Gruppe nur wenige Schlucke. Nach 45 Minuten (so lange dauert es durchschnittlich, bis die Flüssigkeit in der Blase angelangt) wurden beiden Gruppen verschiedene Entscheidungsfragen gestellt. Zum Beispiel, ob sie sofort 16 € bekommen wollten oder in einer Woche 35 €.

Deutlich mehr Probanden mit voller Blase entschieden sich für vernünftigere Lösungen.
Tuk schließt daraus, dass sich Menschen mit voller Blase besser kontrollieren können.

Ich selbst war natürlich kein Versuchskaninchen, aber wenn ich so darüber nachdenke, muss ich zugeben, dass ich oft bessere Ideen habe, wenn ich eigentlich dringend muss. Wenn ich zum Beispiel im Büro an einem Problem arbeite und länger nicht weiterkomme und dann irgendwann auf die Toilette muss, kommt mir auf einmal die Erleuchtung.

Kann natürlich Zufall sein, aber vielleicht sollte ich öfter dafür sorgen, dass meine Blase gefüllt ist … 🙂

 

Quelle: P.M. Fragen & Antworten 8/2011

Google+

Wer mich kennt, weiß: Ich nutze das Internet gerne und viel.

Jedoch bin ich nicht unbedingt jemand, der jeden Hype mitgeht. Ich bin und war nie bei yooliety, MySpace, studiVZ, schülerVZ, Twitter und wie diese Netzwerke alle heißen mögen. Auch gegen Facebook habe ich mich sehr lange wehren können. Zum einen wegen Datenschutzbedenken, zum anderen einfach aus Prinzip.
Vor einigen Monaten bin ich zumindest dort weich geworden und habe mich angemeldet. Eigentlich auch nur, weil ich überhaupt mal sehen wollte, wie Facebook so funktioniert und weil ein paar Freunde dort sind und ich endlich mitreden wollte. Ich habs allerdings nicht übers Herz gebracht, mich dort mit meinem echten Namen anzumelden, sondern nutze ein Pseudonym. Mit nur 13 Freunden (von denen auch noch 5 zu mehr oder weniger zur Familie gehören) kann man mich auch nicht wirklich als aktiv bezeichnen, sondern eher als passiven Leser.

Vor einigen Tagen wurde ich freundlicherweise zu Google+ eingeladen. Ich denke, jedem wird das mitlerweile ein Begriff sein: Man könnte es schon als Facebook-Konkurrenten bezeichnen.

Auch hier war ich anfangs sehr skeptisch. Man braucht zu allererst ein öffentliches Profil, und da Google nicht wirklich bekannt dafür ist, Datenschutz zu beachten, habe ich gezögert. Aber die Neugier war doch größer und ich bin der Einladung gefolgt.

Und was soll ich sagen?

Ich habs nicht bereut. Klar habe ich im Hinterkopf immer noch den Gedanken, dass ich Google meine Daten freiwillig in den Rachen werfe. Und ich weiß auch nicht, was genau Google damit macht.
Aber das, was ich bisher von Google+ gesehen habe (obwohl es ja noch Beta und damit unfertig ist), hat mich ziemlich überzeugt. Das ganze Konzept mit den Circles (viel mehr habe ich noch nicht erkundet) und das Design gefallen mir sehr viel besser als bei Facebook. Und in wenigen Tagen habe ich dort viel mehr geschrieben als im einigen Monaten auf FB – wenns auch meist nur Kommentare sind.
Zudem heißt es, dass Google im Bereich Datenschutz nachgebessert hat, und die Datenschutzeinstellungen sind auch ziemlich transparent. Das gibt einem immerhin ein kleines Gefühl von Sicherheit.

Ich hoffe inständig, dass es Google+ nicht so ergeht wie Buzz oder Wave, die ziemlich gefloppt haben. Das ist aber bei der Resonanz, die es trotz „geschlossenem“ Beta-Test schon erfährt, auch nicht unbedingt zu befürchten. Wenn es sich wirklich durchsetzt und meine Freunde (bitte mehr als auf FB) auch dazukommen, dann werde ich es wohl gerne und intensiv nutzen.

Wer mich kennt, weiß: Wenn ich so etwas über einen Dienst von Google sage, dann muss da was dran sein …

Service Pack 1 für Office 2010

Ich weiß nicht, wie viele von euch die aktuelle Version 2010 der Office-Suite von Microsoft nutzen. Das Produkt ist ja nun nicht grade günstig, und wenn man bereits eine Version hat, gibt es für viele einfach keinen Grund, upzugraden. Viele arbeiten immer noch mit der Version 2003 und wollen sich nicht gerne von der guten alten Oberfläche trennen. Oder aber man sagt sich generell, dass man für Software, für die es kostenlose Alternativen gibt, kein Geld ausgibt.

Ich hatte etwas Glück, dass sowohl die Version 2007 als auch 2010 während meiner Ausbildung, also noch in der Schulzeit, erschienen sind. So konnte ich beide Versionen für relativ wenig bekommen (natürlich kann man sich Office auch von einem Schüler kaufen lassen, aber ich wollte ganz ehrlich sein). Mir als ITler ist der Umstieg auf die neue Oberfläche mit der Version 2007 sehr leicht gefallen und sie hat mir auf Anhieb gefallen. Auch das – zugegebenermaßen nicht unbedingt nötige – Upgrade auf Office 2010 habe ich nicht bereut. Dort lassen sich die Ribbons nach eigenen Vorlieben anpassen und auch sonst sind einige nette Funktionen hinzugekommen, grade im Hinblick auf das momentan so beliebte Thema „Cloud Computing“.

Auf jeden Fall ist vor einigen Tagen das erste Service Pack (SP) für Office 2010 erschienen. Im Großen und Ganzen ist ein einfach ein großes Update-Pack, das alle Updates seit Erscheinen enthält. Somit wird das Installieren auf mehreren PCs z.B. in Unternehmen einfacher. Aber auch wenn man sich zuhause sein Windows neu aufsetzt, müssen nicht alle Updates manuell über Windows Update installiert werden.

Wirklich neue Funktionen oder Verbesserungen fallen auf den ersten Blick gar nicht auf. Die meisten Änderungen wurden am Notiz-Programm OneNote gemacht. Dort wurde unter anderem die Nutzung von Microsofts kostenlosem Online-Speicher SkyDrive verbessert und vereinfacht. Der komplette Changelog zum SP1 ist hier nachzulesen.

Eine Änderung, die mir aufgefallen ist und über die ich mich sehr freue, betrifft aber Outlook. Outlook hat den Ruf, nicht besonders gut mit IMAP umgehen zu können. Und das stimmt leider auch. So ganz reibungslos läuft das nicht. Zum Beispiel werden die einzelnen Ordner oft erst aktualisiert, wenn man draufklickt. (Einen Vergleich zum beliebten Thunderbird kann ich leider nicht ziehen, da ich ihn nicht mag und dementsprechend nie genutzt habe.)

Ein weiteres nerviges Problem war die fehlende Benachrichtigung beim Eintreffen neuer Mails. Über POP3 ist das noch nie ein Problem gewesen, doch über IMAP wollte Outlook einfach keinen Sound abspielen, es öffnete sich nie die kleine Vorschau am Bildschirmrand und auch das Briefumschlagsymbol im Infobereich der Taskleiste wollte partout nicht erscheinen. Es gibt einen kleinen Workaround mithilfe von Regeln, aber das ist umständlich und auch nicht das Wahre.

Aber seit ich das SP1 installiert habe, funktioniert das plötzlich. Und das kuriose dabei ist: Es taucht in keinem Changelog auf! Entweder hat Microsoft es versehentlich endlich implementiert, oder … ich weiß auch nicht. Auch wenn der Schritt natürlich schon längt überfällig gewesen ist und ich nie verstanden habe, warum die Entwickler von Microsoft das nicht früher hinbekommen habe, freue ich mich über das neue, revolutionäre Feature in Outlook 2010 SP1.

nvidia Inspector

Heutzutage nutzt eigentlich jeder, der von sich behauptet, etwas von IT zu verstehen, und der seinen Rechenknecht regelmäßig und intensiv nutzt, zwei Monitore – wenn nicht sogar mehr.
Es ist schon sehr bequem, wenn man auf dem einen Bildschirm richtig arbeiten kann, während auf dem zweiten andere Anwendungen wie E-Mail-Client, Instant Messenger oder ein Musikplayer laufen. Ich persönlich mache auch Gebrauch von einigen Windows-Gadgets, z.B. um meine die Temperaturen und Auslastung meines Prozessors oder Grafikkarte zu überwachen (grade bei so warmen Tagen), und auf dem zweiten Monitor kann man immer schön alles im Blick behalten.

Moderne Grafikkarten (und auch Prozessoren) sind so intelligent, dass sie heruntertakten, wenn nicht viel Leistung abgerufen wird, und können so die Leistungsaufnahme deutlich reduzieren.  Und genau das wird beim Dual-Monitor-Betrieb zum Problem. Meist hat man nicht zwei identische Monitore, sondern verschiedene – nämlich einen älteren und einen neuen. Werden diese nun mit verschiedenen Auflösungen oder Frequenzen angesteuert, so kommt es bei einem der beiden Bildschirme zu einem kurzen Flackern während die Grafikkarte ihren Takt ändert. Da die meisten Kunden das unwissend als einen Defekt ansehen würden, verzichten die Grafikkartenhersteller auf das Heruntertakten im Dual-Monitor-Betrieb. Das führt leider dazu, dass die Grafikkarte immer auf Maximal-Takt läuft. Zwar ist die Karte nicht ausgelastet, sondern dümpelt nur vor sich und verbraucht nicht so sehr viel Strom, aber dennoch mehr, als wenn sie heruntertakten würde.

Da ich mir vor ein paar Wochen eine nvidia GTX 570 (Gainward GTX 570 Phantom) zugelegt habe, habe ich mich unweigerlich dieses Problems annehmen müssen und mit ein wenig informiert. Dabei habe ich das Tool „nvidia Inspector“ gefunden. Mit diesem kleinen Programm lässt sich das Heruntertakten der Grafikkarte auch im Dual-Monitor-Betrieb erzwingen. Das hat zwar – wie bereits beschrieben – zur Folge, dass mein Sekundärmonitor beim Ändern des Taktes kurz flackert, jedoch kann ich gut damit leben, da die Vorteile eindeutig überwiegen.

Der Maximaltakt der GTX 570 beträgt 750 MHz. Mit diesem Takt läuft sie mit zwei Monitoren ständig – auch im Idle, wobei sie wie schon gesagt allerdings nicht wirklich beschäftigt ist. Die Temperatur beträgt ca. 49°C und die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems liegt bei 138 W.
Mit dem nvidia Inspector (und auch im Single-Monitor-Betrieb) taktet die Karte im Idle auf 51 MHz herunter. Die Temperatur sinkt dann auf ca. 35°C und der Stromverbrauch auf 90 W.
Die Karte läuft also 14°C kühler und verbraucht ca. 50 W weniger Strom.
Auf Dauer gesehen ist beides natürlich nicht zu verachten. Es kann nie schaden, die Hardware so kühl wie möglich zu halten, und wer spart schon nicht gerne in der Stromrechnung?

Allerdings gibt es auch ein paar Dinge zu beachten. Läuft die Karte mit einem derart geringen Takt, wird sie dementsprechend schneller ausgelastet. Hat man z.B. ein Video laufen und nebenbei eine Flash-Webseite geöffnet, dann kann die Auslastung schnell mal 80 % übersteigen. Außerdem taktet die Grafikkarte nicht mehr automatisch hoch, wenn mehr Leistung gebraucht wird.
Daher gibt es zwei weitere Modi, die man einmalig manuell konfigurieren muss: Den „Video-Modus“ und den „Full 3D-Modus“.
Im Video-Modus taktet meine GTX 570 mit 405 MHz und hat genügend Power um mehrere Videos und Webseiten bei moderater Auslastung anzuzeigen. Der Stromverbrauch des gesamten Systems liegt dann bei etwa 110 W und die Temperatur der Grafikkarte bei 42°C.
Im 3D-Modus läuft die Karte mit maximalem Takt von 750 MHz und ermöglicht die Ausführung von 3D-Anwendungen und Spielen. Allerdings explodiert unter Last dann natürlich die Leistungsaufnahme des Systems auf ca. 330 W. Und die Temperatur ebenso auf 72°C.
Wie gesagt müssen diese Modi einmalig manuell konfiguriert werden, das heißt, die betroffenen Anwendungen müssen einem Modus zugeordnet werden. Das dauert aber nur wenige Minuten und diese Zeit sollte in Kauf genommen werden.

Fazit:
Bis auf das Flackern eines Monitors beim Umschalten des Taktes ergeben sich durch den Einsatz des nvidia Inspectors nur Vorteile, daher kann ich einen Einsatz für jeden empfehlen, der zwei Bildschirme nutzt.

Bei weiteren Fragen oder für Hilfestellungen könnt ihr mich gerne unter info@truehope.de kontaktieren.
Den nvidia Inspector könnt ihr hier herunterladen.

Machen Chips glücklich?

Ja. Definitiv! Zumindest mich. Ich liebe Kartoffelchips! Mal esse ich mehr davon, mal weniger. Mehr heißt 4 Tüten pro Woche, weniger heißt 3. Und dann bin ich mächtig stolz auf mich, dass ich mich so zurückgehalten habe.

Seit ein paar Tagen weiß ich endlich (und darauf will ich in diesem Beitrag eigentlich hinaus), warum das so ist; warum Chips mich glücklich machen und ich so viel davon vernaschen kann. Es ist wie bei deinem Heroinsüchtigen, der nach der Injektion kurzzeitig glücklich ist – zumindest glaube ich, dass das so ist, denn Erfahrung habe ich da noch keine.

Ja, richtig gelesen, auch Chips machen süchtig!

Die aktuelle P.M. Fragen & Antworten (5/11) hat sich darüber erbarmt und dieses überaus wichtige Thema in dem Artikel „Kann man chipssüchtig werden?“ behandelt, damit Leute wie ich endlich wissen, warum sie plötzlich unbedingt Chips brauchen.

Chips enthalten künstliche Geschmacksverstärker wie Natriumglutamat, das aus neurologischer Sicht wie Rauschgift wirkt und ein künstliches Hungergefühl simuliert. Ich zitiere weiterhin: „Es handelt sich um eine Aminosäureverbindung, die über die Schleimhäute ins Blut geht und von dort direkt in unser Gehirn gelangt. Im Unterschied zu den bekannteren Rauschgiften macht Glutamat allerdings nicht „high“, sondern erzeugt künstlich Appetit.“

Deshalb also. Glutamat ist aber nicht nur in Chips, sondern in vielen Fertiggerichten und Päckchen. Wenn denn jemand von euch kochtopfweise Maggi-Soße isst – oder vielmehr trinkt – dann weiß auch er jetzt: deswegen!

Also muss ich wohl damit leben, chipssüchtig zu sein. Aber ich weiß nicht, ob das etwas ist, worüber ich mir ernsthaft Sorgen machen müsste …

 

Bildung, IT, Fotografie und was mir sonst noch einfällt …