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Dokumentenarchiv mit OneNote

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Von Photonen und Bazillen

Wenn ich im Sommer morgens die Jalousien öffne und mir die Sonne ins Gesicht lacht, muss ich fast immer niesen. Dachte ich anfangs noch an Zufall, war mir dann doch recht schnell klar, dass es da einen Zusammenhang zwischen hellem Licht und dem Niesreiz geben musste.

Irgendwann habe ich dann auch mal irgendwo aufgeschnappt, dass man, wenn einem der Nieser in der Nase steckt und nicht wirklich raus will, einfach ins Licht zu schauen braucht, und schon fliegen die Bazillen. Das kann ich bestätigen, es ist bei mir tatsächlich so und wird von mir auch oft ausgenutzt. Ich war der Meinung, dass dieses Phänomen generell gilt und habe mir da keine tiefergehenden Gedanken zu gemacht.

Nachdem wir heute zufällig im Büro das Thema „Niesen“ hatten, habe ich spontan mal Google angeschmissen und siehe da – dieses Phänomen hat sogar einen Namen:

Es handelt sich um das ACHOO-Syndrom (Autosomal Dominant Compelling Helio-Ophthalmic Outbursts of Sneezing) – oder einfacher gesagt um den Photischen Niesreflex.

Dieser kann von Sonnenlicht aber auch von anderen hellen Lichtquellen ausgelöst werden und es sind 17 bis 35 % der Weltbevölkerung betroffen (Frauen häufiger als Männer). Es gibt verschiedene Stärken der Ausprägung; einige niesen zweimal (wie ich), andere sogar bis zu 20 mal, bis sich das Auge an das Licht gewöhnt hat. Dann stoppt der Niesreiz.

Die Ursache ist bis heute nicht abschließend erforscht, die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass bei den Betroffenen der Sehnerv und der unter anderem die Nasenschleimhaut regulierende Drillingsnerv zu nah beieinander liegen. Wird der Sehnerv durch Lichteinfluss gereizt, reagiert auch der Drillingsnerv und löst einen Photischen Niesreflex aus.

Das Ganze ist im Grunde vollkommen ungefährlich, unangenehm könnte es nur werden, wenn man mit dem Auto aus einem dunklen Tunnel herausfährt und direkt in die Sonne hineinfährt. Da muss man dann natürlich aufpassen.

Hier noch ein Video, das den Photischen Niesreflex visualisiert. Dort wird die oben erwähnte Erklärung schon als feststehende Ursache angenommen, was wohl nicht stimmt. Dennoch kann man mal reinschauen, da es leicht verständlich ist.

 

Quelle

Zahnspange – ein paar Monate später …

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, regelmäßig ein paar Gedanken zu meiner kieferorthopädischen Zahnspangenbehandlung festzuhalten. Und jetzt muss ich feststellen, dass seit dem letzten Beitrag dazu doch schon eine ganz schön lange Zeit vergangen ist. Macht aber nicht viel, denn oft passiert eine gewisse Zeit lang nicht viel und ständig wiederholen will ich mich ja auch nicht.

Gewisse „Fortschritte“ gab es dann aber doch. Also hier ein kleines Update in dieser Sache.

Neben den normalen Justierungen an den ganzen Drähten, um die Zahnstellung zu optimieren, wurde am 20. Februar 2014 (endlich) das durchgeführt, was mir schon von Anfang an angedroht worden war: Da mir ein Backenzahn fehlt, sollte ein Weisheitszahn freigelegt werden und diese Position übernehmen. Da lag ich also nun, mit schwer betäubtem Kiefer. Und musste miterleben, wie mir das Zahnfleisch mit Glühdrähten aufgebrannt wurde, um den Zahn freizusetzen. Gespürt habe ich dank der Betäubung davon relativ wenig, aber das Ruckeln und Knirschen und Schaben waren nicht gerade sehr angenehm. Und wenn man den Geruch vom eigenen brennenden Fleisch in die Nase bekommt, dann kann einem schon mal schlecht werden. Ein bisschen schummerig war mir dann zeitweise auch zumute. Das Ganze dauerte auch etwas länger, weil der Zahn doch noch tief drin saß. Zudem sind zwei Glühdrähte durchgebrannt, erst mit dem dritten klappte es. Nach erfolgreicher Freilegung bekam ich eine Einlage in den frisch entstandenen Krater, der mit Schmerzmittel durchtränkt war. Das sollte die Schmerzen ertragbar halten, allerdings auf Kosten des unangenehmen Zahnarztgeruchs. 😉 Aber OK, das ist in dem Moment nicht so wichtig. Und auch hier muss ich wieder sagen, dass die Schmerzen bei Weitem nicht so schlimm waren, wie mir im Vorfeld prognostiziert worden war. Auch wem Wechseln dieser Einlage alle paar Tage etwa 2-3 Wochen lang und beim gelegentlichen „Nachschaben“ hielt sich alles im Rahmen. Alles in allem habe ich die Behandlung recht gut weggesteckt. Nur am folgenden Wochenende ging es mir einen Tag lang nicht so gut. Wird wohl eine Folge davon gewesen sein.

Irgendwann kamen dann zu den bisherigen Bögen und Drähten auch durchgängige Bögen hinzu. Und unlängst, am 12.05. wurde dann oben ein sogenannter Konstruktionsbogen eingesetzt. Was genau der jetzt anders machen soll, weiß ich nicht. Er sieht nur anders aus und hat ein paar Spitzen, sodass ich wieder auf Wachs angewiesen bin, damit sich mein Fleisch innen nicht ständig aufschlitzt. Und wie man sagt, ist so ein Konstruktionsbogen der nächste Schritt. Na dann nur zu! Mir ist alles recht, was mich näher zum Ende der Behandlung führt. 🙂

Das soll es dann an dieser Stelle erstmal wieder gewesen sein. Vielleicht denke ich diesmal etwas früher an den Folgebericht …

Wahlhelfer 2014 – Meine Highlights

Ein Nebeneffekt der Arbeit im Öffentlichen Dienst ist wohl, dass man gerne als Wahlhelfer genommen wird. Zumindest ist das bei uns so – ich muss fast immer ran.

So auch gestern. Bei uns wurden gleich vier Wahlen gleichzeitig durchgeführt. Das Auszählen hat also länger gedauert als sonst, allerdings auch nicht so lange wie befürchtet. Gegen 20:30 Uhr waren wir fertig. Und hey, immerhin gab es 40 €. Jetzt bleibt abzuwarten, ob es zu einer Stichwahl bei uns kommt, falls ja, muss ich in drei Wochen wieder los.

Auch wenn so ein Wahltag im Wahlvorstand letztendlich ziemlich unspektakulär ist, so gab es gestern doch vier – ich nenne es mal – Highlights. Sowohl zum Lachen als auch zum Kopfschütteln.

Kopfschüttel-Highlight
Ein Ehepaar mittleren Alters kam gerade zu einem ungünstigen Zeitpunkt, als ausnahmsweise mal etwas mehr los war in unserem Wahllokal. Beide Wahlkabinen waren besetzt. Da forderten sie Kugelschreiber von uns und wollten ihre Stimmzettel einfach öffentlich im Raum ausfüllen. Das haben wir nicht erlaubt und darauf verwiesen, dass es in der Wahlkabine geschehen muss. Daraufhin zischten die nur „na dann eben nicht“ und haben uns ihre Wahlzettel um die Ohren gepfeffert. Leute gibts …

Kleines Kopfschüttel-Highlight
Ein junger Mann ging in die Wahlkabine und fragte uns kurz darauf, ob wir nicht einen Kugelschreiber für ihn hätten. Wir meinten, es wäre doch ein Bleistift dort. Er wollte aber doch zwingend einen Kugelschreiber haben, denn den könnten wir ja nicht wegradieren. Dass der Bleistift dort ein spezieller und dokumentenechter Bleistift war, hat ihn weder interessiert noch überzeugt. Und daran, dass wir überhaupt kein Interesse, Lust und Zeit dafür hatten, Stimmen zu fälschen, hat er wohl auch nicht gedacht …

Lacher-Highlight
Ein Ehepaar kam mit der Tochter und der Vater meinte ganz stolz, dass diese nun zum ersten Mal wählen dürfe. Nachdem sie ihre Stimmzettel ausgefüllt hatten, kramte der Vater mit den Zetteln in der Hand in seiner Tasche herum und holte sein Handy heraus. Wir schauten uns schon fragend an. Dann bat er seine Tochter, sich mit den Stimmzetteln an die Wahlurne zu stellen und er machte ein paar Fotos, während sie die Zettel durch den Schlitz gleiten ließ. Wirkte auf uns schon ein wenig albern, aber was soll’s. Die Leute hatten einen Migrationshintergrund – wer weiß, vielleicht ist Wählen für die noch etwas Besonderes …

Nachdenk-Highlight
Die Wahlbeteiligung ist zwar wohl leicht gestiegen, mit 48 % aber in meinen Augen immer noch miserabel.
Gegen 11 Uhr war ein älterer Herr zur Wahl da und fragte mich nach der Wahlbeteiligung. Zu dem Zeitpunkt waren ca. 110 Leute wählen gewesen, was knapp unter 10 % waren. Er meinte, es sei wirklich traurig. Früher habe man dafür gekämpft, endlich frei wählen und mitentscheiden zu dürfen und heute werde das Recht so verschmäht. Die Leute wüssten einfach nicht, welch ein Vorrecht sie hier haben bzw. würden es nicht schätzen. Nun ja, ich konnte ihm nicht widersprechen. Ich finde es auch unverantwortlich, nicht wählen zu gehen, weil man eben mal keine Lust hat oder „keine Ahnung hat, wen man wählen soll“.

Also, wie ihr seht habe ich nichts Besonderes erlebt bei der Wahl – war ja auch nicht zu erwarten – aber ein paar Gedanken wollte ich dann doch festhalten.

Fotografieren? – Nicht gut für die Erinnerung!

Einen kleinen Versuch mit 28 Personen durchführen und das Ganze dann eine „Studie“ nennen?! In meinen Augen lächerlich! Denn repräsentativ ist das auf keinen Fall!

Dennoch ist das Thema interessant und es liegt nahe, dass das Ergebnis tatsächlich die Wahrheit wiederspiegelt.

Durch die in Smartphones und Handys integrierten Kameras ist es heute jedem möglich, überall Fotos zu machen und so Erinnerungen festzuhalten.  Dadurch hat man Dinge zwar dauerhaft digital (oder später als Druck auf Papier) parat, aber man erinnert sich offenbar weitaus schlechter an das, was man gesehen hat. Für unser Gedächtnis ist es demnach nicht förderlich, wenn wir Dinge fotografieren.

Zu dieser Erkenntnis ist man an der Uni von Connecticut in eben der oben erwähnten „Studie“ mit 28 Teilnehmer gekommen. Die Probanden mussten sich im Universitätsmuseum 30 verschiedene Exponate ansehen. Die ersten 15 durften sie nur betrachten, die letzten 15 mussten sie zusätzlich fotografieren.
Am Tag danach wurden die Versuchspersonen nach dem Gesehenen befragt. Die ersten 15 Objekte, die „nur“ betrachtet worden waren, waren noch recht gut in Erinnerung; sich an die abgelichteten Objekte zu erinnern, stellte allerdings eine Schwierigkeit dar.

Als Fazit hält die Forscherin fest, dass Leute, die auf Technologie setzen, um Erinnerungen festzuhalten, die Aufmerksamkeit während des Geschehens vernachlässigen. Nach dem Motto: „Ich habs ja in der Kamera, warum sollte ich es mir noch zusätzlich merken.“

Wie gesagt, die „Studie“ an sich finde ich etwas lächerlich, das Ergebnis erscheint mir aber schlüssig. Denn mit Terminen verhält es sich ja ähnlich: Smartphones besitzen auch alle einen Kalender, in dem sämtliche Termin gespeichert werden können. Die Nutzer werden rechtzeitig vom Gerät erinnert. Auch das führt dazu, dass man sich auf das Handy verlässt und die Termine zu schnell aus dem Gedächtnis streicht.

Tja, was das Fotografieren betrifft, werde ich wohl damit leben müssen – und mich bemühen, trotzdem immer aufmerksam zu sein. Die Kalenderfunktion meines Smartphones nutze ich eher selten – Termine habe ich daher immer recht gut im Gedächtnis.

Quelle

Unser Urlaub in Bulgarien – ein Erfahrungsbericht

Vorab sei gesagt, dass dies ein Bericht aus meiner persönlichen Sicht ist. Das, was ich hier schreibe, muss nicht (und wird wohl auch nicht) auf ganz Bulgarien und die Leute dort zutreffen, aber es nun mal eine Erfahrung, die meine Frau und ich dort vergangene Woche während unseres Urlaubs gemacht haben.

Warum Bulgarien?
Bulgarien als Urlaubsort war eine sehr spontane Entscheidung. Eigentlich hatten wir für dieses Jahr keinen Urlaub mehr geplant, doch meine Frau wollte dann doch noch gerne kurzfristig in die Sonne. Daher haben wir noch schnell Last-Minute gebucht. Dass es zu Bulgarien kam, hat zwei Gründe. Zum einen mussten wir quasi das nehmen, was es noch gab, und viel war das nicht. Eine Option war eben Bulgarien, wozu uns unser Reisebüro des Vertrauens auch geraten hat. Das Wetter würde super werden, es gebe viel zu sehen usw. Zum anderen waren sowohl unsere Freunde als auch mein Bruder mit Familie letztes Jahr dort, und ihnen hatte es gefallen. Daher haben wir nicht lange gezögert, sondern einfach zugeschlagen, da es auch preislich recht attraktiv war.

Der erste Eindruck
Als wir in Varna aus dem Flugzeug gestiegen sind, war ich direkt etwas überrascht. Die Halle war sehr sauber und sah noch ziemlich neu aus. Später habe ich erfahren, dass das Gebäude erst vor drei Wochen geöffnet hat. Kaum aber hat man die neue Halle aber in Richtung Bus verlassen, verblasst dieser positive Eindruck. Die alten Terminals, die nun geschlossen sind, sehen sehr gammelig aus, als würden sie schon verfallen. Ich will nicht wissen, wie es dort drin aussieht bzw. aussah.

Straße und Verkehr
Ok, auch bei uns sind die Straßen nicht in bestem Zustand und wir beschweren uns oft darüber. Aber dort in Varna und Umgebung ist es wesentlich schlimmer. Überall sind Löcher, teilweise sogar richtig tief. Huckel und Dellen „runden“ das ganze ab. Angenehmes Autofahren ist Fehlanzeige. Das Fahrverhalten ist auch gewöhnungsbedürftig. Zwar wird dort an allen Ecken und Kanten die Vorfahrt genommen, aber man scheint das nicht übel zu nehmen. Die Fahrer auf der Vorfahrtsstraße bremsen sogar leicht ab. Wenn man sich etwas daran gewöhnt hat, ist diese Rücksichtnahme im Verkehr eigentlich sogar recht angenehm.

Die Umgebung um Varna und Sveti Konstantin
Unser Hotel war in dem kleinen Örtchen Sveti Konstantin. Vom Flughafen Varna mussten wir etwa 20-30 Minuten mit dem Bus fahren. Was soll man sagen? Schön ist die Gegend nicht. Wie bereits gesagt befinden sich die Straßen in sehr schlechtem Zustand. Aber was viel mehr auffällt ist, dass auch die Häuser – die bewohnten Häuser wohlbemerkt – größtenteils schrecklich aussehen. Wenn ich mich mal weit aus dem Fenster lehnen darf – hier bei uns würde niemand freiwillig in so ein Haus einziehen. Es sind zum großen Teil riesige Betonbauten, von denen die Farbe und noch viel mehr abblättert. Da es sich wie uns gesagt wurde um Eigentumswohnungen handelt und es doch ein paar Besitzer gibt, die ihre Wohnung etwas besser pflegen, sieht das Ganze noch seltsamer aus, da in einem riesigen Gebäude nur eine einzelne Wohnung gedämmt und neuer gestrichen ist. Ich muss ehrlich sagen, mir ist kein einziges Haus zu Gesicht gekommen, wovon ich sagen würde, dass es nicht schlecht aussieht. Alles grau, alt und schmutzig.
Das zieht sich so hin bis zu unserem Urlaubsort. Selbst die Hotels – mit drei oder vier Sternen dekoriert – sehen verfallen und wenig einladend aus. Lediglich ein paar schöne Ausnahmen wie auch unser Hotel.
Überhaupt hat man den Eindruck, dass auf Sauberkeit nicht viel wert gelegt wird. Beim Spazieren gehen durch die Straßen fällt auf, dass sehr viel Müll herumliegt. Offenbar werden dort viele Leute ihr Zeug einfach weg und niemand räumt da auf.
Da es sich bei Varna immerhin um die drittgrößte Stadt Bulgariens mit rund 340.000 Einwohnern handelt, verwundert mich dieses „Vernachlässigen“ dann doch ein wenig.
Überall auf den Straßen laufen streunende Hunde und Katzen herum. Die allerdings sehen doch komischerweise weitgehend recht gepflegt aus und lassen sich auch gerne streicheln.
Landschaftlich ist da auch nicht viel zu sehen. Zwar sieht man in der Ferne einige bewaldete Hügel, aber das war es dann auch.

Unser Hotel
Wir haben die Woche im Hotel Azalia in Sveti Konstantin verbracht. Das Hotel ist mit vier Sternen kategorisiert, was aber nichts heißen muss. Wir haben über TUI gebucht und dort hat das Hotel eine Weiterempfehlungsrate von 95 Prozent. So schlecht waren die Voraussetzungen also nicht. Und wirklich stach es schon optisch gleich radikal aus der Umgebung dort heraus. Denn es sah wirklich gut aus.

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Es ist von der Fläche her nicht wahnsinnig groß, die Zimmer verteilen sich bei neun Etagen eher in die Höhe. Dadurch sind alle Räume wie der Speisesaal oder die Lobby sehr schnell erreichbar. Ganz unten befindet sich der Wellnessbereich mit Pool, Sauna und Beauty. Die ganze Anlage war sehr sauber gehalten, da gibt es nichts zu sagen. Das Personal war sehr freundlich, aber sehr viel Kontakt hatte man außer beim Essen mit denen nicht.
Über das Essen im Hotel sind meine Frau und ich nicht einer Meinung. Ihr hat es alles sehr gut gefallen, auch wenn wir aus unseren anderen Urlauben etwas mehr Auswahl beim Büffet gewöhnt waren. Ich andererseits war nicht so zufrieden. Wie schon gesagt war die Auswahl nicht groß, gerade bei Obst hätte ich mehr erwartet. Es gab nur mal Weintrauben oder Äpfel. Das war es im Grunde schon. Auch haben sich die Gerichte oft wiederholt. Was ich aber am schlimmsten fand ist, dass das Essen nie wirklich warm war. Egal wann man zum Essen erschien – gleich bei Eröffnung des Büffets oder mittendrin – es war maximal lauwarm. Natürlich ist es nun mal der Nachteil beim Büffet, dass es nicht immer sehr heiß sein kann, aber sowas habe ich dann doch noch nie erlebt. Auch war das Fleisch – egal ob Schwein oder Huhn – immer ziemlich „durch“ gegart – und das ist noch positiv ausgedrückt. Mit anderen Worten, es war immer sehr trocken und zäh. Nur ein paar Mal war es gut gelungen.
Hinzu kommt, dass ich mir zuweilen echt Sorgen im die Bausubstanz gemacht habe. Für so viel Regen wie wir dort hatten, ist das Hotel wohl nicht gebaut. Wir mussten einmal gegen 1 Uhr nachts auf einem Zimmerwechsel bestehen, da Wasser von der Decke tropfte. Und wir waren nicht die einzigen Betroffenen. Durch den starken Wind klapperte vieles und für mich war es schwer, Schlaf zu finden, da man ständig befürchtet, dass einem die Decke auf den Kopf fällt.
Von anderen Stammgästen da haben wir erfahren, dass das Hotel sehr oft von bulgarischen VIPs genutzt wird, da dort auch Konferenzräume etc. sind. Da stehen vor dem Hotel wohl Ferraris und ähnliche Schlitten. Was diese Leute da an dem Hotel finden, ist mir wirklich schleierhaft. Es ist nicht schlecht, aber sehr gut auch nicht.

Der Strand
Wir hatten von Hotel aus unseren eigenen Strandbereich nur für Gäste des Hotels. Der Bereich war wie das Hotel sehr gepflegt und sauber. Es ist ein Sandstrand, wobei man allerdings auch ein wenig aufpassen muss wegen der Muscheln, die dort liegen und schon mal scharfkantig sein können. Aber das hat man ja überall. Über das Wasser konnten wir auch nicht klagen. Da das Schwarze Meer nicht ganz so salzhaltig ist wie die anderen Meere, ist es sogar angenehmer dort.

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Unterhaltung
Also wenn man auf Unterhaltung und Party aus ist, dann ist man im Hotel Azalia und generell in Sveti Konstantin am falschen Ort. Denn es gibt dort rein gar nichts. Es ist ein ruhiger Ort zum Relaxen, aber nicht um Party zu machen. Da wir das aber auch bewusst so wollten, ist das keine Kritik. Wer auf so etwas aus ist, wird wohl eher am Goldstrand ein Hotel beziehen. Das ist der bulgarische Ballermann.

Das Essen
Über das Essen im Hotel habe ich schon berichtet. Leider scheint das „Fleischproblem“ nicht nur auf das Hotel zuzutreffen. Wir waren zweimal auswärts essen und dort war es genauso. Einmal gab es Hähnchen-Schaschlik, der zum einen sehr fettig war, zum anderen aber trotzdem trocken. Dazu gab es Kartoffeln, die gar nicht gewürzt waren. Und satt wurde man auch nicht. Das zweite Mal gab es Filet vom Hähnchen, als Beilage Pommes. Die Menge war diesmal in Ordnung, wenn man es nur hätte essen können. Aber das Filet war so hart, das ging gar nicht. Und gewürzt war auch dieses Essen rein gar nicht!

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Die Leute
Wie soll man hierzu etwas schreiben, ohne jemanden anzugreifen oder zu beleidigen? Aber leider erschienen uns die Bulgaren – außer denen im Hotel – doch recht unfreundlich und abweisend zu sein. Überall waren nur düstere Mienen zu sehen. Selbst in den Geschäften, an der Kasse wurde man einfach abgefertigt, weiter nichts. Auch die Fahrer bei der Offroad-Tour oder die Busfahrer taten einfach ganz emotionslos ihren Job. Wir hatten bei der Offroad-Tour eine Gruppe von 12 Junggesellen dabei, die auf Spaß aus waren. Aber weder unsere Reiseleitung, die natürlich deutsch konnte, noch die Fahrer sind darauf eingegangen. Die haben einfach ihr Ding durchgezogen ohne irgendwie auf die Touristen einzugehen. Sinn für Humor konnten wir da nicht entdecken. Vielleicht erwarte ich zu viel, aber ich weiß, dass es sowohl auf Rhodos als auch in Spanien, wo wir ebenfalls schon waren, ganz anders war. Dort konnte man richtig Spaß auf den Unternehmungen haben. Und Kunden – was wir ja in Grunde waren – werden doch im Normalfall freundlich und lächelnd behandelt.
Weiterhin wird man dort auch ein wenig verschaukelt. Zuerst haben es uns nur die erwähnten Junggesellen berichtet, was als Nonsense hätte gewertet werden können, aber später habe ich selbst die Erfahrung gemacht. In einem Café wurde mir nicht das ganze mir zustehende Rückgeld zurückgegeben. Es war nicht viel, nur umgerechnet etwa 25 Cent, die ich ihm ohnehin gelassen hätte, und ich habe mich dazu nicht geäußert, aber in meinen Augen ist das ein Unding und Betrug!

Sehenswürdigkeiten
Hier scheint es auch nicht viel zu geben, wobei ich da nicht zu viel sagen kann. TUI hat dort ein paar Ausflüge im Programm. Wir haben zum einen eine Offroad-Tour gemacht, um das Hinterland zu besichtigen. Das hat zwar Spaß gemacht, aber zu sehen gab es da nichts Besonderes. Steppe und Wald. Zum anderen haben wir das Kap Kaliakra besichtigt. Das ist die Stelle Bulgariens, die am weitesten ins Schwarze Meer hineinragt. Die Felsen dort sehen rötlich aus. Leider hat es an diesem Tag geregnet und es war sehr trüb, sodass man die Schönheit – die durchaus gegeben sein kann – nicht wirklich wahrgenommen hat.

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Ein weiteres Ausflugsziel ist das alte Städtchen Nessebar, die sehr schön sein soll. Aber aufgrund des schlechten Wetters, das uns da leider zum Großteil begleitet hat, haben wir auf einen Besuch verzichtet.
Weitere Sehenswürdigkeiten scheint es dort nicht zu geben. Zwar bietet TUI noch mehr an, aber das war eher etwas in Richtung Leute und Lebenskultur.

Einkaufsmöglichkeiten
Auch hierzu will ich nicht viel sagen. Da wir etwas abseits vom Trubel waren, gab es auch keine großen Shopping-Möglichkeiten. In Sveti Konstantin gibt es eine kleine Einkaufsmeile mit kleinen Buden, wo man bulgarische Souvenirs kaufen kann. Die bieten aber alle im Grunde das gleiche. In der Stadt Varna waren wir nur einmal in der Grand Mall – einem sehr großen Einkaufszentrum, das aber die gleichen Geschäfte bietet, die man auch bei uns findet.

Wetter
Hier kann natürlich niemand etwas dafür, aber wenn eins zum anderen kommt … Wir hatten einfach Pech. Es war zum ersten Mal, dass wir so spät (Ende September) in den Urlaub gefahren sind und wohl auch das letzte Mal. Wir hatten einen sehr schönen Tag und das war gleich der erste. Da hatten wir Sonne pur bei Temperaturen um die 28°C. Freitag und Dienstag waren OK. Viel Sonne, aber nicht wirklich warm. Der Rest war einfach nur verregnet.

Fazit
Wie man wohl unschwer herauslesen kann, war unser Urlaub in Bulgarien eine einzige Enttäuschung. Das Hotel war an sich gut, aber das Essen war nicht nach meinem Geschmack. Außerdem noch die Aktion mit der Regendurchlässigkeit, was nicht sein kann. Die unfreundliche Haltung der Einheimischen tat ihr Übriges, dass wir uns dort einfach nicht wohlgefühlt haben. Es war das erste Mal, dass selbst meine Frau das Ende des Urlaubs herbeigesehnt hat – und das will was heißen. Es wird uns sicher nie wieder nach Bulgarien verschlagen. Aber immerhin: Wir sind noch nie so ausgeruht aus einem Urlaub zurückgekommen …

Israel-Info-Tag 09.02.2013

Israel ist ein nur kleines Land mit etwa 7 Mio. Einwohnern und einer Fläche von 22.000 km². Trotzdem scheint an dem Staat irgendetwas dran zu sein, denn sonst wäre es nicht quasi permanent in den Medien vertreten. Von der heilsgeschichtlichen Bedeutung für uns Christen mal ganz abgesehen.

Da die Medien größtenteils doch ein recht einseitiges und auch negatives Bild von Israel vermitteln, haben sich einige meiner Freunde es zur Aufgabe gemacht, ihren Mitmenschen eine andere Seite von Israel zu zeigen und über die wahren Hintergründe des Nahostkonflikts zu informieren. Aktueller Anlass war die Aufwertung der palästinensischen Autonomiebehörde bei der UNO im letzten Jahr. Daher wurde am 09.02.2013 zu einem Israel-Info-Tag eingeladen; einer Einladung, der meine Frau und ich gerne gefolgt sind.

Der erste Vortrag handelte vom Gaza-Streifen, der jedem, der zumindest halbwegs die aktuellen Geschehnisse in der Welt verfolgt, ein Begriff sein wird. Die Medien werfen Israel vor, dieses Gebiet mit unrechtmäßigen Mitteln zu besetzen und zu verteidigen. Jeder Angriff Israels wird kritisiert, dass es jedoch nur der Verteidigung dient, und dass seit 2000 über 12.000 Bomben auf Israel geflogen wurden, wird kaum erwähnt. Außerdem hätten die „Palästinenser“ ihren eigenen Staat bereits im Jahr 2000 ganz ohne Gegenleistung haben können, was jedoch abgelehnt wurde. Der ganze Kampf und jedes Opfer der Palästinenser ist also sinnlos und unnötig. Ein weiteres Thema war Gilad Shalit, ein israelischer Soldat, der von palästinensischen Extremisten im Jahr 2006 gefangen genommen wurde und erst 2011 im Austausch gegen 1027 (!) Häftlinge freigelassen wurde. Außerdem wurde vor Augen geführt, was für ein Leben in Angst die Israelis z.B. in Sderot führen, denn sie haben bei einem Alarm nur 15 Sekunden Zeit, sich in Schutzbunker oder -röhren in Sicherheit zu bringen. Abschließend wurde verdeutlicht, wie wissentlich Lügen und Diffamierungen über Israel in den Medien vermittelt werden. So werden Fotos von verletzten und leidenden Kindern gezeigt und als Palästinenser ausgegeben, doch in Wirklichkeit sind es Bilder aus dem syrischen Bürgerkrieg. Und auch die Behauptung, dass es den Menschen in Gaza schlecht geht, ist falsch, wenn man Bilder von den prunkvollen Universitäten und Hotelanlagen dort sieht.

Im zweiten Vortrag ging es um die wissenschaftlichen Errungenschaften des Volkes Israel bzw. der Juden (die ja immer noch teilweise verstreut in unterschiedlichen Ländern wohnen). So finden unterem das Medikament Aspirin, der USB-Stick, die moderne Mobilfunktechnologie und große Teile der Entwicklungen von Windows NT/XP und Intel-Prozessoren ihren Ursprung in Israel. Außerdem wurden Mittel und Wege gefunden, eine beispielhafte Fischzucht in der Wüste aufzubauen. Auch wichtige Erfindungen im Bereich Militär (Verteidigung) wie der Iron Dome oder der Merkava 4 sind in der Welt einmalig. Und zu guter Letzt sind vergleichsweise viele Nobelpreise an Juden in der ganzen Welt vergeben worden.

Das Thema des dritten und letzten Vortrages lautete „Israel im Licht der Bibel“. Dort ging es darum, was das Wort Gottes über Israel als Volk und Land sagt. Zunächst gab es einen kleinen Einblick in die Geschichte Tel Avivs, wo innerhalb weniger Jahre aus Wüste eine wichtige Hafenstadt entstand. Eine Leistung, die nur ein Volk vollbringen kann, die unter Gottes Segen steht. Weiterhin wurden verschiedene Prophezeiungen auf Israel aus der Bibel und deren buchstäbliche Erfüllung betrachtet. Es wurden zahlreiche Fotos aus verschiedenen Orten Israels gezeigt, wie dem Berg Tabor, den See Genezareth, die Synagoge von Kapernaum, der Klagemauer und auch dem Tempelberg. Dazu gab es auch eine sehr anschauliche Animation, wie prächtig und majestätisch der (zweite) Tempel zur damaligen Zeit ausgesehen hat. Ein interessantes Detail war auch ein verbauter Stein in der Westmauer des Tempelberges, der ca. 500 Tonnen wiegt und von dem bis heute niemand weiß, wie er dorthin gekommen ist.

Zwischendurch durften wir natürlich auch unseren Magen verwöhnen und neben leckeren Falafeln in Fladenbrot – ein Nationalgericht in Israel – gab es auch verschiedene Sorten Kuchen.

Als kleines Highlight des Abends wurde ein Live-Interview über Skype mit David Ha’ivri durchgeführt, dem Sprecher der Juden in Judäa und Samaria, also den Gebieten, auf denen nach dem Willen der UNO der palästinensische Staat entstehen soll. Er berichtete über die Gegend und stand für Fragen rund um das Thema Israel zur Verfügung.

Auch wenn ich selbst vieles schon wusste, durfte ich einige neue interessante Dinge und Fakten über Israel lernen und sehe mich gestärkt in dem Wissen, dass Israel nicht einfach „irgendein Staat“ ist, sondern ein besonderer, von Gott gesegneter. Es ist und bleibt das Volk Gottes.

Wer gerne zum Thema Israel auf dem Laufenden gehalten werden möchte, kann die Facebook-Seite „Freundschaft Deutschland-Israel“ abonnieren, oder, falls man dort kein Profil hat, einfach über den öffentlichen Link immer wieder vorbeischauen.

Hier noch ein paar Bilder von der Veranstaltung: