Archiv der Kategorie: Smartphones + Android

Alles rund um Android-Smartphones, allen voran mein HTC Sensation

OneNote jetzt kostenlos – Einrichtung der Synchronisation für mobile Geräte

Gute Nachricht für alle Notiz-Freunde: OneNote, das Notizprogramm aus dem Hause Microsoft, ist nun kostenlos zu haben. Für Windows war es bisher nur als Teil von Office verfügbar, für Mac ist es ganz neu. Außerdem gibt es Apps für Android, iOS und Windows Phone. Linux wird leider nicht unterstützt (welch Wunder). Dort könnte man jedoch auf die Web-App zurückgreifen, was zugegeben aber nur ein schwacher Trost ist.
Herunterladen könnt ihr euch OneNote unter http://www.onenote.com/.

Ich selbst bin schon lange überzeugter Nutzer von OneNote. Zwar war es bisher keine wirklich intensive Nutzung – dafür halte ich (leider) zu wenig fest – aber wenn ich mal Notizen gemacht habe, dann in OneNote. Handling und Optik gefallen mir einfach gut. Da ich unterwegs keine Notizen mache, kannte ich aber auch nur die Desktop-Anwendung für Windows, nicht die mobilen Apps.
Fairerweise muss ich dazusagen, dass ich keines der Konkurrenzprodukte (z.B. Evernote) getestet habe, da ich den Sync auf mobile Geräte einfach nicht brauchte.

OneNote 2010 unter Windows 7
OneNote 2010 unter Windows 7

Den kostenlosen Release von OneNote habe ich jetzt aber mal zum Anlass genommen, zum einen Ordnung in meine bisherigen Notizen zu bringen, zum anderen aber auch die Nutzung von OneNote auf meinem Android-Smartphone und iPad Air voranzubringen. Dazu sei gleich gesagt, dass man für die Nutzung der Apps zwingend ein Microsoft-Konto benötigt. Dort werden die Notizen auch gespeichert. Speichern der Daten lokal direkt auf dem mobilen Gerät ist nicht vorgesehen. Da ich aber ohnehin schon lange ein MS-Konto habe und auch in Windows 8.1 nutze, ist das für mich kein Problem.

Bei dem Sync der Notizen über diverse Plattformen hinweg muss man allerdings ein paar Dinge beachten.

Ich habe meine am Desktop erstellten Notizbücher bereits länger in meinem OneDrive-Ordner gespeichert, damit meine Notizen über die Cloud mit meinem Rechner im Büro synchronisiert werden. Und die OneDrive ist eben mein bevorzugter Cloud-Speicher. Daher ging ich davon aus, dass ich die Notizbücher einfach in den Apps auf den mobilen Geräten und in der Web-App öffnen und bearbeiten könnte. Doch Pustekuchen. Sie wurden mir dort gar nicht angezeigt, ich konnte auf den Synchronisieren-Button drücken, sooft ich wollte.
Ähnliches galt für die Web-App. Zwar konnte ich die Dateien in der Webansicht meiner OneDrive sehen, doch wenn ich ein Notizbuch öffnen wollte, wurde es einfach nur heruntergeladen.

Der Trick ist, dass man die Notizbücher erst quasi konvertieren muss, damit die Web-App und die mobilen Apps damit zurechtkommen. Bzw. müssen die Notizbücher erst freigegeben werden, das Konvertieren geschieht dann automatisch.

Dazu geht man in OneNote auf Datei -> Freigeben. Dort wählt man oben das entsprechende Notizbuch aus, wählt unter Freigeben in „Web“ aus und meldet sich unter Webspeicherort mit seinem Microsoft-Konto an. Dann sieht man die Ordner, die sich bereits auf der OneDrive befinden und kann den gewünschten auswählen. Abschließend ein Klick auf Notizbuch freigeben und ein kleiner Fortschrittbalken erscheint. Nach der Konvertierung kommt eine Meldung, dass die Freigabe erfolgreich war und die Frage, ob man andere per Mail darüber informieren möchte. Das kann man verneinen bzw. abbrechen.

Notizbücher freigeben
Notizbücher freigeben

Ein Blick in die entsprechenden Ordner zeigt dann auch, dass wirklich eine Kovertierung durchgeführt wurde. Die einzelnen Notizbücher und Abschnitte liegen nun nicht mehr als Ordner und Dateien auf der Festplatte, sondern sind komplett auf die OneDrive migriert. Man sieht nur noch eine Internetverknüpfung.

Die Konvertierung ist auch anhand der Dateien im Explorer sichtbar
Die Konvertierung ist auch anhand der Dateien im Explorer sichtbar

Auch in OneNote selbst sieht man, dass die Notizbücher nun richtig online in der OneDrive liegen. Die kleine Erdkugel am Buch-Symbol zeigt es an. Außerdem gibt es dort nun ein kreisförmigen Zeichen für die Synchronisierung samt einem Check, der die erfolgreiche Synchronisation anzeigt.

Man sieht, ob ein Notizbuch online freigegeben wurde oder nicht.
Man sieht, ob ein Notizbuch online freigegeben wurde oder nicht.

Sind alle gewünschten Notizbücher auf diese Weise online bereitgestellt worden, steht einem Zugriff über die Web-App und die mobilen Apps nichts mehr im Wege. Wie das in der jeweiligen App funktioniert, ist aber selbsterklärend. Man muss einfach die OneNote-App installieren und sich mit seinem Microsoft-Konto dort anmelden. Schon sollten nach einer kurzen Zeit der Synchronisierung sämtliche Notizbücher auftauchen.

Die OneNote-Apps sind sowohl für Android-Smartphones als auch für das iPad optisch keine Augenweide, aber sie erfüllen ihren Zweck. Dabei gefällt mir persönlich das flache Design der Android-Version besser. Die iOS-Version scheint auch nicht im iOS 7-Look angepasst zu sein. Hier seht ihr ein paar Screenshots.

OneNote auf Android-Smartphones
OneNote auf Android-Smartphones
OneNote auf dem iPad
OneNote auf dem iPad
Web-App - OneNote im Browser
Web-App – OneNote im Browser

Falls ihr also noch nach einer guten Notiz-App sucht, gebt OneNote eine Chance. Vielleicht gefällt es euch auch.

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Apple, ein Seitensprung – Teil 2, Bestellvorgang

Der erste Schritt auf meinem Weg zu einem Apple-Gerät ist verständlicherweise das Besorgen desselben. Natürlich hätte ich das Gerät ganz oldschool offline vor Ort in einem Geschäft kaufen können, doch bevorzuge ich bei derartigen Einkäufen doch die Online-Bestellung und das Fernabsatzgesetz. Und da die Preise bei Apple-Produkten überall gleich zu sein scheinen und Apple es außerdem gestattet, alle ab November gekauften Produkte bis zum 7. Januar zurückzuschicken, habe ich es direkt im Apple-Store geordert.

Entschieden habe ich mich für die silberne WiFi-Version mit 32 GB (um auch Musik und Bilder zu speichern), dazu ein (rotes) Smart Cover als Schutz und zum Hinstellen.

apple_bestellung

Bestellt habe ich am 14. November und per Kreditkarte bezahlt. Als Lieferzeit wurde beim iPad selbst 5-7 Werktage angegeben, das Smart Cover war sofort lieferbar. Da es ohnehin erst zu Weinachten ausgepackt werden sollte, war mir die Lieferzeit egal. Am gleichen Tag schon kam die Versandbestätigung für das Cover, zwei Tage später war es auch da. Am 16. wurde dann auch das Gerät versendet (Standardversand), am 21. kam es an.

Am 29. November – am sogenannten Black Friday – war das iPad in der gewünschten Konfiguration dann plötzlich 45 € günstiger – 524 € statt 569 €. Man mag da jetzt von halten, was man will, ich aber wollte mir dieses Sparpotenzial nicht entgehen lassen. Also habe ich kurzerhand für das bereits gelieferte iPad eine Rücksendung beantragt und ein neues bestellt – für den besseren Preis. Da das iPad noch original verpackt und eingeschweißt war, hatte ich auch kein schlechtes Gewissen.

Angestoßen habe ich die Rücksendung bereits direkt morgens. Laut Apple würde sich ein Spediteur melden, um das Gerät abzuholen. Gegen 13:30 Uhr bekam ich einen Anruf von TNT, bei dem mir angeboten wurde, das Gerät noch am selben Tag abzuholen. Da ich nichts vor hatte und zuhause war, habe ich dankbar zugestimmt. Gegen 16 Uhr standen die auch vor der Tür und haben das Päckchen mitgenommen.

Am 2. Dezember kam dann zunächst eine Versandbestätigung für das zweite iPad, seltsamerweise mit Express-Versand, obwohl ich das nicht so bestellt hatte. Aber hey, was sollte ich schon dagegen haben. Später am gleichen Tag kam dann die Nachricht, dass auch meine Rücksendung eingetroffen sei.

Am 4. Dezember war das (zweite) iPad dann da. Die Lieferzeit von 5-7 Werktagen wurde damit locker eingehalten.

Am 5. Dezember war auch die Rückzahlung von Apple für das erste iPad auf meinem Konto angekommen. Und hier muss ich Apple wirklich mal ein dickes Lob aussprechen! Der gesamte Prozess der Rücksendung war rasent schnell; von Anstoß bis zum Erhalt des Geldes sind gerade einmal 4 Werktage vergangen! Für Bearbeitung, Abholung, Transport, Bearbeitung, Überweisung. Das ist phänomenal!

Auch der Bestellvorgang an sich war einfach und transparent. So muss das sein. Es hätte nicht besser laufen können. Da können sich andere mal eine dicke Scheibe von abschneiden!

Im nächsten Artikel dazu werde ich was zum iPad und das Apple-Ökosystem schreiben – allerdings erst nach Weihnachten. Also etwas Geduld bitte. 😉

Apple, ein Seitensprung – Teil 1, Einleitung

Ich liebe Android. Seit ich ein Smartphone habe – was zugegebenermaßen noch nicht lange ist, nämlich seit August 2011 – setze ich auf Android. Zuerst war es ein HTC Sensation mit Android 2.3 bzw. Android 4.0, danach und auch aktuell das HTC One mit Android 4.2 bzw. aktuell 4.3. Ich bin damit von Anfang an sehr gut klargekommen und konnte Kritik nie verstehen, Android sei nur was für Frickler, aber nicht zum täglichen Gebrauch. Gut, ich bin ITler und beschäftige mich gern mit solchen Dingen, meine Frau allerdings kam auch ohne technisches Wissen nach kurzer Eingewöhnungsphase sehr gut damit zurecht (HTC Desire S). Es tut das, was man eigentlich Apple-Geräten zuspricht: Es läuft einfach.

Meine Frau hat schon länger angedeutet, dass ihr jetziges Subnotebook (11,2“), das sie im Grunde nur für Internet genutzt hat, zu langsam ist. Zunächst wollte sie ein neues Notebook haben, doch nachdem sie ein Tablet in der Hand gehalten hat und ich ihr sagte, dass sie damit alles machen kann und es ihren Ansprüchen auch voll genügen würde, wollte sie doch lieber ein Tablet haben. Damit ist man ja auch „in“.

Nun denn, von den Android-Tablets hat mir einfach keines zugesagt, und auch meiner Frau gefiel das iPad auf Anhieb. Optik, Größe, Gewicht etc. Also haben wir uns entschlossen, uns zu Weihnachten ein iPad Air zu schenken.

Ich bin mir bewusst, dass ich bei Apple und dem iPad einige Freiheiten, die Android und die dazugehörigen Geräte bieten, nicht mehr haben werde. Keine Apps mehr vorbei am Store installieren. Nicht mehr einfach am Rechner anschließen und wie einen Datenträger nutzen, um Daten zu kopieren. Und ich bin gespannt, wie ich damit klarkommen werde. Aber ich will mich dieser Herausforderung stellen. 🙂

So viel als Einleitung; und um zu verstehen, warum ich den Titel „Seitensprung“ gewählt habe: Ein überzeugter Android-Nutzer wagt einen Abstecher zu Apple.

Im nächsten Beitrag geht es dann um die Bestellabwicklung.

Sport-App – runtastic meine Nr. 1

Da man ja auch mal was für seine Gesundheit tun muss und ich einfach einen Ausgleich für meinen Büro-Alltag brauchte, habe ich mir vorgenommen, regelmäßig Sport zu betreiben. Heißt für mich erstmal Radfahren und Laufen. Dank Smartphone und verschiedener Apps ist es sehr einfach möglich, die Trainingsergebnisse samt Strecken und weiteren Daten aufzuzeichnen. So hat man immer im Auge, was man bereits geleistet hat, und es gibt mir auch einen Ansporn, nicht aufzugeben.

Ich habe jetzt drei Sport-Apps ausprobiert:

Da ich nicht dauerhaft mehrgleisig fahren kann, muss ich mich für eine App entscheiden. Ich fange erst mit dem Sport an und konnte die Apps daher auch nicht so ganz ausführlich und nicht jede Funktion testen, sondern habe mich auf das wesentliche konzentriert – nämlich das Tracking des Trainings und das Speichern der Fortschritte. Leute, die den Sport exzessiv betreiben, haben sicherlich andere Anforderungen.

Zu jeder der Apps gehört auch eine Webseite, auf der die Trainingsergebnisse gespeichert werden – sofern man bereit ist, sich ein Konto bzw. Profil zu erstellen.

Das Rennen hat bei mir runtastic gemacht.

Man muss dazu sagen, dass Sports Tracker gratis ist. Dafür bekommt man eine gute App, die toll aussieht. Allerdings scheint der Entwickler nicht sehr viel Wert auf die Software-Pflege zu legen, denn das letzte Update der App datiert vom 11. Januar 2012.

runtastic und Endomondo gibt es in als eingeschränkte kostenlose Versionen und auch als Pro-Versionen, die jeweils knapp 5 € kosten und damit nicht gerade günstig sind. Dafür werden diese Apps aber auch weiterentwickelt. runtastic wurde zuletzt am 20. Juni 2012 aktualisiert und Endomondo sogar erst heute (23. Juli 2012).

In meinen Augen bekommt man bei runtastic das beste Gesamtpaket. Die App ist übersichtlich und auch schick. Das Tracking ist ziemlich genau, der Akkuverbrauch ist zwar zu spüren, aber auch nicht gravierend schlecht. Die Webseite ist ebenfalls ansprechend gestaltet und bietet alles, was ich brauche. Man hat übersichtlich alles im Blick und kann auch manuell Trainings anlegen, falls man mal keine Möglichkeit hatte, die App mitlaufen zu lassen.

Bei Endomondo ist die App zwar nicht wirklich schön, aber auch OK. Und wie mir scheint, ist dort das GPS-Signal von allen Apps am schnellsten verfügbar. Allerdings finde ich die Webseite einfach nur sehr schlecht und umständlich gestaltet. Dort habe ich mich von Anfang an überhaupt nicht wohl gefühlt.

Wie ihr seht, habe ich meine Entscheidung im Wesentlichen von der Optik der Apps abhängig gemacht, da wie bereits gesagt, von den Funktionen her jede der drei für mich ausreichend ist. Aber das Auge isst ja bekanntlich mit. Und dort bietet in meinen Augen runtastic sowohl mit der App als auch mit der Webseite das beste Paket.

 

runtastic

 

Navigon für Android – erste Praxistests

Ende Januar habe ich bereits einen Artikel über die Navigations-App Navigon Europe geschrieben. Damals ging es eher darum, warum ich mich für diese doch verhältnismäßig teure App entschieden habe und nicht etwa auf die kostenlose Google Navigation setze, außerdem habe ich in einem Video kurz die Funktionen vorgestellt. Einen richtigen Praxistest habe ich allerdings erst im Laufe der Zeit machen können, und daher nun ein neuer Artikel.

Mittlerweile habe ich einige Fahrten gemacht und mich von der Navigation leiten lassen. Erst letzte Woche wurde ich sehr sicher in unseren Urlaubsort in Dänemark gebracht.

Mir ist bisher kein wirklicher Fehler in der App aufgefallen. Die Routenführung ist sehr gut. Man kann sich immer zwischen mehreren Alternativen entscheiden (z.B. kurz oder schnell), die Berechnung geht sehr schnell vonstatten. Einmal hat sich anscheinend die App einfach beendet, auf jeden Fall habe ich während auf einmal den Homescreen gesehen. Ob ich selbst die App irgendwie versehentlich beendet habe oder ob sie abgestürzt ist, kann ich nicht sagen. Aber es ist wie gesagt bisher erst einmal aufgetreten und war in diesem Fall nicht schlimm.

Wenn man sich nicht an die Routenführung hält, erfolgt sehr schnell eine Neuberechnung. „Bitte wenden“-Aufforderungen, wie ich sie bei anderen Navis schon öfter bekommen habe, weil die nicht wirklich imstande waren, eine andere Route zu berechnen, sind selten.

Was ich nicht ganz so gut finde, ist, dass nicht alle Informationen gleichzeitig angezeigt werden. Ich persönlich habe gerne alles auf einem Blick. Allerdings muss man sich hier entscheiden: Entweder werden in einer Zeile die Restkilometer bis Ziel und Ankunftszeit dargestellt oder aktuelle Geschwindigkeit und noch zu fahrende Zeit. Alle vier Angaben auf einem Blick sind nicht möglich. Ist aber eigentlich eine Kleinigkeit.

Die App bietet auch eine Fußgängernavigation. Die habe ich einmal verwendet, um einen Supermarkt in Dänemark zu finden. Hier ist die Funktion entweder noch nicht ganz ausgereift, oder aber ich habe was falsch gemacht. Auf jeden Fall war die Führung nicht ganz so erfolgreich.

Kritisiert wird oft der Akkuverbrauch. Es ist schon richtig, dass die Navigation natürlich einiges an Energie benötigt. Allerdings ist es nicht richtig, dass das KFZ-Kabel das nicht auffangen kann. Einige schreiben nämlich, dass trotz Ladekabel der Akku entlädt. Das kann ich nicht bestätigen. Zwar dauert der Ladevorgang während der Navigation sehr lange, aber auf jeden Fall entlädt der Akku nicht.

Ich bin mit der App Navigon Europe sehr zufrieden. Die Routenführung ist sehr gut, die Funktionen sind absolut ausreichend. Kleiner Schwachpunkt könnte die Fußgängernavigation sein (wenn es nicht eine Fehlbedienung meinerseits war). Wenn man bedenkt, was „reine“ Navis kosten, die nicht mehr bieten, ist auch der Preis in meinen Augen fair. Die relativ schlechte Bewertung im Google Play Store mit 3,7 Punkten kann ich nicht nachvollziehen. Wenn jemand also eine Offline-Navigation für sein Smartphone sucht, macht hier in meinen Augen nichts falsch.

 

Navigon – das Navigationsgerät für Android (Video)

Meine Frau hat mir liebenswerterweise zu Weihnachten KFZ-Zubehör für mein HTC Sensation geschenkt und eine Navi-App, die ich mir aber selbst ausgesucht habe, weil sie da verständlicherweise nicht so im Thema ist.

Viele mögen jetzt sagen, man kann doch einfach Google Maps bzw. Navigation nutzen, da braucht es doch keine teure Extra-App. Im Grunde stimmt das natürlich auch, Google Navigation macht in meinen Augen einen guten Job und ist vor allem kostenlos, aber ich wollte einfach ein Offline-Navi haben, um nicht eventuell mal in ein Funkloch zu fahren, wo Googles Dienst dann versagt.

Nach langem Hin und Her und Lesen von Tests und Foren war es schließlich ein Zweikampf zwischen Navigon MobileNavigator und CoPilot der Firma ALK. In verschiedenen Tests lagen diese beiden Lösungen auf etwa einem Niveau, meist war Navigon etwas besser. Auch in den Foren wurde mal Navigon mal CoPilot empfohlen. Im Android Market ist CoPilot etwas besser bewertet. Das alles half mir aber nicht wirklich bei meiner Entscheidung.

Den Ausschlag gegeben hat schließlich, dass CoPilot anscheinend nicht so gut geeignet ist, wenn man sein Handy öfter flasht bzw. ein anderes Rom aufspielt. Das ist diesem Artikel hier zu entnehmen. Demnach lässt sich die App nicht ohne weiteres auf ein anderes Rom installieren. (Ob das wirklich so ist, kann ich natürlich nicht bestätigen.)

Bezüglich dieses Problems habe ich dann Kontakt mit dem Support von Navigon aufgenommen, wo mir versichert wurde, dass das kein Problem wäre, da die App nur market- aber nicht gerätgebunden sei. Deshalb habe ich schließlich Navigon gekauft. (Ich habe es später getestet und es läuft tatsächlich auch unter verschiedenen Roms bisher problemlos.)

Beim ersten Start müssen natürlich die Karten heruntergeladen werden. Wählt man alle Länder aus, sind das etwa 2,5 GB Daten. Also sollte man schon im WLAN unterwegs sein und auch der Akku sollte noch Reserven haben. Und man benötigt eine größere SD-Karte. Empfehlenswert ist auch, gleich alle Länder zu laden, die man irgendwann benötigen sollte, denn später lässt sich das nicht mehr per WLAN nachholen, sondern man muss dann auf eine Windows-Software zurückgreifen. Deshalb habe ich gleich sämtliche Länder gewählt, also auch Albanien usw. Platz habe ich auf meiner 16GB-Karte genug.

Einen richtigen Stresstest hat die App bei mir noch nicht machen müssen, aber kleine Strecken, bei denen ich getestet habe, hat sie problemlos gemeistert. Die Navigation funktioniert wie bei einem richtigen Navi und auch die Stimme ist angenehm (da hat man aber auch eine Auswahl wie z.B. eine mit bayrischem Akzent :)).

Im Grunde macht die App auf mich den Eindruck, ein echtes Navi zu haben. Ich bin bisher recht zufrieden damit und bereue den Kauf (zumindest noch) nicht. Der Preis von 59,95 € für die Europa-Version mag zwar etwas hoch sein, aber ich finde, es geht in Ordnung. Ich hatte das Glück, dass über Weihnachten und Neujahr die Apps reduziert waren und habe sie für 44,44 € bekommen.

Innerhalb der App lassen sich verschiedene Module nachkaufen wie z.B. „Traffic Live“ oder „FreshMaps“. Bei Traffic Live ruft die App aktuelle Verkehrsinformationen ab und ändert die Route gegebenenfalls, sollte ein Stau vor einem liegen. Die FreshMaps garantieren, dass man 2 Jahre lang mit den aktuellen Karten versorgt wird. Aber es gibt noch zahlreiche weitere Pakete.

Im folgenden Video stelle ich die App kurz vor, wer Interesse hat soll ruhig mal reinschauen. (Ist mein erstes Video, also habt Nachsicht, wenn ich nervös klinge :)).

 

Google – Motorola – Was ich mir von der Übernahme erhoffe

Wie alle Google- und Android-Nutzer wissen werden, ist Google dabei, die Mobilfunksparte von Motorola aufzukaufen und zu übernehmen. Das lassen die sich auch richtig viel Geld kosten. Ganz in trockenen Tüchern ist der Deal noch nicht, da die kartellrechtliche Prüfung noch aussteht, aber man geht davon aus, dass alles klappt.

Google selbst geht es nach eigener Aussage in erster Linie um die Patente, die Motorola besitzt, man spricht von immerhin 17.000. Bedenken, dass Google Motorola in Zukunft in Sachen Android bevorzugen werde, entkräftete der Konzern. Man habe nicht vor, die aktuelle Strategie zu ändern und wolle auch weiterhin alle Hersteller gleich behandeln.

Ich sehe in der Übernahme trotzdem eine große Chance für Google, Android noch erfolgreicher zu machen als es ohnehin schon ist.
Denn als großer Nachteil (auch im Gegensatz zu Apple und iOS) wird immer die Offenheit deklariert, die es den einzelnen Herstellern ermöglicht, die Oberfläche anzupassen. Dadurch kommt es zu teils sehr langen Verzögerungen bei der Bereitstellung von Updates. Wirklich reines und unangetastetes Android erhält man nur bei den Google Nexus-Geräten, die auch die Updates direkt und sehr schnell von Google erhalten.

Zudem haben die Geräte sehr starke Unterschiede in der Hardwareausstattung, sodass Geräte, die knapp über ein Jahr alt sind, unter Umständen nicht mehr stark genug für die neuste Android-Version sind. Oder aber die Hersteller wollen sich nicht die Mühe machen, die neue Version an ihr System anzupassen. Dafür gibt es genug Negativbeispiele wie z.B. ganz aktuell das Samsung Galaxy S.

Hier könnte Google mit Motorola ansetzen. Denn bisher stellten die Nexus-Geräte immer die Oberklasse der Smartphone-Generation dar und waren dementsprechend teuer, wie auch das aktuelle Samsung Galaxy Nexus.

Meines Erachtens wäre es sehr förderlich für Google, wenn nun mit Motorola verschiedene Modelle in allen Preisklassen, also auch Einsteiger-Geräte, eingeführt werden, die alle reines Android bekommen. Diese Modelle sollten dann über einen längeren Zeitraum von Google mit Updates versorgt werden. Dann würden nicht nur die Leute davon profitieren, die bereit sind, viel Geld auszugeben, sondern im Grunde alle. Das kann der Android eigentlich nur guttun.

Den anderen Herstellern sollte natürlich wie bisher Android offen zur Verfügung gestellt werden, sodass sie weiterhin die Möglichkeit haben, ihre Geräte damit auszustatten und es nach eigenem Belieben zu verändern.

Mit dieser Lösung würde man sowohl die Offenheit beibehalten und anderen Herstellern ermöglichen, Android auf ihren Geräten bereitzustellen und auch zu verändern; aber trotzdem hätte man ein eigenes Portfolio mehrerer Geräte aus verschiedenen Preisklassen, bei denen sowohl Hardware als aus Software aus einer Hand kommen und die optimal aufeinander abgestimmt sind.

Bitte beachtet: Ich weiß nicht, was genau Google plant und ich habe auch nirgendwo irgendwelche Andeutungen in diese Richtung gelesen. Es entspringt allein meinen Gedanken und ist ein Wunschdenken. Auch wenn Google sicher keine Rücksicht auf mich nehmen wird. 🙂