Archiv der Kategorie: Computer + IT

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Windows 10 – Ein paar erste Worte

Windows 10 Wallpaper
Windows 10 Wallpaper

Leider konnte ich mich bisher aus privaten Gründen nicht so intensiv mit Windows 10 beschäftigen und alles bis ins Detail erforschen. Und ich bin mir auch gar nicht sicher, ob ich das wirklich will. Mittlerweile ist der ganz große Spieltrieb bei mir weg; ich freue mich zwar über jede neue Windows-Version und installiere mir sie auch recht schnell, aber das ganz große Interesse, jeden noch so kleinen Kniff zu kennen und so weiter, ist nicht mehr so da. Das System muss einfach laufen, meine Anwendungen müssen problemlos funktionieren und damit ist auch fast gut. (Was nicht heißt, dass ich nicht trotzdem an verschiedenen Infos interessiert bin und ich viele Artikel lese, die mir über den Bildschirm laufen, nur jage ich diesem Wissen einfach nicht mehr so nach wie früher.)
Also, obwohl ich noch nicht so tief in Windows 10 abgetaucht bin, hier mal ein paar erste Worte meinerseits, schließlich muss ich ja etwas schreiben, solange das Thema noch so halbwegs frisch ist und es wohl noch ein paar Tage dauern wird, bis ich mehr Zeit habe. Und ich muss ja auch auf die Anmerkungen meines Bruders reagieren, der das ganze als Linux-User aus heidnischer Sicht sieht. 🙂

Installation / Upgrade
Anfangs ging man davon aus, dass beim Upgrade-Vorgang der Key der bisherigen Windows-Version umgewandelt wird. Und da ich meinen 8.1-Key gerne noch als solchen behalten wollte, habe ich mir zuerst Windows 7 Professional installiert, aktiviert und von dort mittels ISO den Upgrade-Vorgang angestoßen. Jetzt weiß ich, dass es unnötig war, erst Windows 7 zu installieren, denn der Key wird nicht umgewandelt, aber sei’s drum.
Die ganze Installation von Windows 10 ging dann sehr flott und ohne große Eingaben – im Grunde so wie man es schon von 8.1 kennt. Ich habe diese Upgrade-Installation aber nicht groß genutzt, sondern einfach nur geschaut, ob Windows 10 nach dem Upgrade aktiviert war und sofort mit der ISO vom USB-Stick einen Clean-Install durchgeführt. Auch da war Windows 10 sofort aktiviert.
Bei der Ersteinrichtung während der Installation sollte man ein wenig aufpassen und nicht die Express-Einstellungen verwenden, sondern sich schon die Mühe machen, etwas zu lesen und gerade die Datenschutz-Einstellungen nach eigenem Gutdünken anpassen.

Aktivierung / Lizenz
Wie ich oben schrieb, wird die alte Lizenz nicht umgewandelt. Man braucht für Windows 10 sogar überhaupt keinen Key mehr, sofern man upgegradet hat. Beim Upgrade-Vorgang wird eine Hardware-ID erstellt und auf dem Lizenzserver abgelegt – zusammen mit der Info, dass diese ID berechtigt ist, Windows 10 Home oder eben Pro zu aktivieren. Bei allen zukünftigen Installationen mit dieser Hardware wird Windows 10 immer sofort automatisch aktiviert sein (sobald eine Internetverbindung besteht).
Nicht ganz klar ist, was passiert, wenn sich die Hardware ändert. Bei kleinen Änderungen wie dem Tausch des Arbeitsspeichers oder der Grafikkarte, ändert sich die ID in der Regel nicht bzw. nicht so stark. Anders sieht es aus, wenn man das Mainboard tauscht oder eben einen ganz neuen PC hat. Wie sich das mit der Aktivierung hier verhält, ist noch ungewiss. Einige Quellen gehen davon aus, dass die automatische Aktivierung dann zwar zunächst fehlschlagen wird, aber ein Anruf bei der Aktivierungshotline dann Abhilfe schaffen soll. Wie genau das wird, muss man aber abwarten. Microsoft selbst hält sich diesbezüglich mit Infos noch sehr zurück.
Trotzdem finde ich die Idee mit der Hardware-ID gar nicht so verkehrt. Sofern die Übertragung auf andere Hardware problemlos klappt, ist dies sicher ein Schritt in die richtige Richtung, denn es erspart die Eingabe des Keys.

Allgemeines
Wie gesagt bin ich bisher nicht tief ins System vorgedrungen, aber der allgemeine Umgang mit Windows 10 gefällt mir bisher recht gut. Die Performance ist auf keinen Fall schlechter als unter Windows 8.1, der Bootvorgang erscheint mir sogar schneller. Alle Programme, die ich nutze wie Office, Lightroom, Photoshop laufen problemlos. Auch bisher getestete Spiele unter Steam haben keine Probleme verursacht. Da Windows 10 kein SecureRom mehr unterstützt, laufen alte Spiele nicht mehr, die diesen Kopierschutz verwenden, was für diese Leute natürlich äußerst ärgerlich ist, aber mich nicht weiter stört.

Startmenü
Zugegeben, ich benötige das Startmenü als solches so gut wie nie. (Deshalb haben mich auch die Kacheln unter Window 8 nie gestört.) Die Programme, die ich täglich nutze, liegen entweder auf dem Desktop oder sind in der Taskleiste angepinnt. Und wenn ich doch mal ein anderes Programm starten will, dann drücke ich einfach die Windows-Taste und gebe die ersten Buchstaben des Programmnamens ein und drücke auf Enter, sobald die Software in der Suche erscheint.
Trotzdem finde ich die Idee, eine Art klassisches Startmenü mit der ModernUI zu verknüpfen. So hat man die Vorteile beider Seiten kombiniert: Die Startmenü-Fetischisten haben ihr Menü wieder, aber auch Live-Kacheln sind auf Wunsch sichtbar. Sehr gelungen meiner Meinung nach. Z.B. kann man sich leicht das Wetter in der Kachel anzeigen lassen.

Windows 10 Startmenü
Windows 10 Startmenü

Mitteilungszentrale
Die Mitteilungszentrale hat mir noch nicht allzu viel gemeldet, aber das liegt daran, dass ich noch nicht groß mit Apps rumgespielt habe und die meiste Software noch nicht für Windows 10 dahingehend angepasst wurde. Ich nutze aber z.B. den Messenger Telegram, der in der aktuellen Version bereits in der Lage ist, Benachrichtigungen dort anzuzeigen. Wenn im Laufe der Zeit auch andere Software die Unterstützung erhält, wird das sicher eine ganz angenehme und sinnvolle Sache, alle Benachrichtigungen dort zu bündeln.

Windows 10 Benachrichtigungen
Windows 10 Benachrichtigungen im Infocenter
Benachrichtigungen auf dem Desktop
Benachrichtigungen auf dem Desktop

Systemsteuerung / Einstellungen
Unter Windows 8 gab es schon die Einstellungen in der Modern UI neben der Systemsteuerung. Für diese Inkonsistenz gab es viel Kritik – zu recht. Auch unter Windows 10 gibt es aktuell noch beides parallel, wobei so nach und nach mit kommenden Updates die klassische Systemsteuerung wohl verschwinden soll. Viele Einstellungen finden sich demnach auch nur noch im neuen Einstellungen-Menü. Das ist schon eine deutliche Verbesserung zu Windows 8.1. Und auch wenn ich persönlich nach wie vor die alte Systemsteuerung favorisiere, so denke ich, dass ich später gut mit den neuen Einstellungen leben kann, sofern denn wirklich alles gut umgesetzt wird. Aktuell ist es noch etwas halbgar, und teilweise weiß man nicht, wo sich jetzt welche Einstellung befindet.

Systemsteuerung - z.B. Windows Update fehlt
Systemsteuerung – z.B. Windows Update fehlt
Die neuen Einstellungen
Die neuen Einstellungen

Updatezwang
Windows 10 unterliegt dem Update-Zwang. Das heißt, dass Microsoft neue Updates einfach installiert, das lässt sich so ohne weiteres auch nicht verhindern. Gerade die Nutzer der Home-Version können sich dagegen aktuell gar nicht wehren. Dort werden sogar die Apps ohne Nachfrage immer aktuell gehalten. Das ist natürlich eine Bevormundung und ein Eingriff in die Nutzungsfreiheit und das finde ich entsprechend auch nicht toll. Jeder sollte selbst entscheiden können, wann er welche Updates installiert. Gerade bei den Apps, wenn es mal wieder eine Verschlimmbesserung durch ein Update gibt, das man dann vielleicht nicht haben möchte. Aber ich verstehe hier Microsoft auch ein wenig, denn es hilft, Sicherheitslücken flächendeckend besser zu schließen.
Nutzer der Pro-Version können immerhin über eine Richtlinie im entsprechenden Editor aktuell noch eine Einstellung vornehmen, sodass die Updates nicht automatisch installiert werden. Das habe ich auch gleich aktiviert. Ich warte immer gerne zwei bis drei Tage, bis ich die Updates installiere, denn zu häufig gab es da in letzter Zeit Probleme.

Nutzer der Pro-Version können mit einem Kniff die automatischen Updates deaktiviernen
Nutzer der Pro-Version können mit einem Kniff die automatischen Updates deaktiviernen

Datenschutz
Was das Thema Datenschutz betrifft, steht Microsoft gerade ziemlich in der Kritik. Windows 10 sei eine Datenkrake. Leider ist das auch so – was ich nicht gutheiße. Es lässt sich nicht abstreiten, dass Microsoft ziemlich viele Daten sammelt – natürlich nur, um die Usability zu verbessern (und wer sollte daran zweifeln). Einiges lässt sich in den Einstellungen deaktivieren, aber eben nicht alles. Und das sind wohl auch die größten Kritikpunkte. Zum einen ist es Opt-Out. Wenn man nichts unternimmt, sammelt Microsoft die Daten, man muss aktiv werden und es unterbinden. Und das geht eben nur ein einem gewissen Rahmen. Alles lässt sich einfach nicht deaktivieren.

Datenschutz - nicht alles lässt sich deaktivieren
Datenschutz – nicht alles lässt sich deaktivieren

Wie ich schon sagte, empfinde ich das durchaus als Sauerei, die man ruhig in der Deutlichkeit kritisieren darf und sollte. Aber man sollte hier auch nicht in Paranoia verfallen und darauf rumhacken, wie es natürlich gerade die Apple- oder Linux-User tun, die hier wieder gefundenes Fressen haben, um Windows schlecht zu machen. Immer wieder liest man in diversen Kommentaren zu dem Thema, dass man selbst schuld sei, wenn man Windows nutzt. Schließlich gibt es doch viel bessere Systeme, die eben keine Daten sammeln. Nun ja, das mit dem besser muss jeder selbst entscheiden, aber Daten sammeln tun die meisten System. Sei es nun Apple oder auch Google. Und Facebook werfen sowieso die meisten Leute ihre Daten freiwillig in den Hals. Also bitte: Augen auf und kritisieren ja, aber schlechtreden halte ich für unangebracht.

Vorinstallierte Apps
Unter Windows 10 sind einige Apps vorinstalliert. Einige davon lassen sich einfach deinstallieren, andere aber leider nicht. Und auch das ist für mich ein Unding. Sicher gibt es das auch bei Android oder iOS. Gewisse „System-Apps“ sind halt da und unlöschbar. Aber da war Windows eben bisher erfreulicherweise anders, offener. Leider ist das nun nicht mehr so. Einige der Apps wie Mail, Kalender, Musik, Filme etc. lassen sich eben nicht mehr einfach deinstallieren. Zumindest nicht über den normalen Weg. Da muss man schon zu härteren Mitteln greifen und mit der PowerShell arbeiten. Das ist natürlich nur etwas für erfahrene User und auch nicht gänzlich ungefährlich. Schließlich kann man nie wissen, welche App vielleicht doch tiefer in Windows verzahnt ist, wodurch es beim „harten“ Entfernen später vielleicht zu Problemen führen kann. Hier muss ich sagen: Microsoft, das geht besser!

Manche System-Apps lassen sich nicht deinstallieren
Manche System-Apps lassen sich nicht deinstallieren

Windows-Fotoanzeige
Die Windows-Fotoanzeige ist an sich ziemlich schlecht. Gerade Fotografen sollten sie meiden, da sie keine Profile unterstützt und die Bilder schon mal ganz anders aussehen können, als man sie in Lightroom oder Photoshop bearbeitet hat. Trotzdem ist sie ein gutes Werkzeug, um sich auf die schnelle mal Fotos anzuschauen, wenn es nicht um genaue Farbdarstellung etc. geht. Leider gibt es die Windows-Fotoanzeige unter Windows 10 nicht mehr. Bilder werden standardmäßig mit der Fotos-App geöffnet.
Nun, dass es die Fotoanzeige nicht mehr gibt, ist nicht ganz richtig. Sie ist nur nicht mehr ohne Weiteres aufrufbar. Mit einem kleinen Registry-Trick bekommt man sie zurück.
Ich finde es schade, dass die Fotoanzeige nicht mehr standardmäßig nutzbar ist. Nutzer, die keine Erfahrung mit der Registry haben, müssen also mit der Fotos-App vorlieb nehmen – oder sich nach einer anderen Lösung umsehen.

Fazit
Zusammenfassend lässt sich wohl sagen, dass mir Windows 10 trotz definitiv vorhandener Schwächen im Bereich Datenschutz und „Zwänge“ sehr gut gefällt. In vielen anderen Bereichen ist es definitiv ein Schritt nach vorne. Ich bereue das Upgrade nicht. Und Windows 10 wird mit Sicherheit mein Daily Driver. Vor allem, wenn es durch kommende Updates immer weiter verbessert wird.

So, das soll es dann auch erstmal gewesen sein. OK, für ein paar erste Worte wohl etwas lang geworden, aber OK, ich hoffe, ihr seid nicht eingeschlafen … 🙂

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Lightroom: Smart-Sammlung mit Virtuellen Kopien

Eine tolle Funktion in Lightroom sind Sammlungen, mit denen man Bilder nach Belieben gruppieren kann, ohne dafür die Bilddatei an sich verschieben oder kopieren zu müssen. Will man zum Beispiel Bilder aus verschiedenen Ordnern bei einem Bilderdienst bestellen, so kann man diese Bilder zunächst einmal einfach in eine Sammlung zusammenfassen und von dort dann gegebenenfalls noch bearbeiten oder mit bestimmten Einstellungen exportieren.

Insbesondere die Smart-Sammlungen sind eine mächtige Funktion. Damit lassen sich Bilder nach bestimmten definierbaren Kriterien automatisch in eine bestimmte Sammlung packen. Diese Smart-Sammlungen sind dabei dynamisch und neue Bilder, die diesen Kriterien entsprechen, werden immer sofort automatisch dieser Sammlung hinzugefügt.
Zum Beispiel habe ich Smart-Sammlungen angelegt, in denen die Dateien eines bestimmten Typs gruppiert werden, also TIFFs, PSDs oder auch JPGs. Eine Erstellung derartiger Smart-Sammlungen ist recht einfach, da die Kriterien einfach ausgewählt werden können.

Wenn ich mit Bildern, die ich bereits nach meinem Geschmack entwickelt habe, ein wenig herumexperimentieren möchte, mache ich das gerne mit Virtuellen Kopien, um die „Masterdatei“ nicht mit zu vielen Bearbeitungsschritten unübersichtlich zu machen (ist vielleicht unnötig, denn das ist ja gerade ein Vorteil von Lightroom, aber mir gefällt es so besser). Wenn die Experimente abgeschlossen sind und ich zu keinem guten Ergebnis gekommen bin, lösche ich die Virtuelle Kopie wieder, was aber schnell vergessen werden kann.

Daher kam mir der Gedanke, eine Smart-Sammlung anzulegen, die eben alle Virtuelle Kopien zusammenfasst. Leider ist im Dialog zur Erstellung von Smart-Sammlungen nicht so einfach ersichtlich, wie eine derartige Sammlung zu realisieren ist. Man muss ein wenig „um die Ecke denken“. Hier die notwendigen Schritte:

Man geht in die Sammlungen und wählt dort über das +-Symbol auf Smart-Sammlung erstellen.

Neue Smart-Sammlung erstellen
Neue Smart-Sammlung erstellen

Im sich öffnenden Fenster gibt man oben den Namen der Sammlung ein. Sinnvoll ist hier ein Name wie „Virtuelle Kopien“.

Smart-Sammlung Virtuelle Kopien
Smart-Sammlung Virtuelle Kopien

Ob man die Sammlung innerhalb eines Sammlungs-Satzes platziert, ist natürlich jedem freigestellt. Wichtig sind die Einstellungen bei den Regeln. Im Dropdown-Menü des ersten Feldes geht man unter „Dateiname/Typ“ auf „Name der Kopie“.

name_kopie

Im zweiten Feld wählt man die unterste Option „ist nicht leer“ und klickt dann unten auf „Erstellen“.

nicht_leer

Schon ist die Smart-Sammlung fertig und sofern virtuelle Kopien im Katalog vorhanden sind, werden diese sofort in der Sammlung angezeigt.

Leider kann man die Virtuellen Kopien hier nicht direkt löschen, doch immerhin ist es dank dieser Sammlung nun kein Problem mehr, Virtuelle Kopien ausfindig zu machen. Will man sie löschen, so kann man mit der rechten Maustaste auf die Kopie klicken und dort im Menü weiter oben die Option „Gehe zu Ordner in Bibliothek“ wählen. Dort kann man dann löschen.

ESET NOD32 – mein erstes Premium-Antivirus

Ich habe es getan. Zum ersten Mal in meinem Leben. Geld für ein Anti-Viren-Programm ausgegeben.

Damals, zu Windows XP-Zeiten (oh ja, ist lange her), habe ich eine ganze zeitlang auf Avira gesetzt und war auch recht zufrieden. Doch dieses Popup, das bei jedem Update der Signaturendatenbank austauchte und freundlich darum bat, doch die kostenpflichtige Version zu nutzen, ging mir mit der Zeit immer mehr auf den Wecker. Seit Windows 7 habe ich dann das Tool von Microsoft genutzt, die Microsoft Security Essentials. Unter Windows 8 ist dieser Anti-Viren-Scanner ja bereits unter dem Namen Windows Defender komplett integriert. Der schöne Vorteil dabei ist die totale Integration in Windows. Man sieht es nicht, man bemerkt es nicht, und trotzdem ist es da. Und tut seine Arbeit. Ohne nennenswerten Einfluss auf die System-Performance.

Nimmt man diverse Tests als Maßstab, ist diese Arbeit aber nicht wirklich gut. Erkennungsraten jenseits von Gut und Böse. Ich habe trotzdem noch nie einen Virus gehabt. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, dass der Windows Defender die einfach nicht findet. Selbst Microsoft selbst spricht beim Defender nur von einem Basisschutz und empfiehlt die Nutzung eines separaten Anti-Viren-Tools. Dennoch bin ich eigentlich immer noch der Meinung, dass der Defender ausreicht, wenn man seinen Verstand benutzt, während man sich im Internet aufhält.

Trotzdem habe ich mich in der letzten Zeit mit diesem Thema beschäftigt und einiges gelesen. Ich wollte doch auch mal einen „Pro-Virenscanner“ haben. Neben ordentlichen Schutzwerten kam es mir dabei besonders auf die Beeinträchtigung des Systems an. Und dass es eben keine aufdringlichen Fenster gibt. Schließlich habe ich mich für ESET NOD32 Antivirus 2015 entschieden und die Testversion installiert, die 30 Tage nutzbar ist. Ein kleiner Artikel aus der aktuellen c’t (26/2014) hat mich letztendlich dazu gebracht. Nicht der Test an sich, denn davon halte ich nicht so viel, aber der beschreibende Text. Dort wurde unter anderem gesagt, dass die Auswirkungen auf das System in Sachen Performance kaum vorhanden seien, und vom Schutz spielt ESET mit sehr guten Werten in der obersten Liga mit. Außerdem war das Programm gerade bei einem großen Online-Händler für 21 € für eine 3er Lizenz zu haben. Quasi 7 € für eine Lizenz also. Das fand ich fair.

ESET NOD32 Antivirus 2015
ESET NOD32 Antivirus 2015

Vor dem Kauf habe ich aber wie gesagt die Testversion installiert und wollte mir selbst ein Bild davon machen, wie die Performance des Systems „leidet“. Ich habe vor der Installation die Benchmarks PCMark8, 3DMark und Cinebench durchlaufen lassen und eben nach der Installation, sogar während die Überprüfung lief.

Hier die Ergebnisse:
PCMark8 vorher: 3802 Punkte

PCMark8 vorher: 3802 Punkte
PCMark8 vorher: 3802 Punkte

PCMark8 nachher: 3787 Punkte

PCMark 8 nachher: 3787 Punkte
PCMark8 nachher: 3787 Punkte

3DMark vorher: 3958 Punkte

3DMark vorher: 3958 Punkte
3DMark vorher: 3958 Punkte

3DMark nachher: 3949 Punkte

3DMark nachher: 3949 Punkte
3DMark nachher: 3949 Punkte

Cinebench vorher: 751 Punkte

Cinebench vorher: 751 Punkte
Cinebench vorher: 751 Punkte

Cinebench nachher: 744 Punkte

Cinebench nachher: 744 Punkte
Cinebench nachher: 744 Punkte

 

Das Ergebnis: Nach der Installation von ESET NOD32 sind die Werte in sämtlichen Benchmarks um ein paar Punkte geringer ausgefallen. Aber die „Verschlechterung“ der Performance liegt jeweils bei unter 1 Prozent. Ich denke schon, dass das eine Auswirkung von ESET NOD32 ist, aber man könnte bei der geringen Abweichung durchaus auch von Messtoleranzen sprechen. In der Theorie scheint es minimale Einbußen in Sachen Performance zu geben, in der Praxis dürften die aber unmerklich sein.

Ich auf jeden Fall war überzeugt. Und es gibt auch keine Popups, außer einem dezenten Hinweis, wenn ein Update der Signaturen gemacht wurde, der sich aber auch deaktivieren lässt.

Update-Popup
Update-Popup

Die Oberfläche ist ziemlich spartanisch, was ich aber gut finde. Die Software muss halt einfach schützen, eine große, besonders schöne und bunte GUI brauche ich da nicht, da soetwas ja auch unnötig Ressourcen benötigt.

Startseite
Startseite
Weitere Tools
Weitere Tools

Es gibt diverse Einstellungsmöglichkeiten, wobei die Default-Werte absolut in Ordnung sind. Einen Vergleich zu anderer Software habe ich nicht, aber ich wüsste jetzt nicht, dass mir irgendetwas Wichtiges fehlt.

Erweiterte Einstellungen
Erweiterte Einstellungen

Da mir so spontan nichts groß Negatives aufgefallen ist, habe ich mir ESET NOD32 kurzerhand gekauft. Aktuell läuft noch die Testphase, die ich auch auskosten will, bevor ich die Lizenz aktiviere. Aber danach ist mein PC erstmalig ein ganzes Jahr lang von einem „Premium“-Anti-Viren-Programm geschützt.

Achja, falls der Windows Defender (respektive Microsoft Security Essentials) wirklich so schlecht ist, dann hat er zumindest nicht bei mir versagt. Die Überprüfung meiner kompletten Daten hat nämlich keinen Virus gefunden. Dann hätte ich wohl einfach weiter dabei bleiben und mir das Geld sparen können … 😉

Unitymedia – Ein paar Worte zum Service

Der Service von Unitymedia genießt nicht gerade den besten Ruf. Gut, das geht eigentlich allen Providern so, aber gerade Unitymedia scheint ja besonders oft sein Fett weg zu bekommen – so zumindest mein Eindruck. An dieser Stelle will ich dazu aus gegebenem Anlass mal ein paar Worte verlieren.

Mit uns zusammen ist am 05.09.2014 auch unser Anschluss bei Unitymedia umgezogen. Wir beziehen dort 2play, also Internet & Telefon.

Der Umzug ging reibungslos vonstatten, sogar am Wunschtermin, obwohl mir im Vorfeld auf Nachfrage gesagt wurde, ein Wunschtermin sei nicht möglich. Es würde einfach jemand kommen.

Die ersten Geschwindigkeitsmessungen der Leitung waren dann auch sehr gut, es kam sogar mehr an als die versprochenen 100 Mbit/s. Soweit war also zunächst alles gut.

Leider musste ich in den folgenden Tagen feststellen, dass die Verbindung instabil war. Fast täglich gab es Unterbrechungen – mal nur für ein paar Minuten, mal (wenn auch selten) aber bis zu 2 Stunden. Recherchen am Smartphone haben dann gezeigt, dass auch andere Kunden zu der Zeit Probleme hatten, also habe ich mir da nichts weiter bei gedacht und wollte abwarten. Nach vier Wochen hatte ich dann aber genug und habe eine Störungsmeldung bei Unitymedia aufgegeben mit der Log-Datei aus der FritzBox, die die Unterbrechungen aufzeigte.

Das war Montag, also am 06.10. Gleich Dienstag kam per SMS die Ankündigung, dass ein Techniker nötig wäre und die Firma Einkabel sich bei mir melden würde. Heute, also wieder nur einen Tag später, riefen die Jungs von Einkabel auch schon an und machten direkt für den späten Nachmittag einen Termin aus. Vor Ort brauchten die auch nicht lange, um festzustellen, dass der Kollege beim Umzug wohl nicht aufmerksam war und die Dämpfung viel zu hoch war. Das Modem musste viel Kraft aufwenden, um die Verbindung überhaupt aufzubauen und zu halten. Da seien Unterbrechungen kein Wunder.

Nachdem also etwas am Hauptverteiler umgestellt worden war, ergab die Messung an der Anschlussdose sehr gute Ergebnisse, die Unterbrechungen sollen nun Geschichte sein.

Ich habe dann eben auch gleich wieder einen Speedtest gemacht und zum Glück hat sich die Geschwindigkeit nicht verschlechtert.

Unitymedia - Speedtest nach Störungsbehebung
Unitymedia – Speedtest nach Störungsbehebung

Ob das Problem nun wirklich dauerhaft behoben ist, muss sich natürlich erst noch zeigen. Aber unabhängig davon bin ich sehr zufrieden, wie das Ganze abgelaufen ist. Von der Meldung bis zur Behebung sind gerade mal 48 Stunden vergangen. Ich denke, da kann man nicht groß klagen.

Also: Der schlechte Ruf von Unitymedia wird sicherlich seine Gründe haben, ich für meinen Teil bin aber bisher immer zufrieden gewesen.

Windows 8.1 – WLAN-Verbindungen verwalten

Wer mich kennt, weiß, dass ich überzeugter Windows-Nutzer bin. Auch Windows 8 nutze ich seit der ersten Stunden und war trotz der vielen Mängel und Unzulänglichkeiten für Desktop-User und Maus-Bediener schon von Anfang damit recht glücklich. Denn ich bin jemand, der durchaus bereit ist, seine eigene Arbeitsweise anzupassen und trauere alten Dinge in der Regel nicht nach – oder zumindest nicht lange. Außerdem bleibt die Zeit nicht stehen, es gibt es überall Veränderungen im Leben – warum nicht auch in der Bedienung unserer Computer? Und mal ehrlich, mit Windows 8.1 Update 1 ist Windows 8 wieder deutlich besser geworden …

Aber natürlich gibt es auch in meinen Augen Sachen, wo Microsoft einfach Mist baut. Womit wir wieder beim Thema wären. Und das ist etwas, was (ausnahmsweise mal) unter Windows 8 noch besser war als unter 8.1 – die Verwaltung von WLAN-Verbindungen. Oder – wie es unter Windows bisher so schön hieß – Drahtlosnetzwerken.

Gab es unter Windows 8 (und unter Windows 7 natürlich auch) in der Systemsteuerung -> Netzwerk- und Freigabecenter noch den Punkt „Drahtlosnetzwerke verwalten“, so ist dieser unter Windows 8.1 verschwunden. Früher sah man hier eine Liste mit allen gespeicherten WLANs, konnte die Eigenschaften ändern und vor allem ein WLAN löschen, das z.B. nicht mehr verwendet wird.

Netzwerk- und Freigabecenter
Netzwerk- und Freigabecenter
Drahtlosnetzwerke verwalten
Drahtlosnetzwerke verwalten

Das alles geht unter Windows 8.1 nun nicht mehr so einfach über die Benutzeroberfläche der Systemsteuerung.  Nein, man muss leider auf die Eingabeaufforderung zurückgreifen. Aufgefallen ist es mir eher zufällig, weil ich einem Kollegen sein Notebook mit Windows 8.1 eingerichtet habe und dabei mein WLAN genutzt habe, das ich aber danach wieder entfernen wollte. Vergeblich habe ich nach der Drahtlosnetzwerkverwaltung gesucht, bis eine kurze Google-Suche mir Klarheit verschafft hat.

Die benötigten Befehle liefert Microsoft natürlich auf einer Hilfeseite:

Löschen eines Profils:
netsh wlan delete profile name=“ProfileName“

Anzeigen aller Funkprofile auf dem PC:
netsh wlan show profiles

Anzeigen eines Sicherheitsschlüssels:
netsh wlan show profile name=“ProfileName” key=clear

Ist natürlich alles kein Problem, und so oft wird man diese Funktionalität wohl nicht brauchen, und ja, die Eingabeaufforderung hat in vielen Hinsichten ihre Vorteile und wird bei Admins gerne genutzt (geht manchmal auch nicht anders), aber warum man bei einem modernen Betriebssystem für so einfache Dinge wieder die „alte“ DOS-Box braucht, ist mir ein Rätsel …

OneNote jetzt kostenlos – Einrichtung der Synchronisation für mobile Geräte

Gute Nachricht für alle Notiz-Freunde: OneNote, das Notizprogramm aus dem Hause Microsoft, ist nun kostenlos zu haben. Für Windows war es bisher nur als Teil von Office verfügbar, für Mac ist es ganz neu. Außerdem gibt es Apps für Android, iOS und Windows Phone. Linux wird leider nicht unterstützt (welch Wunder). Dort könnte man jedoch auf die Web-App zurückgreifen, was zugegeben aber nur ein schwacher Trost ist.
Herunterladen könnt ihr euch OneNote unter http://www.onenote.com/.

Ich selbst bin schon lange überzeugter Nutzer von OneNote. Zwar war es bisher keine wirklich intensive Nutzung – dafür halte ich (leider) zu wenig fest – aber wenn ich mal Notizen gemacht habe, dann in OneNote. Handling und Optik gefallen mir einfach gut. Da ich unterwegs keine Notizen mache, kannte ich aber auch nur die Desktop-Anwendung für Windows, nicht die mobilen Apps.
Fairerweise muss ich dazusagen, dass ich keines der Konkurrenzprodukte (z.B. Evernote) getestet habe, da ich den Sync auf mobile Geräte einfach nicht brauchte.

OneNote 2010 unter Windows 7
OneNote 2010 unter Windows 7

Den kostenlosen Release von OneNote habe ich jetzt aber mal zum Anlass genommen, zum einen Ordnung in meine bisherigen Notizen zu bringen, zum anderen aber auch die Nutzung von OneNote auf meinem Android-Smartphone und iPad Air voranzubringen. Dazu sei gleich gesagt, dass man für die Nutzung der Apps zwingend ein Microsoft-Konto benötigt. Dort werden die Notizen auch gespeichert. Speichern der Daten lokal direkt auf dem mobilen Gerät ist nicht vorgesehen. Da ich aber ohnehin schon lange ein MS-Konto habe und auch in Windows 8.1 nutze, ist das für mich kein Problem.

Bei dem Sync der Notizen über diverse Plattformen hinweg muss man allerdings ein paar Dinge beachten.

Ich habe meine am Desktop erstellten Notizbücher bereits länger in meinem OneDrive-Ordner gespeichert, damit meine Notizen über die Cloud mit meinem Rechner im Büro synchronisiert werden. Und die OneDrive ist eben mein bevorzugter Cloud-Speicher. Daher ging ich davon aus, dass ich die Notizbücher einfach in den Apps auf den mobilen Geräten und in der Web-App öffnen und bearbeiten könnte. Doch Pustekuchen. Sie wurden mir dort gar nicht angezeigt, ich konnte auf den Synchronisieren-Button drücken, sooft ich wollte.
Ähnliches galt für die Web-App. Zwar konnte ich die Dateien in der Webansicht meiner OneDrive sehen, doch wenn ich ein Notizbuch öffnen wollte, wurde es einfach nur heruntergeladen.

Der Trick ist, dass man die Notizbücher erst quasi konvertieren muss, damit die Web-App und die mobilen Apps damit zurechtkommen. Bzw. müssen die Notizbücher erst freigegeben werden, das Konvertieren geschieht dann automatisch.

Dazu geht man in OneNote auf Datei -> Freigeben. Dort wählt man oben das entsprechende Notizbuch aus, wählt unter Freigeben in „Web“ aus und meldet sich unter Webspeicherort mit seinem Microsoft-Konto an. Dann sieht man die Ordner, die sich bereits auf der OneDrive befinden und kann den gewünschten auswählen. Abschließend ein Klick auf Notizbuch freigeben und ein kleiner Fortschrittbalken erscheint. Nach der Konvertierung kommt eine Meldung, dass die Freigabe erfolgreich war und die Frage, ob man andere per Mail darüber informieren möchte. Das kann man verneinen bzw. abbrechen.

Notizbücher freigeben
Notizbücher freigeben

Ein Blick in die entsprechenden Ordner zeigt dann auch, dass wirklich eine Kovertierung durchgeführt wurde. Die einzelnen Notizbücher und Abschnitte liegen nun nicht mehr als Ordner und Dateien auf der Festplatte, sondern sind komplett auf die OneDrive migriert. Man sieht nur noch eine Internetverknüpfung.

Die Konvertierung ist auch anhand der Dateien im Explorer sichtbar
Die Konvertierung ist auch anhand der Dateien im Explorer sichtbar

Auch in OneNote selbst sieht man, dass die Notizbücher nun richtig online in der OneDrive liegen. Die kleine Erdkugel am Buch-Symbol zeigt es an. Außerdem gibt es dort nun ein kreisförmigen Zeichen für die Synchronisierung samt einem Check, der die erfolgreiche Synchronisation anzeigt.

Man sieht, ob ein Notizbuch online freigegeben wurde oder nicht.
Man sieht, ob ein Notizbuch online freigegeben wurde oder nicht.

Sind alle gewünschten Notizbücher auf diese Weise online bereitgestellt worden, steht einem Zugriff über die Web-App und die mobilen Apps nichts mehr im Wege. Wie das in der jeweiligen App funktioniert, ist aber selbsterklärend. Man muss einfach die OneNote-App installieren und sich mit seinem Microsoft-Konto dort anmelden. Schon sollten nach einer kurzen Zeit der Synchronisierung sämtliche Notizbücher auftauchen.

Die OneNote-Apps sind sowohl für Android-Smartphones als auch für das iPad optisch keine Augenweide, aber sie erfüllen ihren Zweck. Dabei gefällt mir persönlich das flache Design der Android-Version besser. Die iOS-Version scheint auch nicht im iOS 7-Look angepasst zu sein. Hier seht ihr ein paar Screenshots.

OneNote auf Android-Smartphones
OneNote auf Android-Smartphones
OneNote auf dem iPad
OneNote auf dem iPad
Web-App - OneNote im Browser
Web-App – OneNote im Browser

Falls ihr also noch nach einer guten Notiz-App sucht, gebt OneNote eine Chance. Vielleicht gefällt es euch auch.