Israel-Info-Tag 09.02.2013

Israel ist ein nur kleines Land mit etwa 7 Mio. Einwohnern und einer Fläche von 22.000 km². Trotzdem scheint an dem Staat irgendetwas dran zu sein, denn sonst wäre es nicht quasi permanent in den Medien vertreten. Von der heilsgeschichtlichen Bedeutung für uns Christen mal ganz abgesehen.

Da die Medien größtenteils doch ein recht einseitiges und auch negatives Bild von Israel vermitteln, haben sich einige meiner Freunde es zur Aufgabe gemacht, ihren Mitmenschen eine andere Seite von Israel zu zeigen und über die wahren Hintergründe des Nahostkonflikts zu informieren. Aktueller Anlass war die Aufwertung der palästinensischen Autonomiebehörde bei der UNO im letzten Jahr. Daher wurde am 09.02.2013 zu einem Israel-Info-Tag eingeladen; einer Einladung, der meine Frau und ich gerne gefolgt sind.

Der erste Vortrag handelte vom Gaza-Streifen, der jedem, der zumindest halbwegs die aktuellen Geschehnisse in der Welt verfolgt, ein Begriff sein wird. Die Medien werfen Israel vor, dieses Gebiet mit unrechtmäßigen Mitteln zu besetzen und zu verteidigen. Jeder Angriff Israels wird kritisiert, dass es jedoch nur der Verteidigung dient, und dass seit 2000 über 12.000 Bomben auf Israel geflogen wurden, wird kaum erwähnt. Außerdem hätten die „Palästinenser“ ihren eigenen Staat bereits im Jahr 2000 ganz ohne Gegenleistung haben können, was jedoch abgelehnt wurde. Der ganze Kampf und jedes Opfer der Palästinenser ist also sinnlos und unnötig. Ein weiteres Thema war Gilad Shalit, ein israelischer Soldat, der von palästinensischen Extremisten im Jahr 2006 gefangen genommen wurde und erst 2011 im Austausch gegen 1027 (!) Häftlinge freigelassen wurde. Außerdem wurde vor Augen geführt, was für ein Leben in Angst die Israelis z.B. in Sderot führen, denn sie haben bei einem Alarm nur 15 Sekunden Zeit, sich in Schutzbunker oder -röhren in Sicherheit zu bringen. Abschließend wurde verdeutlicht, wie wissentlich Lügen und Diffamierungen über Israel in den Medien vermittelt werden. So werden Fotos von verletzten und leidenden Kindern gezeigt und als Palästinenser ausgegeben, doch in Wirklichkeit sind es Bilder aus dem syrischen Bürgerkrieg. Und auch die Behauptung, dass es den Menschen in Gaza schlecht geht, ist falsch, wenn man Bilder von den prunkvollen Universitäten und Hotelanlagen dort sieht.

Im zweiten Vortrag ging es um die wissenschaftlichen Errungenschaften des Volkes Israel bzw. der Juden (die ja immer noch teilweise verstreut in unterschiedlichen Ländern wohnen). So finden unterem das Medikament Aspirin, der USB-Stick, die moderne Mobilfunktechnologie und große Teile der Entwicklungen von Windows NT/XP und Intel-Prozessoren ihren Ursprung in Israel. Außerdem wurden Mittel und Wege gefunden, eine beispielhafte Fischzucht in der Wüste aufzubauen. Auch wichtige Erfindungen im Bereich Militär (Verteidigung) wie der Iron Dome oder der Merkava 4 sind in der Welt einmalig. Und zu guter Letzt sind vergleichsweise viele Nobelpreise an Juden in der ganzen Welt vergeben worden.

Das Thema des dritten und letzten Vortrages lautete „Israel im Licht der Bibel“. Dort ging es darum, was das Wort Gottes über Israel als Volk und Land sagt. Zunächst gab es einen kleinen Einblick in die Geschichte Tel Avivs, wo innerhalb weniger Jahre aus Wüste eine wichtige Hafenstadt entstand. Eine Leistung, die nur ein Volk vollbringen kann, die unter Gottes Segen steht. Weiterhin wurden verschiedene Prophezeiungen auf Israel aus der Bibel und deren buchstäbliche Erfüllung betrachtet. Es wurden zahlreiche Fotos aus verschiedenen Orten Israels gezeigt, wie dem Berg Tabor, den See Genezareth, die Synagoge von Kapernaum, der Klagemauer und auch dem Tempelberg. Dazu gab es auch eine sehr anschauliche Animation, wie prächtig und majestätisch der (zweite) Tempel zur damaligen Zeit ausgesehen hat. Ein interessantes Detail war auch ein verbauter Stein in der Westmauer des Tempelberges, der ca. 500 Tonnen wiegt und von dem bis heute niemand weiß, wie er dorthin gekommen ist.

Zwischendurch durften wir natürlich auch unseren Magen verwöhnen und neben leckeren Falafeln in Fladenbrot – ein Nationalgericht in Israel – gab es auch verschiedene Sorten Kuchen.

Als kleines Highlight des Abends wurde ein Live-Interview über Skype mit David Ha’ivri durchgeführt, dem Sprecher der Juden in Judäa und Samaria, also den Gebieten, auf denen nach dem Willen der UNO der palästinensische Staat entstehen soll. Er berichtete über die Gegend und stand für Fragen rund um das Thema Israel zur Verfügung.

Auch wenn ich selbst vieles schon wusste, durfte ich einige neue interessante Dinge und Fakten über Israel lernen und sehe mich gestärkt in dem Wissen, dass Israel nicht einfach „irgendein Staat“ ist, sondern ein besonderer, von Gott gesegneter. Es ist und bleibt das Volk Gottes.

Wer gerne zum Thema Israel auf dem Laufenden gehalten werden möchte, kann die Facebook-Seite „Freundschaft Deutschland-Israel“ abonnieren, oder, falls man dort kein Profil hat, einfach über den öffentlichen Link immer wieder vorbeischauen.

Hier noch ein paar Bilder von der Veranstaltung:

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