Lightroom 5.5 (CC) – auch nach Kündigung nutzbar

Mittlerweile werden alle, die in irgendeiner Form mit Adobe und deren Software zu tun haben, wissen, dass es die aktuellen professionellen Anwendungen nur noch im Creative Cloud-Abo gibt (um die Vor- und Nachteile davon soll es hier nicht gehen). Einzig Lightroom ist davon ausgenommen und immer noch als traditionelle Kaufversion zu beziehen. Zusätzlich ist Lightroom trotzdem auch Bestandteil der CC und vor allem des „Photography“-Programms – dort bekommt man Photoshop und Lightroom für hierzulande 12,29 € im Monat.

Ich persönlich finde das Photography-Abo-Modell sehr gut, habe es jedoch bisher nicht, weil ich Angst davor hatte, dass ich alle meine Entwicklungen, Tags, Markierungen etc. in Lightroom nach einer Kündigung des Abos verliere.

Dieser Sorge tritt Adobe nun entgegen. Laut Scott Kelby soll man die Abo-Version von Lightroom ab der Version 5.5 auch nutzen können, nachdem man sein Abo gekündigt hat (siehe Video). Es wird dann zwar nicht mehr voll funktionstüchtig sein – das Entwickeln- und das Karten-Modul sind nicht mehr zugänglich – doch alles andere ist weiterhin nutzbar: Man kann seine Bilder weiterhin verwalten, taggen und vor allem mit allen Entwicklungseinstellungen exportieren. Auch das Druck- und das Buch-Modul werden weiterhin verfügbar sein. Und da es im Bibliotheksmodul die Ad-hoc-Bearbeitung gibt, kann man auch weiterhin noch kleine Bearbeitungen an den Bildern durchführen. Auch die Presets lassen sich dort auf die Bilder anwenden.

Im Grunde ist das eine notwendige Sache. Aber man weiß auch, dass sich viele Firmen auch vor Notwendigkeiten drücken. Daher finde ich es toll, dass Adobe diesen Schritt geht. Und ich behaupte mal, dass sich dadurch noch mehr Leute für das Photography-Abo entscheiden – vielleicht demnächst auch ich …

High-ISO-Fotografie

Hier mal ein paar Gedanken von mir zum Thema High-ISO-Fotografie.

Wie ihr als meine Leser wisst, beschäftige ich mich hobbymäßig mit der Fotografie. Und weil ich gleichzeitig auch als Perfektionist gelte, der mit sich selbst und seinen Werken selten zufrieden ist, habe ich bisher immer versucht, die ISO-Einstellung der Kamera so gering wie möglich zu halten, um Rauschen zu vermeiden. Gerade was das betrifft, bin ich super empfindlich und schnell von meiner Kamera enttäuscht. Mir fällt Rauschen sehr schnell auf.

Grundsätzlich ist es natürlich schon richtig, darauf zu achten, dass die ISO gering ist, aber bei mir ging das soweit, dass ich erst gar nicht fotografiert habe, sobald ISO 800 oder zur Not 1.600 nicht mehr ausreichend war. Denn die Bilder sind ja nachher ohnehin kaum brauchbar, weil eben so verrauscht. Ist ja schließlich kein Vollformat-Sensor.

Als wir vor zwei Monaten in Israel im Urlaub waren, bin ich zumindest ein paar Mal über meinen Schatten gesprungen und habe mich etwas öfter getraut, bei schlechten Lichtverhältnissen zu fotografieren. Ein bisschen Angst vor der Schwäche der Kamera war schon vorhanden, aber die musste ich schließlich auch mal überwinden. Und außerdem wollte ich einfach einige Dinge festhalten, die eben nicht hell erleuchtet waren. So kamen doch einige Bilder mit ISO 1.600, ISO 3.200 und sogar ISO 6.400 zusammen.

Zuhause, als die RAW-Bilder dann in Lightroom importiert waren, wurde es spannend. Und ich war selbst etwas überrascht. Natürlich weisen die Bilder zum Teil starkes Rauschen auf. Vieles wird von mir aber einfach übertrieben wahrgenommen, weil die Betrachtung am Bildschirm dazu verleitet, in das Bild hereinzuzoomen. Im Grunde sahen die aber weit weniger schlimm aus als befürchtet. Und da ich einige von den Bildern aufgrund der Motive dann doch mit ins Fotobuch packen wollte, habe ich die ganz normal in Lightroom bearbeitet und gegebenenfalls etwas mehr Rauschunterdrückung angewendet.

Und was soll ich sagen? Im Fotobuch, also ausbelichtet “auf Papier” ist das Rauschen kaum bis gar nicht wahrnehmbar, wirkt auf jeden Fall überhaupt nicht störend. Dabei musste ich an Scott Kelby denken, der mal bei einer Ausgabe von “The Grid” gesagt hat, dass er selbst nie Rauschreduzierung macht, weil 99 % der Bilder ohnehin nicht mehr als Webgröße haben oder aber kleine Fotoabzüge sind, wo das Rauschen überhaupt nicht sichtbar ist. Damals dachte ich, er sagt nicht ganz die Wahrheit, das Rauschen stört doch ungemein – nun, ich habe mich geirrt. In der Praxis ist Rauschen wirklich nicht so schlimm wie ich mir bisher eingeredet habe.

Hier mal zwei Beispiele von Bildern meiner Kamera mit ISO 6.400, es handelt sich um die RAW-Datei ohne jegliche Rauschreduzierung.

IMG_6762

Beispiel ISO 6.400
Beispiele für Bilder mit ISO 6.400. Natürlich ist Rauschen sichtbar, gerade bei großen einfarbigen Flächen, aber vollkommen im Rahmen.

Auf jeden Fall werde ich nun etwas weniger Scheu davor haben, bei ungünstigen Lichtverhältnissen zu fotografieren und die ISO hochzustellen. Natürlich hat man da gewisse Abstriche in der Fotoqualität, aber es hält sich dann doch selbst bei meiner APS-C-Kamera im Rahmen. Und dass man wirklich mal ISO 6.400 braucht, ist auch eher selten.

Ich würde sagen: High-ISO-Fotografie ist – auch mit APS-C-Sensoren – besser als ihr Ruf. Lektion gelernt. :)

Zahnspange – ein paar Monate später …

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, regelmäßig ein paar Gedanken zu meiner kieferorthopädischen Zahnspangenbehandlung festzuhalten. Und jetzt muss ich feststellen, dass seit dem letzten Beitrag dazu doch schon eine ganz schön lange Zeit vergangen ist. Macht aber nicht viel, denn oft passiert eine gewisse Zeit lang nicht viel und ständig wiederholen will ich mich ja auch nicht.

Gewisse “Fortschritte” gab es dann aber doch. Also hier ein kleines Update in dieser Sache.

Neben den normalen Justierungen an den ganzen Drähten, um die Zahnstellung zu optimieren, wurde am 20. Februar 2014 (endlich) das durchgeführt, was mir schon von Anfang an angedroht worden war: Da mir ein Backenzahn fehlt, sollte ein Weisheitszahn freigelegt werden und diese Position übernehmen. Da lag ich also nun, mit schwer betäubtem Kiefer. Und musste miterleben, wie mir das Zahnfleisch mit Glühdrähten aufgebrannt wurde, um den Zahn freizusetzen. Gespürt habe ich dank der Betäubung davon relativ wenig, aber das Ruckeln und Knirschen und Schaben waren nicht gerade sehr angenehm. Und wenn man den Geruch vom eigenen brennenden Fleisch in die Nase bekommt, dann kann einem schon mal schlecht werden. Ein bisschen schummerig war mir dann zeitweise auch zumute. Das Ganze dauerte auch etwas länger, weil der Zahn doch noch tief drin saß. Zudem sind zwei Glühdrähte durchgebrannt, erst mit dem dritten klappte es. Nach erfolgreicher Freilegung bekam ich eine Einlage in den frisch entstandenen Krater, der mit Schmerzmittel durchtränkt war. Das sollte die Schmerzen ertragbar halten, allerdings auf Kosten des unangenehmen Zahnarztgeruchs. ;) Aber OK, das ist in dem Moment nicht so wichtig. Und auch hier muss ich wieder sagen, dass die Schmerzen bei Weitem nicht so schlimm waren, wie mir im Vorfeld prognostiziert worden war. Auch wem Wechseln dieser Einlage alle paar Tage etwa 2-3 Wochen lang und beim gelegentlichen “Nachschaben” hielt sich alles im Rahmen. Alles in allem habe ich die Behandlung recht gut weggesteckt. Nur am folgenden Wochenende ging es mir einen Tag lang nicht so gut. Wird wohl eine Folge davon gewesen sein.

Irgendwann kamen dann zu den bisherigen Bögen und Drähten auch durchgängige Bögen hinzu. Und unlängst, am 12.05. wurde dann oben ein sogenannter Konstruktionsbogen eingesetzt. Was genau der jetzt anders machen soll, weiß ich nicht. Er sieht nur anders aus und hat ein paar Spitzen, sodass ich wieder auf Wachs angewiesen bin, damit sich mein Fleisch innen nicht ständig aufschlitzt. Und wie man sagt, ist so ein Konstruktionsbogen der nächste Schritt. Na dann nur zu! Mir ist alles recht, was mich näher zum Ende der Behandlung führt. :)

Das soll es dann an dieser Stelle erstmal wieder gewesen sein. Vielleicht denke ich diesmal etwas früher an den Folgebericht …

Wahlhelfer 2014 – Meine Highlights

Ein Nebeneffekt der Arbeit im Öffentlichen Dienst ist wohl, dass man gerne als Wahlhelfer genommen wird. Zumindest ist das bei uns so – ich muss fast immer ran.

So auch gestern. Bei uns wurden gleich vier Wahlen gleichzeitig durchgeführt. Das Auszählen hat also länger gedauert als sonst, allerdings auch nicht so lange wie befürchtet. Gegen 20:30 Uhr waren wir fertig. Und hey, immerhin gab es 40 €. Jetzt bleibt abzuwarten, ob es zu einer Stichwahl bei uns kommt, falls ja, muss ich in drei Wochen wieder los.

Auch wenn so ein Wahltag im Wahlvorstand letztendlich ziemlich unspektakulär ist, so gab es gestern doch vier – ich nenne es mal – Highlights. Sowohl zum Lachen als auch zum Kopfschütteln.

Kopfschüttel-Highlight
Ein Ehepaar mittleren Alters kam gerade zu einem ungünstigen Zeitpunkt, als ausnahmsweise mal etwas mehr los war in unserem Wahllokal. Beide Wahlkabinen waren besetzt. Da forderten sie Kugelschreiber von uns und wollten ihre Stimmzettel einfach öffentlich im Raum ausfüllen. Das haben wir nicht erlaubt und darauf verwiesen, dass es in der Wahlkabine geschehen muss. Daraufhin zischten die nur “na dann eben nicht” und haben uns ihre Wahlzettel um die Ohren gepfeffert. Leute gibts …

Kleines Kopfschüttel-Highlight
Ein junger Mann ging in die Wahlkabine und fragte uns kurz darauf, ob wir nicht einen Kugelschreiber für ihn hätten. Wir meinten, es wäre doch ein Bleistift dort. Er wollte aber doch zwingend einen Kugelschreiber haben, denn den könnten wir ja nicht wegradieren. Dass der Bleistift dort ein spezieller und dokumentenechter Bleistift war, hat ihn weder interessiert noch überzeugt. Und daran, dass wir überhaupt kein Interesse, Lust und Zeit dafür hatten, Stimmen zu fälschen, hat er wohl auch nicht gedacht …

Lacher-Highlight
Ein Ehepaar kam mit der Tochter und der Vater meinte ganz stolz, dass diese nun zum ersten Mal wählen dürfe. Nachdem sie ihre Stimmzettel ausgefüllt hatten, kramte der Vater mit den Zetteln in der Hand in seiner Tasche herum und holte sein Handy heraus. Wir schauten uns schon fragend an. Dann bat er seine Tochter, sich mit den Stimmzetteln an die Wahlurne zu stellen und er machte ein paar Fotos, während sie die Zettel durch den Schlitz gleiten ließ. Wirkte auf uns schon ein wenig albern, aber was soll’s. Die Leute hatten einen Migrationshintergrund – wer weiß, vielleicht ist Wählen für die noch etwas Besonderes …

Nachdenk-Highlight
Die Wahlbeteiligung ist zwar wohl leicht gestiegen, mit 48 % aber in meinen Augen immer noch miserabel.
Gegen 11 Uhr war ein älterer Herr zur Wahl da und fragte mich nach der Wahlbeteiligung. Zu dem Zeitpunkt waren ca. 110 Leute wählen gewesen, was knapp unter 10 % waren. Er meinte, es sei wirklich traurig. Früher habe man dafür gekämpft, endlich frei wählen und mitentscheiden zu dürfen und heute werde das Recht so verschmäht. Die Leute wüssten einfach nicht, welch ein Vorrecht sie hier haben bzw. würden es nicht schätzen. Nun ja, ich konnte ihm nicht widersprechen. Ich finde es auch unverantwortlich, nicht wählen zu gehen, weil man eben mal keine Lust hat oder “keine Ahnung hat, wen man wählen soll”.

Also, wie ihr seht habe ich nichts Besonderes erlebt bei der Wahl – war ja auch nicht zu erwarten – aber ein paar Gedanken wollte ich dann doch festhalten.

Windows 8.1 – WLAN-Verbindungen verwalten

Wer mich kennt, weiß, dass ich überzeugter Windows-Nutzer bin. Auch Windows 8 nutze ich seit der ersten Stunden und war trotz der vielen Mängel und Unzulänglichkeiten für Desktop-User und Maus-Bediener schon von Anfang damit recht glücklich. Denn ich bin jemand, der durchaus bereit ist, seine eigene Arbeitsweise anzupassen und trauere alten Dinge in der Regel nicht nach – oder zumindest nicht lange. Außerdem bleibt die Zeit nicht stehen, es gibt es überall Veränderungen im Leben – warum nicht auch in der Bedienung unserer Computer? Und mal ehrlich, mit Windows 8.1 Update 1 ist Windows 8 wieder deutlich besser geworden …

Aber natürlich gibt es auch in meinen Augen Sachen, wo Microsoft einfach Mist baut. Womit wir wieder beim Thema wären. Und das ist etwas, was (ausnahmsweise mal) unter Windows 8 noch besser war als unter 8.1 – die Verwaltung von WLAN-Verbindungen. Oder – wie es unter Windows bisher so schön hieß – Drahtlosnetzwerken.

Gab es unter Windows 8 (und unter Windows 7 natürlich auch) in der Systemsteuerung -> Netzwerk- und Freigabecenter noch den Punkt “Drahtlosnetzwerke verwalten”, so ist dieser unter Windows 8.1 verschwunden. Früher sah man hier eine Liste mit allen gespeicherten WLANs, konnte die Eigenschaften ändern und vor allem ein WLAN löschen, das z.B. nicht mehr verwendet wird.

Netzwerk- und Freigabecenter
Netzwerk- und Freigabecenter
Drahtlosnetzwerke verwalten
Drahtlosnetzwerke verwalten

Das alles geht unter Windows 8.1 nun nicht mehr so einfach über die Benutzeroberfläche der Systemsteuerung.  Nein, man muss leider auf die Eingabeaufforderung zurückgreifen. Aufgefallen ist es mir eher zufällig, weil ich einem Kollegen sein Notebook mit Windows 8.1 eingerichtet habe und dabei mein WLAN genutzt habe, das ich aber danach wieder entfernen wollte. Vergeblich habe ich nach der Drahtlosnetzwerkverwaltung gesucht, bis eine kurze Google-Suche mir Klarheit verschafft hat.

Die benötigten Befehle liefert Microsoft natürlich auf einer Hilfeseite:

Löschen eines Profils:
netsh wlan delete profile name=”ProfileName”

Anzeigen aller Funkprofile auf dem PC:
netsh wlan show profiles

Anzeigen eines Sicherheitsschlüssels:
netsh wlan show profile name=“ProfileName” key=clear

Ist natürlich alles kein Problem, und so oft wird man diese Funktionalität wohl nicht brauchen, und ja, die Eingabeaufforderung hat in vielen Hinsichten ihre Vorteile und wird bei Admins gerne genutzt (geht manchmal auch nicht anders), aber warum man bei einem modernen Betriebssystem für so einfache Dinge wieder die “alte” DOS-Box braucht, ist mir ein Rätsel …

mRemoteNG – tolles RDP-Tool

Als Administrator in einer Windows-Umgebung nutzt man eine Sache ganz besonders: RDP – die Remotedesktopverbindung. Was RDP ist, brauche ich wohl nicht wirklich zu erklären: Man kann sich auf diverse Windows-Server (oder auch Clients) remote schalten und sie so komfortabel verwalten.

Schlimm ist, dass ich mich bisher in dieser Sache überhaupt nicht weiter schlau gemacht habe. Ich habe einfach immer das in Windows eingebaute Tool genutzt, um RDP-Verbindungen zu unseren Servern herzustellen. Das hat natürlich auch immer tadellos funktioniert, aber hätte ich mir Gedanken dazu gemacht, wäre ich viel früher auf diverse Tools gekommen, die die Arbeit mit RDP deutlich vereinfachen.

mRemoteNG - Oberfläche
mRemoteNG – Oberfläche

Erst einer unserer Dienstleister hat mich dann auf mRemoteNG aufmerksam gemacht.  Dabei handelt es sich um ein kleines Tool, mit dem man seine RDP-Verbindungen super verwalten kann. Man kann sich die einzelnen Verbindungen samt Benutzer und Passwort zu den Servern abspeichern, sodass man ohne groß was eingeben zu müssen direkt auf den Geräten ist. Das kann das Windows-Tool zwar auch, aber nicht so komfortabel. Außerdem kann man sich seine ganze “Verbindungsdatenbank” als Datei abspeichern und so problemlos auf andere Geräte übertragen.

Weiterhin – und das ist das beste – unterstützt das Tool Tabs. Unter Windows ist es fast ein Krampf, wenn man mehrere RDP-Sitzungen gleichzeitig offen hat und hin- und herschalten muss. mRemoteNG erstellt für jede Sitzung einen Tab, sodass man sehr einfach zwischen den Servern wechseln kann.

Das Bild passt sich außerdem immer dynamisch an die aktuelle Fenstergröße an. Beim Windows-Tool muss man schon mal vertikal und horizontal scrollen, wenn man das Sitzungsfenster etwas kleiner macht – auch das etwas, was nerven kann.
Zudem befindet man sich immer auf seinem eigenen Rechner, man muss das Sitzungsfenster nicht erst minimieren, wenn man etwas auf dem eigenen Gerät nachschauen will.

mRemoteNG unterstützt aber nicht nur das RDP-Protokoll, sondern auch VNC, ICA, SSH, Telnet und HTTP/HTTPS. Also eine ganze Menge an Standards.

Schon schlimm, dass ich mich so lange mit Windows-RDP herumgeschlagen habe und nicht selbst auf die Idee gekommen bin, nach einer Alternative zu suchen. Aber die Freude, nun dieses Tool zu haben, überwiegt den Ärger über mich selbst. :)

Weitere Infos und Download findet ihr hier: http://www.mremoteng.org/

OneNote jetzt kostenlos – Einrichtung der Synchronisation für mobile Geräte

Gute Nachricht für alle Notiz-Freunde: OneNote, das Notizprogramm aus dem Hause Microsoft, ist nun kostenlos zu haben. Für Windows war es bisher nur als Teil von Office verfügbar, für Mac ist es ganz neu. Außerdem gibt es Apps für Android, iOS und Windows Phone. Linux wird leider nicht unterstützt (welch Wunder). Dort könnte man jedoch auf die Web-App zurückgreifen, was zugegeben aber nur ein schwacher Trost ist.
Herunterladen könnt ihr euch OneNote unter http://www.onenote.com/.

Ich selbst bin schon lange überzeugter Nutzer von OneNote. Zwar war es bisher keine wirklich intensive Nutzung – dafür halte ich (leider) zu wenig fest – aber wenn ich mal Notizen gemacht habe, dann in OneNote. Handling und Optik gefallen mir einfach gut. Da ich unterwegs keine Notizen mache, kannte ich aber auch nur die Desktop-Anwendung für Windows, nicht die mobilen Apps.
Fairerweise muss ich dazusagen, dass ich keines der Konkurrenzprodukte (z.B. Evernote) getestet habe, da ich den Sync auf mobile Geräte einfach nicht brauchte.

OneNote 2010 unter Windows 7
OneNote 2010 unter Windows 7

Den kostenlosen Release von OneNote habe ich jetzt aber mal zum Anlass genommen, zum einen Ordnung in meine bisherigen Notizen zu bringen, zum anderen aber auch die Nutzung von OneNote auf meinem Android-Smartphone und iPad Air voranzubringen. Dazu sei gleich gesagt, dass man für die Nutzung der Apps zwingend ein Microsoft-Konto benötigt. Dort werden die Notizen auch gespeichert. Speichern der Daten lokal direkt auf dem mobilen Gerät ist nicht vorgesehen. Da ich aber ohnehin schon lange ein MS-Konto habe und auch in Windows 8.1 nutze, ist das für mich kein Problem.

Bei dem Sync der Notizen über diverse Plattformen hinweg muss man allerdings ein paar Dinge beachten.

Ich habe meine am Desktop erstellten Notizbücher bereits länger in meinem OneDrive-Ordner gespeichert, damit meine Notizen über die Cloud mit meinem Rechner im Büro synchronisiert werden. Und die OneDrive ist eben mein bevorzugter Cloud-Speicher. Daher ging ich davon aus, dass ich die Notizbücher einfach in den Apps auf den mobilen Geräten und in der Web-App öffnen und bearbeiten könnte. Doch Pustekuchen. Sie wurden mir dort gar nicht angezeigt, ich konnte auf den Synchronisieren-Button drücken, sooft ich wollte.
Ähnliches galt für die Web-App. Zwar konnte ich die Dateien in der Webansicht meiner OneDrive sehen, doch wenn ich ein Notizbuch öffnen wollte, wurde es einfach nur heruntergeladen.

Der Trick ist, dass man die Notizbücher erst quasi konvertieren muss, damit die Web-App und die mobilen Apps damit zurechtkommen. Bzw. müssen die Notizbücher erst freigegeben werden, das Konvertieren geschieht dann automatisch.

Dazu geht man in OneNote auf Datei -> Freigeben. Dort wählt man oben das entsprechende Notizbuch aus, wählt unter Freigeben in “Web” aus und meldet sich unter Webspeicherort mit seinem Microsoft-Konto an. Dann sieht man die Ordner, die sich bereits auf der OneDrive befinden und kann den gewünschten auswählen. Abschließend ein Klick auf Notizbuch freigeben und ein kleiner Fortschrittbalken erscheint. Nach der Konvertierung kommt eine Meldung, dass die Freigabe erfolgreich war und die Frage, ob man andere per Mail darüber informieren möchte. Das kann man verneinen bzw. abbrechen.

Notizbücher freigeben
Notizbücher freigeben

Ein Blick in die entsprechenden Ordner zeigt dann auch, dass wirklich eine Kovertierung durchgeführt wurde. Die einzelnen Notizbücher und Abschnitte liegen nun nicht mehr als Ordner und Dateien auf der Festplatte, sondern sind komplett auf die OneDrive migriert. Man sieht nur noch eine Internetverknüpfung.

Die Konvertierung ist auch anhand der Dateien im Explorer sichtbar
Die Konvertierung ist auch anhand der Dateien im Explorer sichtbar

Auch in OneNote selbst sieht man, dass die Notizbücher nun richtig online in der OneDrive liegen. Die kleine Erdkugel am Buch-Symbol zeigt es an. Außerdem gibt es dort nun ein kreisförmigen Zeichen für die Synchronisierung samt einem Check, der die erfolgreiche Synchronisation anzeigt.

Man sieht, ob ein Notizbuch online freigegeben wurde oder nicht.
Man sieht, ob ein Notizbuch online freigegeben wurde oder nicht.

Sind alle gewünschten Notizbücher auf diese Weise online bereitgestellt worden, steht einem Zugriff über die Web-App und die mobilen Apps nichts mehr im Wege. Wie das in der jeweiligen App funktioniert, ist aber selbsterklärend. Man muss einfach die OneNote-App installieren und sich mit seinem Microsoft-Konto dort anmelden. Schon sollten nach einer kurzen Zeit der Synchronisierung sämtliche Notizbücher auftauchen.

Die OneNote-Apps sind sowohl für Android-Smartphones als auch für das iPad optisch keine Augenweide, aber sie erfüllen ihren Zweck. Dabei gefällt mir persönlich das flache Design der Android-Version besser. Die iOS-Version scheint auch nicht im iOS 7-Look angepasst zu sein. Hier seht ihr ein paar Screenshots.

OneNote auf Android-Smartphones
OneNote auf Android-Smartphones
OneNote auf dem iPad
OneNote auf dem iPad
Web-App - OneNote im Browser
Web-App – OneNote im Browser

Falls ihr also noch nach einer guten Notiz-App sucht, gebt OneNote eine Chance. Vielleicht gefällt es euch auch.

Bildung, IT, Fotografie und was mir sonst noch einfällt …

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.