Windows 10 – Ein paar erste Worte

Windows 10 Wallpaper
Windows 10 Wallpaper

Leider konnte ich mich bisher aus privaten Gründen nicht so intensiv mit Windows 10 beschäftigen und alles bis ins Detail erforschen. Und ich bin mir auch gar nicht sicher, ob ich das wirklich will. Mittlerweile ist der ganz große Spieltrieb bei mir weg; ich freue mich zwar über jede neue Windows-Version und installiere mir sie auch recht schnell, aber das ganz große Interesse, jeden noch so kleinen Kniff zu kennen und so weiter, ist nicht mehr so da. Das System muss einfach laufen, meine Anwendungen müssen problemlos funktionieren und damit ist auch fast gut. (Was nicht heißt, dass ich nicht trotzdem an verschiedenen Infos interessiert bin und ich viele Artikel lese, die mir über den Bildschirm laufen, nur jage ich diesem Wissen einfach nicht mehr so nach wie früher.)
Also, obwohl ich noch nicht so tief in Windows 10 abgetaucht bin, hier mal ein paar erste Worte meinerseits, schließlich muss ich ja etwas schreiben, solange das Thema noch so halbwegs frisch ist und es wohl noch ein paar Tage dauern wird, bis ich mehr Zeit habe. Und ich muss ja auch auf die Anmerkungen meines Bruders reagieren, der das ganze als Linux-User aus heidnischer Sicht sieht. :)

Installation / Upgrade
Anfangs ging man davon aus, dass beim Upgrade-Vorgang der Key der bisherigen Windows-Version umgewandelt wird. Und da ich meinen 8.1-Key gerne noch als solchen behalten wollte, habe ich mir zuerst Windows 7 Professional installiert, aktiviert und von dort mittels ISO den Upgrade-Vorgang angestoßen. Jetzt weiß ich, dass es unnötig war, erst Windows 7 zu installieren, denn der Key wird nicht umgewandelt, aber sei’s drum.
Die ganze Installation von Windows 10 ging dann sehr flott und ohne große Eingaben – im Grunde so wie man es schon von 8.1 kennt. Ich habe diese Upgrade-Installation aber nicht groß genutzt, sondern einfach nur geschaut, ob Windows 10 nach dem Upgrade aktiviert war und sofort mit der ISO vom USB-Stick einen Clean-Install durchgeführt. Auch da war Windows 10 sofort aktiviert.
Bei der Ersteinrichtung während der Installation sollte man ein wenig aufpassen und nicht die Express-Einstellungen verwenden, sondern sich schon die Mühe machen, etwas zu lesen und gerade die Datenschutz-Einstellungen nach eigenem Gutdünken anpassen.

Aktivierung / Lizenz
Wie ich oben schrieb, wird die alte Lizenz nicht umgewandelt. Man braucht für Windows 10 sogar überhaupt keinen Key mehr, sofern man upgegradet hat. Beim Upgrade-Vorgang wird eine Hardware-ID erstellt und auf dem Lizenzserver abgelegt – zusammen mit der Info, dass diese ID berechtigt ist, Windows 10 Home oder eben Pro zu aktivieren. Bei allen zukünftigen Installationen mit dieser Hardware wird Windows 10 immer sofort automatisch aktiviert sein (sobald eine Internetverbindung besteht).
Nicht ganz klar ist, was passiert, wenn sich die Hardware ändert. Bei kleinen Änderungen wie dem Tausch des Arbeitsspeichers oder der Grafikkarte, ändert sich die ID in der Regel nicht bzw. nicht so stark. Anders sieht es aus, wenn man das Mainboard tauscht oder eben einen ganz neuen PC hat. Wie sich das mit der Aktivierung hier verhält, ist noch ungewiss. Einige Quellen gehen davon aus, dass die automatische Aktivierung dann zwar zunächst fehlschlagen wird, aber ein Anruf bei der Aktivierungshotline dann Abhilfe schaffen soll. Wie genau das wird, muss man aber abwarten. Microsoft selbst hält sich diesbezüglich mit Infos noch sehr zurück.
Trotzdem finde ich die Idee mit der Hardware-ID gar nicht so verkehrt. Sofern die Übertragung auf andere Hardware problemlos klappt, ist dies sicher ein Schritt in die richtige Richtung, denn es erspart die Eingabe des Keys.

Allgemeines
Wie gesagt bin ich bisher nicht tief ins System vorgedrungen, aber der allgemeine Umgang mit Windows 10 gefällt mir bisher recht gut. Die Performance ist auf keinen Fall schlechter als unter Windows 8.1, der Bootvorgang erscheint mir sogar schneller. Alle Programme, die ich nutze wie Office, Lightroom, Photoshop laufen problemlos. Auch bisher getestete Spiele unter Steam haben keine Probleme verursacht. Da Windows 10 kein SecureRom mehr unterstützt, laufen alte Spiele nicht mehr, die diesen Kopierschutz verwenden, was für diese Leute natürlich äußerst ärgerlich ist, aber mich nicht weiter stört.

Startmenü
Zugegeben, ich benötige das Startmenü als solches so gut wie nie. (Deshalb haben mich auch die Kacheln unter Window 8 nie gestört.) Die Programme, die ich täglich nutze, liegen entweder auf dem Desktop oder sind in der Taskleiste angepinnt. Und wenn ich doch mal ein anderes Programm starten will, dann drücke ich einfach die Windows-Taste und gebe die ersten Buchstaben des Programmnamens ein und drücke auf Enter, sobald die Software in der Suche erscheint.
Trotzdem finde ich die Idee, eine Art klassisches Startmenü mit der ModernUI zu verknüpfen. So hat man die Vorteile beider Seiten kombiniert: Die Startmenü-Fetischisten haben ihr Menü wieder, aber auch Live-Kacheln sind auf Wunsch sichtbar. Sehr gelungen meiner Meinung nach. Z.B. kann man sich leicht das Wetter in der Kachel anzeigen lassen.

Windows 10 Startmenü
Windows 10 Startmenü

Mitteilungszentrale
Die Mitteilungszentrale hat mir noch nicht allzu viel gemeldet, aber das liegt daran, dass ich noch nicht groß mit Apps rumgespielt habe und die meiste Software noch nicht für Windows 10 dahingehend angepasst wurde. Ich nutze aber z.B. den Messenger Telegram, der in der aktuellen Version bereits in der Lage ist, Benachrichtigungen dort anzuzeigen. Wenn im Laufe der Zeit auch andere Software die Unterstützung erhält, wird das sicher eine ganz angenehme und sinnvolle Sache, alle Benachrichtigungen dort zu bündeln.

Windows 10 Benachrichtigungen
Windows 10 Benachrichtigungen im Infocenter
Benachrichtigungen auf dem Desktop
Benachrichtigungen auf dem Desktop

Systemsteuerung / Einstellungen
Unter Windows 8 gab es schon die Einstellungen in der Modern UI neben der Systemsteuerung. Für diese Inkonsistenz gab es viel Kritik – zu recht. Auch unter Windows 10 gibt es aktuell noch beides parallel, wobei so nach und nach mit kommenden Updates die klassische Systemsteuerung wohl verschwinden soll. Viele Einstellungen finden sich demnach auch nur noch im neuen Einstellungen-Menü. Das ist schon eine deutliche Verbesserung zu Windows 8.1. Und auch wenn ich persönlich nach wie vor die alte Systemsteuerung favorisiere, so denke ich, dass ich später gut mit den neuen Einstellungen leben kann, sofern denn wirklich alles gut umgesetzt wird. Aktuell ist es noch etwas halbgar, und teilweise weiß man nicht, wo sich jetzt welche Einstellung befindet.

Systemsteuerung - z.B. Windows Update fehlt
Systemsteuerung – z.B. Windows Update fehlt
Die neuen Einstellungen
Die neuen Einstellungen

Updatezwang
Windows 10 unterliegt dem Update-Zwang. Das heißt, dass Microsoft neue Updates einfach installiert, das lässt sich so ohne weiteres auch nicht verhindern. Gerade die Nutzer der Home-Version können sich dagegen aktuell gar nicht wehren. Dort werden sogar die Apps ohne Nachfrage immer aktuell gehalten. Das ist natürlich eine Bevormundung und ein Eingriff in die Nutzungsfreiheit und das finde ich entsprechend auch nicht toll. Jeder sollte selbst entscheiden können, wann er welche Updates installiert. Gerade bei den Apps, wenn es mal wieder eine Verschlimmbesserung durch ein Update gibt, das man dann vielleicht nicht haben möchte. Aber ich verstehe hier Microsoft auch ein wenig, denn es hilft, Sicherheitslücken flächendeckend besser zu schließen.
Nutzer der Pro-Version können immerhin über eine Richtlinie im entsprechenden Editor aktuell noch eine Einstellung vornehmen, sodass die Updates nicht automatisch installiert werden. Das habe ich auch gleich aktiviert. Ich warte immer gerne zwei bis drei Tage, bis ich die Updates installiere, denn zu häufig gab es da in letzter Zeit Probleme.

Nutzer der Pro-Version können mit einem Kniff die automatischen Updates deaktiviernen
Nutzer der Pro-Version können mit einem Kniff die automatischen Updates deaktiviernen

Datenschutz
Was das Thema Datenschutz betrifft, steht Microsoft gerade ziemlich in der Kritik. Windows 10 sei eine Datenkrake. Leider ist das auch so – was ich nicht gutheiße. Es lässt sich nicht abstreiten, dass Microsoft ziemlich viele Daten sammelt – natürlich nur, um die Usability zu verbessern (und wer sollte daran zweifeln). Einiges lässt sich in den Einstellungen deaktivieren, aber eben nicht alles. Und das sind wohl auch die größten Kritikpunkte. Zum einen ist es Opt-Out. Wenn man nichts unternimmt, sammelt Microsoft die Daten, man muss aktiv werden und es unterbinden. Und das geht eben nur ein einem gewissen Rahmen. Alles lässt sich einfach nicht deaktivieren.

Datenschutz - nicht alles lässt sich deaktivieren
Datenschutz – nicht alles lässt sich deaktivieren

Wie ich schon sagte, empfinde ich das durchaus als Sauerei, die man ruhig in der Deutlichkeit kritisieren darf und sollte. Aber man sollte hier auch nicht in Paranoia verfallen und darauf rumhacken, wie es natürlich gerade die Apple- oder Linux-User tun, die hier wieder gefundenes Fressen haben, um Windows schlecht zu machen. Immer wieder liest man in diversen Kommentaren zu dem Thema, dass man selbst schuld sei, wenn man Windows nutzt. Schließlich gibt es doch viel bessere Systeme, die eben keine Daten sammeln. Nun ja, das mit dem besser muss jeder selbst entscheiden, aber Daten sammeln tun die meisten System. Sei es nun Apple oder auch Google. Und Facebook werfen sowieso die meisten Leute ihre Daten freiwillig in den Hals. Also bitte: Augen auf und kritisieren ja, aber schlechtreden halte ich für unangebracht.

Vorinstallierte Apps
Unter Windows 10 sind einige Apps vorinstalliert. Einige davon lassen sich einfach deinstallieren, andere aber leider nicht. Und auch das ist für mich ein Unding. Sicher gibt es das auch bei Android oder iOS. Gewisse “System-Apps” sind halt da und unlöschbar. Aber da war Windows eben bisher erfreulicherweise anders, offener. Leider ist das nun nicht mehr so. Einige der Apps wie Mail, Kalender, Musik, Filme etc. lassen sich eben nicht mehr einfach deinstallieren. Zumindest nicht über den normalen Weg. Da muss man schon zu härteren Mitteln greifen und mit der PowerShell arbeiten. Das ist natürlich nur etwas für erfahrene User und auch nicht gänzlich ungefährlich. Schließlich kann man nie wissen, welche App vielleicht doch tiefer in Windows verzahnt ist, wodurch es beim “harten” Entfernen später vielleicht zu Problemen führen kann. Hier muss ich sagen: Microsoft, das geht besser!

Manche System-Apps lassen sich nicht deinstallieren
Manche System-Apps lassen sich nicht deinstallieren

Windows-Fotoanzeige
Die Windows-Fotoanzeige ist an sich ziemlich schlecht. Gerade Fotografen sollten sie meiden, da sie keine Profile unterstützt und die Bilder schon mal ganz anders aussehen können, als man sie in Lightroom oder Photoshop bearbeitet hat. Trotzdem ist sie ein gutes Werkzeug, um sich auf die schnelle mal Fotos anzuschauen, wenn es nicht um genaue Farbdarstellung etc. geht. Leider gibt es die Windows-Fotoanzeige unter Windows 10 nicht mehr. Bilder werden standardmäßig mit der Fotos-App geöffnet.
Nun, dass es die Fotoanzeige nicht mehr gibt, ist nicht ganz richtig. Sie ist nur nicht mehr ohne Weiteres aufrufbar. Mit einem kleinen Registry-Trick bekommt man sie zurück.
Ich finde es schade, dass die Fotoanzeige nicht mehr standardmäßig nutzbar ist. Nutzer, die keine Erfahrung mit der Registry haben, müssen also mit der Fotos-App vorlieb nehmen – oder sich nach einer anderen Lösung umsehen.

Fazit
Zusammenfassend lässt sich wohl sagen, dass mir Windows 10 trotz definitiv vorhandener Schwächen im Bereich Datenschutz und “Zwänge” sehr gut gefällt. In vielen anderen Bereichen ist es definitiv ein Schritt nach vorne. Ich bereue das Upgrade nicht. Und Windows 10 wird mit Sicherheit mein Daily Driver. Vor allem, wenn es durch kommende Updates immer weiter verbessert wird.

So, das soll es dann auch erstmal gewesen sein. OK, für ein paar erste Worte wohl etwas lang geworden, aber OK, ich hoffe, ihr seid nicht eingeschlafen … :)

Makro-Fotografie für wenig Geld (Canon)

Ich liebe Makro-Aufnahmen. Irgendwie üben sie schon immer eine Faszination bei mir aus. Wenn ich solche Nahaufnahmen von Insekten sehe, wo jedes Haar oder jede Facette erkennbar ist, dann denke ich mir: Wow, sowas würde ich auch gerne mal machen!

Das Problem ist, dass gute Makro-Objektive recht teuer sind. Zwar bekommt man schon Linsen mit Makro im Namen für 400-500 € (ich rede jetzt aus Canon-Perspektive, da ich mit Canon fotografiere), aber auch das ist für den reinen Hobbyfotografen, der mit seinen Bildern kein Geld verdient und womöglich auch nur hin und wieder mal Makros machen will, verhältnismäßig viel Geld. Natürlich kann man mit Makro-Objektiven auch “normale” Bilder machen, aber trotzdem: Für alle andere Art von Bildern hat man in der Regel bereits andere Objektive. So ein Makro-Objektiv wäre also schon eine zusätzliche Investition, die nicht jeder machen kann oder will.

Zufällig bin ich vor ein paar Wochen bei YouTube auf den “Makro Hack” gestoßen. Oft wird hier das Canon EF 35-80 mm genommen, aber es funktioniert wohl auch das 28-80 mm. Man muss von diesem Objektiv lediglich das vordere Element (die “Frontscheibe”) entfernen und schon hat man ein Makro-Objektiv! Und das Canon 35-80 mm bekommt man gebraucht bei ebay bereits für um die 20 €. Ich habe es mir ebenfalls dort gekauft.

Hier in diesem Video wird das gut dargestellt. Da es verschiedene Revisionen des Objektivs gibt, kann es sich leicht unterscheiden, wie sich das vordere Glas entfernen lässt. Aber bei allen Varianten sollte das kein Problem sein.

Hier mal zwei Beispielfotos:

Makroaufnahme Hummel
Makroaufnahme Hummel
Makroaufnahme Spinne
Makroaufnahme Spinne

Natürlich ist dieser Makro Hack nicht mit richtigen Makro-Objektiven vergleichbar. Weder im Komfort noch in der Bildqualität.

Ich habe keine Erfahrung mit Makro-Objektiven, daher kann ich keinen Vergleich ziehen, aber man muss mit dem umgebauten Objektiv wirklich sehr nah an das Objekt rangehen. Da der Schärfebereich nur sehr gering ist, ist das eine ziemliche Spielerei, wenn man die Kamera auf dem Stativ millimeterweise navigieren muss. Das bedeutet auch, dass es im Grunde nur mit unbeweglichen Objekten klappt.
Weil man wirklich sehr nah ans Objekt heran muss, bekommt man auch nur recht kleine Motive komplett aufs Bild.

Wie bereits gesagt, ist der Schärfebereich sehr klein. Beim ersten Bild von der Hummel kann man das gut sehen.
Beim zweiten Bild mit der Spinne ist der Schärfebereich scheinbar größer, was aber nur daran liegt, dass ich einige Bilder gemacht habe, bei denen der Fokus jedesmal leicht verändert wurde. Photoshop hat mir die Bilder dann zu einem einzigen möglichst scharfen Bild zusammengerechnet – Stichwort “Focus stacking”.

Auch die Bildqualität ist natürlich nicht optimal, da es sich auch um ein billiges Zoom-Objektiv handelt. Die Bilder zumindest mit meinem Exemplar sind ziemlich flau, sodass man in der Bildbearbeitung den Kontrast stark erhöhen muss. Was natürlich mit wenig Aufwand möglich ist.

Aufgrund dieser Nachteile ist dieser “Makro Hack” keinesfalls für gehobene Ansprüche gedacht. Man muss sich etwas Zeit nehmen und man braucht auch mehrere Aufnahmen, bis man eines hat, das perfekt fokussiert ist. Und es eignet sich eben nur für ruhende Objekte.

Aber hey, dafür kostet diese “Lösung” nur sehr wenig Geld. Wenn man nur ein paar Makros machen will und einfach Freude am Experimentieren hat, ist das durchaus eine interessante Alternative. Auch wenn ich wohl eher selten Makroaufnahmen machen werde, bereue ich die 20 € nicht, die ich für das Objektiv ausgegeben habe, keinesfalls.

Und ich für meinen Teil finde die bisherigen Bilder super! Auch wenn das jetzt irgendwie nach Eigenlob klingt … :)

Warum ist Schnee eigentlich weiß?

Schnee ist weiß. Zumindest, wenn er sauber ist. Das weiß jeder und ist völlig normal. So normal, dass ich selbst nie darüber nachgedacht habe, dass es doch eigentlich auf den zweiten Blick gar nicht so selbstverständlich ist. Denn wenn man logisch denkt, müsste Schnee durchsichtig sein. Denn es ist im Grunde doch nichts anderes als gefrorenes Wasser. Und Wasser ist nicht weiß, sondern durchsichtig und klar. Wie kommt es dann, dass Schnee im Gegensatz zu Wasser weiß ist?

Das liegt daran, dass die Schneeflocken eine Kristallform haben. Und diese winzigen Eiskristalle sind wie Mini-Spiegel, die das Licht reflektieren und teilweise streuen. Wenn nun die Sonne auf den Schnee scheint, wird fast das gesamte Licht zurück ins Auge des Betrachters reflektiert. Und da Sonnenlicht bekanntlich den gesamten Spektralbereich der Farben umfasst, ist es weiß. Und so wirkt der Schnee im Sonnenlicht eben weiß und nicht durchsichtig.

Wenn man allerdings mit einem bunten Licht auf den Schnee leuchtet, wird das Licht auch bunt reflektiert.  Dann erscheint der Schnee nicht mehr weiß, sondern nimmt die Farbe des Lichtes an.

Älterer Schnee reflektiert das Licht nicht so gut. Und deshalb sieht er auch nicht mehr “schneeweiß” aus, sondern eher schmutzig-grau.

Quelle

Schadet es, den Toiletten-Gang zu verzögern?

Jedem ist es sicher schon so ergangen, dass gerade dann, wenn es am dringendsten ist, keine Toilette in der Nähe ist. Dann heißt es zukneifen und hoffen, dass sich möglichst bald eine Gelegenheit zur Erleichterung bietet. Das Ganze kann extrem unangenehm und sogar schmerzhaft werden. Doch ist es auch ungesund oder schädlich?

Einige sind der Ansicht, dass bei zu langem Einhalten die Blase “ausleiern” kann, oder aber dass durch die Verkrampfung eben nicht alles ausgeschieden wird und eine gewisse Menge Resturin in der Blase bleibt. Und in diesem Rest können sich dann Bakterien entfalten und eine Blasenentzündung verursachen.

Experten bestätigen zwar, dass die Bedenken angebracht sind – aber nur in der Theorie. In der Praxis sieht es so aus, dass der Mansch nur bedingt die Kontrolle über die eigene Blase hat. Man kann – und das auch erst nach hartem Training – den Urin aufhalten, aber eben nur bis zu einem gewissen Grad. Bevor es überhaupt dazu kommen kann, dass die Blase ausleiert oder aber sich Bakterien sammeln, würde sich die Blase selbstständig und wir uns in die Hosen machen.

Übrigens: Dass Frauen öfter zur Toilette müssen als Männer, ist nicht nur ein Eindruck oder Klischee, es ist anatomisch bedingt tatsächlich so. Da bei einer Frau im Bauchraum etwas Platz von der Gebärmutter eingenommen wird, passen in deren Blasen 200 bis 400 Milliliter – bei Männern immerhin 350 bis 500. Bedenkt das, liebe Männer, bevor ihr euch das nächste Mal über eure Partnerin aufregt. :) Bei Schwangerschaft ist die Blase logischerweise noch etwas kleiner, weil noch weniger Platz vorhanden ist.

Also: Den Gang zur Toilette hinauszuzögern – ob nun aus Faulheit oder aus der Not heraus – ist zwar unangenehm, aber gesundheitlich nicht bedenklich. Wie ich anderer Stelle schrieb, sind Leute mit gefüllter Blase sogar intelligenter bzw. treffen bessere Entscheidungen.

 

Quelle

YouTube-Abos in Ordner organisieren

Update:
Leider hat Google die Sammlungen bei YouTube wegrationalisiert. Damit ist ein Gruppieren und damit Ordnen der Abos leider nicht mehr möglich!

Ursprünglicher Beitrag:
Lange Zeit war YouTube für mich völlig uninteressant. Ich war der Meinung, dort würden nur irgendwelche Möchtegerns pseudo-lustige Filmchen zur Schau stellen. Dementsprechend habe ich die Seite kaum besucht und mich immer gewundert, wie sich diverse Leute stundenlang auf YouTube aufhalten konnten.

Erst als ich mich intensiv mit der Fotografie beschäftigt habe und mir ein YouTube-Kanal empfohlen wurde, habe ich mich dort genauer umgesehen. Und siehe da, es gab und gibt doch tatsächlich richtig tolle Kanäle auf YouTube, die sich mit ernsthaften Themen beschäftigen und die einem tolle Hilfen in verschiedenen Bereichen sein können. In meinem Fall aktuell eben größtenteils Fotografie. Echt super, dass so viele gute Fotografen ihr Wissen und Können einfach so mit der Welt teilen.

Im Laufe der Zeit habe ich immer mehr YouTube-Kanäle – auch zu anderen Themen – abonniert, sodass die Liste immer länger und damit leider auch unübersichtlich wurde.

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Also kam mir der Gedanke, die Abos in Ordner zu sortieren. Leider habe ich bei YouTube selbst keine Möglichkeit gesehen und daher bei Google nach „YouTube Abos Ordner“ gegoogelt. In der Hoffnung, dass es Tipps gibt oder vielleicht eine Chrome-Erweiterung. Hilfreiche Ergebnisse kamen dabei nicht heraus. Also dachte ich, dass es nicht möglich wäre.

Mehr durch Zufall bin ich dann aber doch fündig geworden. Und siehe da, es geht sogar mit ein paar Klicks in YouTube direkt, ohne externe Hilfsmittel. Allerdings nennt Google es „Sammlungen“ und nicht „Ordner“, was mich wohl im ersten Moment etwas irritiert hat und weswegen ich es übersehen habe.

Um Sammlungen respektive Ordner zu erstellen, geht man in der linken Spalte ganz unten einfach auf „Abos verwalten“. Es erscheint eine Liste mit sämtlichen Abos, die man hat. Oben drüber – eigentlich gar nicht zu übersehen – ist der Bereich „Sammlungen“ und dort prangt auch ein großer Button „Neue Sammlung erstellen“.

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Nach einem Klick auf diese Schaltfläche gibt man oben einen Namen für die Sammlung ein und wählt aus den bereits vorhandenen Abos einfach alle aus, die in diesen Ordner sollen (einzelne Kanäle können auch mehreren Sammlungen zugeordnet werden). Danach natürlich speichern.

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Und siehe da, in der Spalte links ist nun unter den Abos oben der neu erstellte Ordner zu sehen und die Liste der Abos ist um einiges kleiner. Fährt man mit der Maus über den Ordner, dann öffnet dieser sich und man kann den Inhalt sehen und die sich darin befindlichen Kanäle anklicken.

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Klickt man auf den Ordner direkt, kommt man auf eine Übersicht, die alle Videos der darin enthaltenen Kanäle anzeigt, neue Videos zuerst.

Gerade wenn man viele Abos zu verschiedenen Themen hat und die Liste sehr lang ist, bekommt man auf diese Art wieder mehr Ordnung in seine Abos.

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Ich finde es super und habe meine Abos entsprechend in verschiedene Ordner sortiert und erfreue mich nun an der Ordnung. Die ist schließlich das halbe Leben. :)

Lightroom: Smart-Sammlung mit Virtuellen Kopien

Eine tolle Funktion in Lightroom sind Sammlungen, mit denen man Bilder nach Belieben gruppieren kann, ohne dafür die Bilddatei an sich verschieben oder kopieren zu müssen. Will man zum Beispiel Bilder aus verschiedenen Ordnern bei einem Bilderdienst bestellen, so kann man diese Bilder zunächst einmal einfach in eine Sammlung zusammenfassen und von dort dann gegebenenfalls noch bearbeiten oder mit bestimmten Einstellungen exportieren.

Insbesondere die Smart-Sammlungen sind eine mächtige Funktion. Damit lassen sich Bilder nach bestimmten definierbaren Kriterien automatisch in eine bestimmte Sammlung packen. Diese Smart-Sammlungen sind dabei dynamisch und neue Bilder, die diesen Kriterien entsprechen, werden immer sofort automatisch dieser Sammlung hinzugefügt.
Zum Beispiel habe ich Smart-Sammlungen angelegt, in denen die Dateien eines bestimmten Typs gruppiert werden, also TIFFs, PSDs oder auch JPGs. Eine Erstellung derartiger Smart-Sammlungen ist recht einfach, da die Kriterien einfach ausgewählt werden können.

Wenn ich mit Bildern, die ich bereits nach meinem Geschmack entwickelt habe, ein wenig herumexperimentieren möchte, mache ich das gerne mit Virtuellen Kopien, um die “Masterdatei” nicht mit zu vielen Bearbeitungsschritten unübersichtlich zu machen (ist vielleicht unnötig, denn das ist ja gerade ein Vorteil von Lightroom, aber mir gefällt es so besser). Wenn die Experimente abgeschlossen sind und ich zu keinem guten Ergebnis gekommen bin, lösche ich die Virtuelle Kopie wieder, was aber schnell vergessen werden kann.

Daher kam mir der Gedanke, eine Smart-Sammlung anzulegen, die eben alle Virtuelle Kopien zusammenfasst. Leider ist im Dialog zur Erstellung von Smart-Sammlungen nicht so einfach ersichtlich, wie eine derartige Sammlung zu realisieren ist. Man muss ein wenig “um die Ecke denken”. Hier die notwendigen Schritte:

Man geht in die Sammlungen und wählt dort über das +-Symbol auf Smart-Sammlung erstellen.

Neue Smart-Sammlung erstellen
Neue Smart-Sammlung erstellen

Im sich öffnenden Fenster gibt man oben den Namen der Sammlung ein. Sinnvoll ist hier ein Name wie “Virtuelle Kopien”.

Smart-Sammlung Virtuelle Kopien
Smart-Sammlung Virtuelle Kopien

Ob man die Sammlung innerhalb eines Sammlungs-Satzes platziert, ist natürlich jedem freigestellt. Wichtig sind die Einstellungen bei den Regeln. Im Dropdown-Menü des ersten Feldes geht man unter “Dateiname/Typ” auf “Name der Kopie”.

name_kopie

Im zweiten Feld wählt man die unterste Option “ist nicht leer” und klickt dann unten auf “Erstellen”.

nicht_leer

Schon ist die Smart-Sammlung fertig und sofern virtuelle Kopien im Katalog vorhanden sind, werden diese sofort in der Sammlung angezeigt.

Leider kann man die Virtuellen Kopien hier nicht direkt löschen, doch immerhin ist es dank dieser Sammlung nun kein Problem mehr, Virtuelle Kopien ausfindig zu machen. Will man sie löschen, so kann man mit der rechten Maustaste auf die Kopie klicken und dort im Menü weiter oben die Option “Gehe zu Ordner in Bibliothek” wählen. Dort kann man dann löschen.

Dokumentenarchiv mit OneNote

Ich schrieb bereits an dieser Stelle, dass OneNote von Microsoft meine Software Nr. 1 ist, wenn es um Notizen geht, oder auch einfach darum, gewisse digitalen Dinge an einem Ort zu sammeln. Ich finde die ganze  Handhabung von OneNote super einfach und habe zugegebenermaßen auch nicht groß Alternativen getestet. Aber warum sollte ich auch, wenn ich damit glücklich bin?

Dokumentenarchiv mit Microsoft OneNote

Vor einigen Monaten haben wir uns eine Immobilie gekauft, und so ein Prozess bringt vieles an Papierkram mit sich. Da habe ich angefangen mir Gedanken zu machen: Von meinen Daten habe ich ein Backup, das ich auch anderorts lagere, sodass im Fall der Fälle kaum Datenverlust bestünde. Meine ganzen Papiere und Dokumente wären aber z.B. bei einem Brand für immer verloren. Klar kann man sagen, dass man dann ohnehin ganz andere Sorgen hat, aber ich wollte trotzdem irgendwie auch meine Dokumente “sichern”.

Also habe ich mir vorgenommen, sämtliche Papiere zu digitalisieren. Allerdings wollte ich nicht einfach nur Bilder bzw. Scans davon haben, die irgendwo in irgendwelchen Ordnern liegen, sondern ich wollte alles durchsuchbar machen, um bei Bedarf schnell das richtige Dokument zu finden.

Da fällt einem natürlich gleich der Begriff “Document Management System” (kurz DMS) ein. Und ich habe auch diverse kostenlose bzw. günstige DMS-Software ausprobiert, doch keines hat mir zugesagt. Alles irgendwie unbequem und schwerfällig in der Bedienung. Und auch hässlich in der Oberfläche (ja, auch das spielt bei mir eine Rolle). Außerdem finde ich Verschlagwortung etc. auch immer etwas schwierig, weil das die Gefahr birgt, sich nicht immer konsequent an die eigenen Richtlinien zu halten oder dass man sich einfach mal keine große Mühe gibt. Wodurch das Ganze auch wieder an Sinn verlieren würde.

Da erinnerte ich mich daran, dass OneNote Bilder analysieren und den Text dort erkennen kann, also quasi über eine eingebaute OCR-Software verfügt. Und wenn ich sämtliche Bilder und damit sämtliche Dokumente nach Volltext durchsuchen kann – was will man mehr? Da brauche ich keine Schlagwörter und dergleichen mehr. Die Schlagwörter würden sich dann ja größtenteils quasi im Bild bzw. Text selbst befinden.

OneNote: Text in Bildern durchsuchen
OneNote: Text in Bildern durchsuchen

Also habe ich angefangen, die Dokumente zu scannen und in OneNote einzufügen. Natürlich muss man darauf achten, dass die Bilder wirklich analysiert werden, was aber wohl standardmäßig aktiv ist. Dazu klickt man ein Bild mit der rechten Maustaste an und wählt unter “Text im Bild als durchsuchbar definieren” die gewünschte Sprache aus. Und schon kann das Bild anhand von Text durchsucht werden. Diese Einstellung müsste sich dann auch automatisch auf alle folgenden Bilder auswirken.

Soweit ich das beurteilen kann, funktioniert das Ganze auch wirklich sehr gut. Bei handschriftlichen Notizen dürfte es kompliziert werden, aber da die meisten Dokumenten heutzutage maschinell erstellt werden, sollte es kaum Probleme bei der Texterkennung geben.

Mittlerweile habe ich einen Großteil meiner Dokumente gescannt und auf diese Weise archiviert. OneNote verwaltet die Papiere und lässt mich alles auch nach jedem Wort durchsuchen (das in den Dokumenten enthalten ist, versteht sich). Ich finde das genial und auch ziemlich mächtig! Zudem lassen sich die Notizbücher auch auf mehrere Geräte synchronisieren, sodass ich zur Not auch vom Smartphone Zugriff auf die Dokumente hätte.

Eine weitere tolle Funktion ist das “Senden an OneNote”. Bei der Installation von OneNote wird auch ein virtueller Drucker “An OneNote senden” eingerichtet. “Druckt” man dann z.B. ein PDF-Dokument über diesen Drucker, dann wird dieses automatisch als Bild in OneNote an der gewünschten Stelle eingefügt. Geht natürlich aus jedem Programm heraus, nicht nur mit PDFs. Auf diese Weise lassen sich auch Dokumente, die bereits digital vorliegen, mit wenig Aufwand und sauber in OneNote einbinden.

Sicher gibt es “richtige” Software fürs Dokumentenmanagement und vielleicht auch elegantere Wege, ein solches Dokumentenarchiv aufzubauen. Für mich funktioniert meine Lösung mit OneNote aber ideal. Ich befinde mich in gewohnter (und geliebter) Microsoft-Umgebung und aktuell fehlt mir einfach nichts an Funktionalität.

Und das Tolle ist: OneNote gibt es gratis. Also zumindest ausprobieren kann es jeder!

Bildung, IT, Fotografie und was mir sonst noch einfällt …

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