Kalt gepustet?

Wer tut es nicht? Es ist schon fast ein Reflex, der oft automatisch einsetzt: Beim ersten Bissen heißer Speisen wird erst einmal gepustet. Doch bringt das überhaupt was? Kühlt das Essen dadurch wirklich ab oder ist es nur Kopfsache?

Um es vorweg zu sagen: Pusten hat natürlich den gewünschten Effekt, Speisen werden tatsächlich kühler.

Doch warum? Das war für mich die interessante Frage in diesem Zusammenhang. Ich dachte bisher immer, es läge daran, dass die gepustete Luft kälter als das Essen ist. Doch das erwies sich als Irrtum oder zumindest nur als ein ganz kleiner Teil der Wahrheit.

Das Essen (und jede andere Wärmequelle) gibt Wärme an die kühlere Umgebung ab, um sich der Temperatur anzupassen. Dabei erwärmt sich die direkt anliegende Umgebungsluft und bildet eine Luftschicht, die quasi als Schutzschild bzw. leichte Isolation dient. Dadurch fließt die Wärme nur langsam ab. Durch Pusten jedoch weht diese Isolationsschicht weg und es kommt kühlere Luft an die Wärmequelle, die ihr wieder mehr Wärmeenergie entziehen kann. Die Angleichung der unterschiedlichen Temperaturen kann nun wieder ungebremst erfolgen. Dieser Vorgang wiederholt sich natürlich jedes Mal, wenn gepustet wird: Die Speisen kühlen deutlich schneller ab.

Gerade über die einfachen, alltäglichen Phänomene macht man sich kaum Gedanken. Dabei kann es doch so interessant sein! Ich liebe es, solchen Dingen auf den Grund zu gehen …

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