Archiv der Kategorie: Windows

Windows 10 – Ein paar erste Worte

Windows 10 Wallpaper
Windows 10 Wallpaper

Leider konnte ich mich bisher aus privaten Gründen nicht so intensiv mit Windows 10 beschäftigen und alles bis ins Detail erforschen. Und ich bin mir auch gar nicht sicher, ob ich das wirklich will. Mittlerweile ist der ganz große Spieltrieb bei mir weg; ich freue mich zwar über jede neue Windows-Version und installiere mir sie auch recht schnell, aber das ganz große Interesse, jeden noch so kleinen Kniff zu kennen und so weiter, ist nicht mehr so da. Das System muss einfach laufen, meine Anwendungen müssen problemlos funktionieren und damit ist auch fast gut. (Was nicht heißt, dass ich nicht trotzdem an verschiedenen Infos interessiert bin und ich viele Artikel lese, die mir über den Bildschirm laufen, nur jage ich diesem Wissen einfach nicht mehr so nach wie früher.)
Also, obwohl ich noch nicht so tief in Windows 10 abgetaucht bin, hier mal ein paar erste Worte meinerseits, schließlich muss ich ja etwas schreiben, solange das Thema noch so halbwegs frisch ist und es wohl noch ein paar Tage dauern wird, bis ich mehr Zeit habe. Und ich muss ja auch auf die Anmerkungen meines Bruders reagieren, der das ganze als Linux-User aus heidnischer Sicht sieht. 🙂

Installation / Upgrade
Anfangs ging man davon aus, dass beim Upgrade-Vorgang der Key der bisherigen Windows-Version umgewandelt wird. Und da ich meinen 8.1-Key gerne noch als solchen behalten wollte, habe ich mir zuerst Windows 7 Professional installiert, aktiviert und von dort mittels ISO den Upgrade-Vorgang angestoßen. Jetzt weiß ich, dass es unnötig war, erst Windows 7 zu installieren, denn der Key wird nicht umgewandelt, aber sei’s drum.
Die ganze Installation von Windows 10 ging dann sehr flott und ohne große Eingaben – im Grunde so wie man es schon von 8.1 kennt. Ich habe diese Upgrade-Installation aber nicht groß genutzt, sondern einfach nur geschaut, ob Windows 10 nach dem Upgrade aktiviert war und sofort mit der ISO vom USB-Stick einen Clean-Install durchgeführt. Auch da war Windows 10 sofort aktiviert.
Bei der Ersteinrichtung während der Installation sollte man ein wenig aufpassen und nicht die Express-Einstellungen verwenden, sondern sich schon die Mühe machen, etwas zu lesen und gerade die Datenschutz-Einstellungen nach eigenem Gutdünken anpassen.

Aktivierung / Lizenz
Wie ich oben schrieb, wird die alte Lizenz nicht umgewandelt. Man braucht für Windows 10 sogar überhaupt keinen Key mehr, sofern man upgegradet hat. Beim Upgrade-Vorgang wird eine Hardware-ID erstellt und auf dem Lizenzserver abgelegt – zusammen mit der Info, dass diese ID berechtigt ist, Windows 10 Home oder eben Pro zu aktivieren. Bei allen zukünftigen Installationen mit dieser Hardware wird Windows 10 immer sofort automatisch aktiviert sein (sobald eine Internetverbindung besteht).
Nicht ganz klar ist, was passiert, wenn sich die Hardware ändert. Bei kleinen Änderungen wie dem Tausch des Arbeitsspeichers oder der Grafikkarte, ändert sich die ID in der Regel nicht bzw. nicht so stark. Anders sieht es aus, wenn man das Mainboard tauscht oder eben einen ganz neuen PC hat. Wie sich das mit der Aktivierung hier verhält, ist noch ungewiss. Einige Quellen gehen davon aus, dass die automatische Aktivierung dann zwar zunächst fehlschlagen wird, aber ein Anruf bei der Aktivierungshotline dann Abhilfe schaffen soll. Wie genau das wird, muss man aber abwarten. Microsoft selbst hält sich diesbezüglich mit Infos noch sehr zurück.
Trotzdem finde ich die Idee mit der Hardware-ID gar nicht so verkehrt. Sofern die Übertragung auf andere Hardware problemlos klappt, ist dies sicher ein Schritt in die richtige Richtung, denn es erspart die Eingabe des Keys.

Allgemeines
Wie gesagt bin ich bisher nicht tief ins System vorgedrungen, aber der allgemeine Umgang mit Windows 10 gefällt mir bisher recht gut. Die Performance ist auf keinen Fall schlechter als unter Windows 8.1, der Bootvorgang erscheint mir sogar schneller. Alle Programme, die ich nutze wie Office, Lightroom, Photoshop laufen problemlos. Auch bisher getestete Spiele unter Steam haben keine Probleme verursacht. Da Windows 10 kein SecureRom mehr unterstützt, laufen alte Spiele nicht mehr, die diesen Kopierschutz verwenden, was für diese Leute natürlich äußerst ärgerlich ist, aber mich nicht weiter stört.

Startmenü
Zugegeben, ich benötige das Startmenü als solches so gut wie nie. (Deshalb haben mich auch die Kacheln unter Window 8 nie gestört.) Die Programme, die ich täglich nutze, liegen entweder auf dem Desktop oder sind in der Taskleiste angepinnt. Und wenn ich doch mal ein anderes Programm starten will, dann drücke ich einfach die Windows-Taste und gebe die ersten Buchstaben des Programmnamens ein und drücke auf Enter, sobald die Software in der Suche erscheint.
Trotzdem finde ich die Idee, eine Art klassisches Startmenü mit der ModernUI zu verknüpfen. So hat man die Vorteile beider Seiten kombiniert: Die Startmenü-Fetischisten haben ihr Menü wieder, aber auch Live-Kacheln sind auf Wunsch sichtbar. Sehr gelungen meiner Meinung nach. Z.B. kann man sich leicht das Wetter in der Kachel anzeigen lassen.

Windows 10 Startmenü
Windows 10 Startmenü

Mitteilungszentrale
Die Mitteilungszentrale hat mir noch nicht allzu viel gemeldet, aber das liegt daran, dass ich noch nicht groß mit Apps rumgespielt habe und die meiste Software noch nicht für Windows 10 dahingehend angepasst wurde. Ich nutze aber z.B. den Messenger Telegram, der in der aktuellen Version bereits in der Lage ist, Benachrichtigungen dort anzuzeigen. Wenn im Laufe der Zeit auch andere Software die Unterstützung erhält, wird das sicher eine ganz angenehme und sinnvolle Sache, alle Benachrichtigungen dort zu bündeln.

Windows 10 Benachrichtigungen
Windows 10 Benachrichtigungen im Infocenter
Benachrichtigungen auf dem Desktop
Benachrichtigungen auf dem Desktop

Systemsteuerung / Einstellungen
Unter Windows 8 gab es schon die Einstellungen in der Modern UI neben der Systemsteuerung. Für diese Inkonsistenz gab es viel Kritik – zu recht. Auch unter Windows 10 gibt es aktuell noch beides parallel, wobei so nach und nach mit kommenden Updates die klassische Systemsteuerung wohl verschwinden soll. Viele Einstellungen finden sich demnach auch nur noch im neuen Einstellungen-Menü. Das ist schon eine deutliche Verbesserung zu Windows 8.1. Und auch wenn ich persönlich nach wie vor die alte Systemsteuerung favorisiere, so denke ich, dass ich später gut mit den neuen Einstellungen leben kann, sofern denn wirklich alles gut umgesetzt wird. Aktuell ist es noch etwas halbgar, und teilweise weiß man nicht, wo sich jetzt welche Einstellung befindet.

Systemsteuerung - z.B. Windows Update fehlt
Systemsteuerung – z.B. Windows Update fehlt
Die neuen Einstellungen
Die neuen Einstellungen

Updatezwang
Windows 10 unterliegt dem Update-Zwang. Das heißt, dass Microsoft neue Updates einfach installiert, das lässt sich so ohne weiteres auch nicht verhindern. Gerade die Nutzer der Home-Version können sich dagegen aktuell gar nicht wehren. Dort werden sogar die Apps ohne Nachfrage immer aktuell gehalten. Das ist natürlich eine Bevormundung und ein Eingriff in die Nutzungsfreiheit und das finde ich entsprechend auch nicht toll. Jeder sollte selbst entscheiden können, wann er welche Updates installiert. Gerade bei den Apps, wenn es mal wieder eine Verschlimmbesserung durch ein Update gibt, das man dann vielleicht nicht haben möchte. Aber ich verstehe hier Microsoft auch ein wenig, denn es hilft, Sicherheitslücken flächendeckend besser zu schließen.
Nutzer der Pro-Version können immerhin über eine Richtlinie im entsprechenden Editor aktuell noch eine Einstellung vornehmen, sodass die Updates nicht automatisch installiert werden. Das habe ich auch gleich aktiviert. Ich warte immer gerne zwei bis drei Tage, bis ich die Updates installiere, denn zu häufig gab es da in letzter Zeit Probleme.

Nutzer der Pro-Version können mit einem Kniff die automatischen Updates deaktiviernen
Nutzer der Pro-Version können mit einem Kniff die automatischen Updates deaktiviernen

Datenschutz
Was das Thema Datenschutz betrifft, steht Microsoft gerade ziemlich in der Kritik. Windows 10 sei eine Datenkrake. Leider ist das auch so – was ich nicht gutheiße. Es lässt sich nicht abstreiten, dass Microsoft ziemlich viele Daten sammelt – natürlich nur, um die Usability zu verbessern (und wer sollte daran zweifeln). Einiges lässt sich in den Einstellungen deaktivieren, aber eben nicht alles. Und das sind wohl auch die größten Kritikpunkte. Zum einen ist es Opt-Out. Wenn man nichts unternimmt, sammelt Microsoft die Daten, man muss aktiv werden und es unterbinden. Und das geht eben nur ein einem gewissen Rahmen. Alles lässt sich einfach nicht deaktivieren.

Datenschutz - nicht alles lässt sich deaktivieren
Datenschutz – nicht alles lässt sich deaktivieren

Wie ich schon sagte, empfinde ich das durchaus als Sauerei, die man ruhig in der Deutlichkeit kritisieren darf und sollte. Aber man sollte hier auch nicht in Paranoia verfallen und darauf rumhacken, wie es natürlich gerade die Apple- oder Linux-User tun, die hier wieder gefundenes Fressen haben, um Windows schlecht zu machen. Immer wieder liest man in diversen Kommentaren zu dem Thema, dass man selbst schuld sei, wenn man Windows nutzt. Schließlich gibt es doch viel bessere Systeme, die eben keine Daten sammeln. Nun ja, das mit dem besser muss jeder selbst entscheiden, aber Daten sammeln tun die meisten System. Sei es nun Apple oder auch Google. Und Facebook werfen sowieso die meisten Leute ihre Daten freiwillig in den Hals. Also bitte: Augen auf und kritisieren ja, aber schlechtreden halte ich für unangebracht.

Vorinstallierte Apps
Unter Windows 10 sind einige Apps vorinstalliert. Einige davon lassen sich einfach deinstallieren, andere aber leider nicht. Und auch das ist für mich ein Unding. Sicher gibt es das auch bei Android oder iOS. Gewisse „System-Apps“ sind halt da und unlöschbar. Aber da war Windows eben bisher erfreulicherweise anders, offener. Leider ist das nun nicht mehr so. Einige der Apps wie Mail, Kalender, Musik, Filme etc. lassen sich eben nicht mehr einfach deinstallieren. Zumindest nicht über den normalen Weg. Da muss man schon zu härteren Mitteln greifen und mit der PowerShell arbeiten. Das ist natürlich nur etwas für erfahrene User und auch nicht gänzlich ungefährlich. Schließlich kann man nie wissen, welche App vielleicht doch tiefer in Windows verzahnt ist, wodurch es beim „harten“ Entfernen später vielleicht zu Problemen führen kann. Hier muss ich sagen: Microsoft, das geht besser!

Manche System-Apps lassen sich nicht deinstallieren
Manche System-Apps lassen sich nicht deinstallieren

Windows-Fotoanzeige
Die Windows-Fotoanzeige ist an sich ziemlich schlecht. Gerade Fotografen sollten sie meiden, da sie keine Profile unterstützt und die Bilder schon mal ganz anders aussehen können, als man sie in Lightroom oder Photoshop bearbeitet hat. Trotzdem ist sie ein gutes Werkzeug, um sich auf die schnelle mal Fotos anzuschauen, wenn es nicht um genaue Farbdarstellung etc. geht. Leider gibt es die Windows-Fotoanzeige unter Windows 10 nicht mehr. Bilder werden standardmäßig mit der Fotos-App geöffnet.
Nun, dass es die Fotoanzeige nicht mehr gibt, ist nicht ganz richtig. Sie ist nur nicht mehr ohne Weiteres aufrufbar. Mit einem kleinen Registry-Trick bekommt man sie zurück.
Ich finde es schade, dass die Fotoanzeige nicht mehr standardmäßig nutzbar ist. Nutzer, die keine Erfahrung mit der Registry haben, müssen also mit der Fotos-App vorlieb nehmen – oder sich nach einer anderen Lösung umsehen.

Fazit
Zusammenfassend lässt sich wohl sagen, dass mir Windows 10 trotz definitiv vorhandener Schwächen im Bereich Datenschutz und „Zwänge“ sehr gut gefällt. In vielen anderen Bereichen ist es definitiv ein Schritt nach vorne. Ich bereue das Upgrade nicht. Und Windows 10 wird mit Sicherheit mein Daily Driver. Vor allem, wenn es durch kommende Updates immer weiter verbessert wird.

So, das soll es dann auch erstmal gewesen sein. OK, für ein paar erste Worte wohl etwas lang geworden, aber OK, ich hoffe, ihr seid nicht eingeschlafen … 🙂

ESET NOD32 – mein erstes Premium-Antivirus

Ich habe es getan. Zum ersten Mal in meinem Leben. Geld für ein Anti-Viren-Programm ausgegeben.

Damals, zu Windows XP-Zeiten (oh ja, ist lange her), habe ich eine ganze zeitlang auf Avira gesetzt und war auch recht zufrieden. Doch dieses Popup, das bei jedem Update der Signaturendatenbank austauchte und freundlich darum bat, doch die kostenpflichtige Version zu nutzen, ging mir mit der Zeit immer mehr auf den Wecker. Seit Windows 7 habe ich dann das Tool von Microsoft genutzt, die Microsoft Security Essentials. Unter Windows 8 ist dieser Anti-Viren-Scanner ja bereits unter dem Namen Windows Defender komplett integriert. Der schöne Vorteil dabei ist die totale Integration in Windows. Man sieht es nicht, man bemerkt es nicht, und trotzdem ist es da. Und tut seine Arbeit. Ohne nennenswerten Einfluss auf die System-Performance.

Nimmt man diverse Tests als Maßstab, ist diese Arbeit aber nicht wirklich gut. Erkennungsraten jenseits von Gut und Böse. Ich habe trotzdem noch nie einen Virus gehabt. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, dass der Windows Defender die einfach nicht findet. Selbst Microsoft selbst spricht beim Defender nur von einem Basisschutz und empfiehlt die Nutzung eines separaten Anti-Viren-Tools. Dennoch bin ich eigentlich immer noch der Meinung, dass der Defender ausreicht, wenn man seinen Verstand benutzt, während man sich im Internet aufhält.

Trotzdem habe ich mich in der letzten Zeit mit diesem Thema beschäftigt und einiges gelesen. Ich wollte doch auch mal einen „Pro-Virenscanner“ haben. Neben ordentlichen Schutzwerten kam es mir dabei besonders auf die Beeinträchtigung des Systems an. Und dass es eben keine aufdringlichen Fenster gibt. Schließlich habe ich mich für ESET NOD32 Antivirus 2015 entschieden und die Testversion installiert, die 30 Tage nutzbar ist. Ein kleiner Artikel aus der aktuellen c’t (26/2014) hat mich letztendlich dazu gebracht. Nicht der Test an sich, denn davon halte ich nicht so viel, aber der beschreibende Text. Dort wurde unter anderem gesagt, dass die Auswirkungen auf das System in Sachen Performance kaum vorhanden seien, und vom Schutz spielt ESET mit sehr guten Werten in der obersten Liga mit. Außerdem war das Programm gerade bei einem großen Online-Händler für 21 € für eine 3er Lizenz zu haben. Quasi 7 € für eine Lizenz also. Das fand ich fair.

ESET NOD32 Antivirus 2015
ESET NOD32 Antivirus 2015

Vor dem Kauf habe ich aber wie gesagt die Testversion installiert und wollte mir selbst ein Bild davon machen, wie die Performance des Systems „leidet“. Ich habe vor der Installation die Benchmarks PCMark8, 3DMark und Cinebench durchlaufen lassen und eben nach der Installation, sogar während die Überprüfung lief.

Hier die Ergebnisse:
PCMark8 vorher: 3802 Punkte

PCMark8 vorher: 3802 Punkte
PCMark8 vorher: 3802 Punkte

PCMark8 nachher: 3787 Punkte

PCMark 8 nachher: 3787 Punkte
PCMark8 nachher: 3787 Punkte

3DMark vorher: 3958 Punkte

3DMark vorher: 3958 Punkte
3DMark vorher: 3958 Punkte

3DMark nachher: 3949 Punkte

3DMark nachher: 3949 Punkte
3DMark nachher: 3949 Punkte

Cinebench vorher: 751 Punkte

Cinebench vorher: 751 Punkte
Cinebench vorher: 751 Punkte

Cinebench nachher: 744 Punkte

Cinebench nachher: 744 Punkte
Cinebench nachher: 744 Punkte

 

Das Ergebnis: Nach der Installation von ESET NOD32 sind die Werte in sämtlichen Benchmarks um ein paar Punkte geringer ausgefallen. Aber die „Verschlechterung“ der Performance liegt jeweils bei unter 1 Prozent. Ich denke schon, dass das eine Auswirkung von ESET NOD32 ist, aber man könnte bei der geringen Abweichung durchaus auch von Messtoleranzen sprechen. In der Theorie scheint es minimale Einbußen in Sachen Performance zu geben, in der Praxis dürften die aber unmerklich sein.

Ich auf jeden Fall war überzeugt. Und es gibt auch keine Popups, außer einem dezenten Hinweis, wenn ein Update der Signaturen gemacht wurde, der sich aber auch deaktivieren lässt.

Update-Popup
Update-Popup

Die Oberfläche ist ziemlich spartanisch, was ich aber gut finde. Die Software muss halt einfach schützen, eine große, besonders schöne und bunte GUI brauche ich da nicht, da soetwas ja auch unnötig Ressourcen benötigt.

Startseite
Startseite
Weitere Tools
Weitere Tools

Es gibt diverse Einstellungsmöglichkeiten, wobei die Default-Werte absolut in Ordnung sind. Einen Vergleich zu anderer Software habe ich nicht, aber ich wüsste jetzt nicht, dass mir irgendetwas Wichtiges fehlt.

Erweiterte Einstellungen
Erweiterte Einstellungen

Da mir so spontan nichts groß Negatives aufgefallen ist, habe ich mir ESET NOD32 kurzerhand gekauft. Aktuell läuft noch die Testphase, die ich auch auskosten will, bevor ich die Lizenz aktiviere. Aber danach ist mein PC erstmalig ein ganzes Jahr lang von einem „Premium“-Anti-Viren-Programm geschützt.

Achja, falls der Windows Defender (respektive Microsoft Security Essentials) wirklich so schlecht ist, dann hat er zumindest nicht bei mir versagt. Die Überprüfung meiner kompletten Daten hat nämlich keinen Virus gefunden. Dann hätte ich wohl einfach weiter dabei bleiben und mir das Geld sparen können … 😉

Windows 8.1 – WLAN-Verbindungen verwalten

Wer mich kennt, weiß, dass ich überzeugter Windows-Nutzer bin. Auch Windows 8 nutze ich seit der ersten Stunden und war trotz der vielen Mängel und Unzulänglichkeiten für Desktop-User und Maus-Bediener schon von Anfang damit recht glücklich. Denn ich bin jemand, der durchaus bereit ist, seine eigene Arbeitsweise anzupassen und trauere alten Dinge in der Regel nicht nach – oder zumindest nicht lange. Außerdem bleibt die Zeit nicht stehen, es gibt es überall Veränderungen im Leben – warum nicht auch in der Bedienung unserer Computer? Und mal ehrlich, mit Windows 8.1 Update 1 ist Windows 8 wieder deutlich besser geworden …

Aber natürlich gibt es auch in meinen Augen Sachen, wo Microsoft einfach Mist baut. Womit wir wieder beim Thema wären. Und das ist etwas, was (ausnahmsweise mal) unter Windows 8 noch besser war als unter 8.1 – die Verwaltung von WLAN-Verbindungen. Oder – wie es unter Windows bisher so schön hieß – Drahtlosnetzwerken.

Gab es unter Windows 8 (und unter Windows 7 natürlich auch) in der Systemsteuerung -> Netzwerk- und Freigabecenter noch den Punkt „Drahtlosnetzwerke verwalten“, so ist dieser unter Windows 8.1 verschwunden. Früher sah man hier eine Liste mit allen gespeicherten WLANs, konnte die Eigenschaften ändern und vor allem ein WLAN löschen, das z.B. nicht mehr verwendet wird.

Netzwerk- und Freigabecenter
Netzwerk- und Freigabecenter
Drahtlosnetzwerke verwalten
Drahtlosnetzwerke verwalten

Das alles geht unter Windows 8.1 nun nicht mehr so einfach über die Benutzeroberfläche der Systemsteuerung.  Nein, man muss leider auf die Eingabeaufforderung zurückgreifen. Aufgefallen ist es mir eher zufällig, weil ich einem Kollegen sein Notebook mit Windows 8.1 eingerichtet habe und dabei mein WLAN genutzt habe, das ich aber danach wieder entfernen wollte. Vergeblich habe ich nach der Drahtlosnetzwerkverwaltung gesucht, bis eine kurze Google-Suche mir Klarheit verschafft hat.

Die benötigten Befehle liefert Microsoft natürlich auf einer Hilfeseite:

Löschen eines Profils:
netsh wlan delete profile name=“ProfileName“

Anzeigen aller Funkprofile auf dem PC:
netsh wlan show profiles

Anzeigen eines Sicherheitsschlüssels:
netsh wlan show profile name=“ProfileName” key=clear

Ist natürlich alles kein Problem, und so oft wird man diese Funktionalität wohl nicht brauchen, und ja, die Eingabeaufforderung hat in vielen Hinsichten ihre Vorteile und wird bei Admins gerne genutzt (geht manchmal auch nicht anders), aber warum man bei einem modernen Betriebssystem für so einfache Dinge wieder die „alte“ DOS-Box braucht, ist mir ein Rätsel …

mRemoteNG – tolles RDP-Tool

Als Administrator in einer Windows-Umgebung nutzt man eine Sache ganz besonders: RDP – die Remotedesktopverbindung. Was RDP ist, brauche ich wohl nicht wirklich zu erklären: Man kann sich auf diverse Windows-Server (oder auch Clients) remote schalten und sie so komfortabel verwalten.

Schlimm ist, dass ich mich bisher in dieser Sache überhaupt nicht weiter schlau gemacht habe. Ich habe einfach immer das in Windows eingebaute Tool genutzt, um RDP-Verbindungen zu unseren Servern herzustellen. Das hat natürlich auch immer tadellos funktioniert, aber hätte ich mir Gedanken dazu gemacht, wäre ich viel früher auf diverse Tools gekommen, die die Arbeit mit RDP deutlich vereinfachen.

mRemoteNG - Oberfläche
mRemoteNG – Oberfläche

Erst einer unserer Dienstleister hat mich dann auf mRemoteNG aufmerksam gemacht.  Dabei handelt es sich um ein kleines Tool, mit dem man seine RDP-Verbindungen super verwalten kann. Man kann sich die einzelnen Verbindungen samt Benutzer und Passwort zu den Servern abspeichern, sodass man ohne groß was eingeben zu müssen direkt auf den Geräten ist. Das kann das Windows-Tool zwar auch, aber nicht so komfortabel. Außerdem kann man sich seine ganze „Verbindungsdatenbank“ als Datei abspeichern und so problemlos auf andere Geräte übertragen.

Weiterhin – und das ist das beste – unterstützt das Tool Tabs. Unter Windows ist es fast ein Krampf, wenn man mehrere RDP-Sitzungen gleichzeitig offen hat und hin- und herschalten muss. mRemoteNG erstellt für jede Sitzung einen Tab, sodass man sehr einfach zwischen den Servern wechseln kann.

Das Bild passt sich außerdem immer dynamisch an die aktuelle Fenstergröße an. Beim Windows-Tool muss man schon mal vertikal und horizontal scrollen, wenn man das Sitzungsfenster etwas kleiner macht – auch das etwas, was nerven kann.
Zudem befindet man sich immer auf seinem eigenen Rechner, man muss das Sitzungsfenster nicht erst minimieren, wenn man etwas auf dem eigenen Gerät nachschauen will.

mRemoteNG unterstützt aber nicht nur das RDP-Protokoll, sondern auch VNC, ICA, SSH, Telnet und HTTP/HTTPS. Also eine ganze Menge an Standards.

Schon schlimm, dass ich mich so lange mit Windows-RDP herumgeschlagen habe und nicht selbst auf die Idee gekommen bin, nach einer Alternative zu suchen. Aber die Freude, nun dieses Tool zu haben, überwiegt den Ärger über mich selbst. 🙂

Weitere Infos und Download findet ihr hier: http://www.mremoteng.org/