mRemoteNG – tolles RDP-Tool

Als Administrator in einer Windows-Umgebung nutzt man eine Sache ganz besonders: RDP – die Remotedesktopverbindung. Was RDP ist, brauche ich wohl nicht wirklich zu erklären: Man kann sich auf diverse Windows-Server (oder auch Clients) remote schalten und sie so komfortabel verwalten.

Schlimm ist, dass ich mich bisher in dieser Sache überhaupt nicht weiter schlau gemacht habe. Ich habe einfach immer das in Windows eingebaute Tool genutzt, um RDP-Verbindungen zu unseren Servern herzustellen. Das hat natürlich auch immer tadellos funktioniert, aber hätte ich mir Gedanken dazu gemacht, wäre ich viel früher auf diverse Tools gekommen, die die Arbeit mit RDP deutlich vereinfachen.

mRemoteNG - Oberfläche
mRemoteNG – Oberfläche

Erst einer unserer Dienstleister hat mich dann auf mRemoteNG aufmerksam gemacht.  Dabei handelt es sich um ein kleines Tool, mit dem man seine RDP-Verbindungen super verwalten kann. Man kann sich die einzelnen Verbindungen samt Benutzer und Passwort zu den Servern abspeichern, sodass man ohne groß was eingeben zu müssen direkt auf den Geräten ist. Das kann das Windows-Tool zwar auch, aber nicht so komfortabel. Außerdem kann man sich seine ganze “Verbindungsdatenbank” als Datei abspeichern und so problemlos auf andere Geräte übertragen.

Weiterhin – und das ist das beste – unterstützt das Tool Tabs. Unter Windows ist es fast ein Krampf, wenn man mehrere RDP-Sitzungen gleichzeitig offen hat und hin- und herschalten muss. mRemoteNG erstellt für jede Sitzung einen Tab, sodass man sehr einfach zwischen den Servern wechseln kann.

Das Bild passt sich außerdem immer dynamisch an die aktuelle Fenstergröße an. Beim Windows-Tool muss man schon mal vertikal und horizontal scrollen, wenn man das Sitzungsfenster etwas kleiner macht – auch das etwas, was nerven kann.
Zudem befindet man sich immer auf seinem eigenen Rechner, man muss das Sitzungsfenster nicht erst minimieren, wenn man etwas auf dem eigenen Gerät nachschauen will.

mRemoteNG unterstützt aber nicht nur das RDP-Protokoll, sondern auch VNC, ICA, SSH, Telnet und HTTP/HTTPS. Also eine ganze Menge an Standards.

Schon schlimm, dass ich mich so lange mit Windows-RDP herumgeschlagen habe und nicht selbst auf die Idee gekommen bin, nach einer Alternative zu suchen. Aber die Freude, nun dieses Tool zu haben, überwiegt den Ärger über mich selbst. :)

Weitere Infos und Download findet ihr hier: http://www.mremoteng.org/

OneNote jetzt kostenlos – Einrichtung der Synchronisation für mobile Geräte

Gute Nachricht für alle Notiz-Freunde: OneNote, das Notizprogramm aus dem Hause Microsoft, ist nun kostenlos zu haben. Für Windows war es bisher nur als Teil von Office verfügbar, für Mac ist es ganz neu. Außerdem gibt es Apps für Android, iOS und Windows Phone. Linux wird leider nicht unterstützt (welch Wunder). Dort könnte man jedoch auf die Web-App zurückgreifen, was zugegeben aber nur ein schwacher Trost ist.
Herunterladen könnt ihr euch OneNote unter http://www.onenote.com/.

Ich selbst bin schon lange überzeugter Nutzer von OneNote. Zwar war es bisher keine wirklich intensive Nutzung – dafür halte ich (leider) zu wenig fest – aber wenn ich mal Notizen gemacht habe, dann in OneNote. Handling und Optik gefallen mir einfach gut. Da ich unterwegs keine Notizen mache, kannte ich aber auch nur die Desktop-Anwendung für Windows, nicht die mobilen Apps.
Fairerweise muss ich dazusagen, dass ich keines der Konkurrenzprodukte (z.B. Evernote) getestet habe, da ich den Sync auf mobile Geräte einfach nicht brauchte.

OneNote 2010 unter Windows 7
OneNote 2010 unter Windows 7

Den kostenlosen Release von OneNote habe ich jetzt aber mal zum Anlass genommen, zum einen Ordnung in meine bisherigen Notizen zu bringen, zum anderen aber auch die Nutzung von OneNote auf meinem Android-Smartphone und iPad Air voranzubringen. Dazu sei gleich gesagt, dass man für die Nutzung der Apps zwingend ein Microsoft-Konto benötigt. Dort werden die Notizen auch gespeichert. Speichern der Daten lokal direkt auf dem mobilen Gerät ist nicht vorgesehen. Da ich aber ohnehin schon lange ein MS-Konto habe und auch in Windows 8.1 nutze, ist das für mich kein Problem.

Bei dem Sync der Notizen über diverse Plattformen hinweg muss man allerdings ein paar Dinge beachten.

Ich habe meine am Desktop erstellten Notizbücher bereits länger in meinem OneDrive-Ordner gespeichert, damit meine Notizen über die Cloud mit meinem Rechner im Büro synchronisiert werden. Und die OneDrive ist eben mein bevorzugter Cloud-Speicher. Daher ging ich davon aus, dass ich die Notizbücher einfach in den Apps auf den mobilen Geräten und in der Web-App öffnen und bearbeiten könnte. Doch Pustekuchen. Sie wurden mir dort gar nicht angezeigt, ich konnte auf den Synchronisieren-Button drücken, sooft ich wollte.
Ähnliches galt für die Web-App. Zwar konnte ich die Dateien in der Webansicht meiner OneDrive sehen, doch wenn ich ein Notizbuch öffnen wollte, wurde es einfach nur heruntergeladen.

Der Trick ist, dass man die Notizbücher erst quasi konvertieren muss, damit die Web-App und die mobilen Apps damit zurechtkommen. Bzw. müssen die Notizbücher erst freigegeben werden, das Konvertieren geschieht dann automatisch.

Dazu geht man in OneNote auf Datei -> Freigeben. Dort wählt man oben das entsprechende Notizbuch aus, wählt unter Freigeben in “Web” aus und meldet sich unter Webspeicherort mit seinem Microsoft-Konto an. Dann sieht man die Ordner, die sich bereits auf der OneDrive befinden und kann den gewünschten auswählen. Abschließend ein Klick auf Notizbuch freigeben und ein kleiner Fortschrittbalken erscheint. Nach der Konvertierung kommt eine Meldung, dass die Freigabe erfolgreich war und die Frage, ob man andere per Mail darüber informieren möchte. Das kann man verneinen bzw. abbrechen.

Notizbücher freigeben
Notizbücher freigeben

Ein Blick in die entsprechenden Ordner zeigt dann auch, dass wirklich eine Kovertierung durchgeführt wurde. Die einzelnen Notizbücher und Abschnitte liegen nun nicht mehr als Ordner und Dateien auf der Festplatte, sondern sind komplett auf die OneDrive migriert. Man sieht nur noch eine Internetverknüpfung.

Die Konvertierung ist auch anhand der Dateien im Explorer sichtbar
Die Konvertierung ist auch anhand der Dateien im Explorer sichtbar

Auch in OneNote selbst sieht man, dass die Notizbücher nun richtig online in der OneDrive liegen. Die kleine Erdkugel am Buch-Symbol zeigt es an. Außerdem gibt es dort nun ein kreisförmigen Zeichen für die Synchronisierung samt einem Check, der die erfolgreiche Synchronisation anzeigt.

Man sieht, ob ein Notizbuch online freigegeben wurde oder nicht.
Man sieht, ob ein Notizbuch online freigegeben wurde oder nicht.

Sind alle gewünschten Notizbücher auf diese Weise online bereitgestellt worden, steht einem Zugriff über die Web-App und die mobilen Apps nichts mehr im Wege. Wie das in der jeweiligen App funktioniert, ist aber selbsterklärend. Man muss einfach die OneNote-App installieren und sich mit seinem Microsoft-Konto dort anmelden. Schon sollten nach einer kurzen Zeit der Synchronisierung sämtliche Notizbücher auftauchen.

Die OneNote-Apps sind sowohl für Android-Smartphones als auch für das iPad optisch keine Augenweide, aber sie erfüllen ihren Zweck. Dabei gefällt mir persönlich das flache Design der Android-Version besser. Die iOS-Version scheint auch nicht im iOS 7-Look angepasst zu sein. Hier seht ihr ein paar Screenshots.

OneNote auf Android-Smartphones
OneNote auf Android-Smartphones
OneNote auf dem iPad
OneNote auf dem iPad
Web-App - OneNote im Browser
Web-App – OneNote im Browser

Falls ihr also noch nach einer guten Notiz-App sucht, gebt OneNote eine Chance. Vielleicht gefällt es euch auch.

Lightroom 5 lernen – Tutorials

Seit ich mich ernsthaft und intensiver mit der Fotografie und dem entsprechenden Post-Processing beschäftige, arbeite ich mit Lightroom.

Aufgrund diverser Empfehlungen, die man im Internet findet, habe ich mich dafür entschieden. Die ersten Wochen oder sogar Monate nach dem Kauf habe ich Lightroom aber kaum bis gar nicht genutzt, weil ich damit nicht wirklich zurechtgekommen bin. Ich habe teilweise nicht verstanden, was einzelne Regler und Funktionen wirklich bewirken. Dann hat mich ein Freund auf YouTube und einen bestimmten Kanal verwiesen, wo ein erfolgreicher Fotograf regelmäßig Tutorials zum Thema Lightroom zur Verfügung stellt. Erst da bin ich auf die Idee gekommen, mir generell Hilfe in Videoform zu suchen. Neben den kostenlosen Videos habe ich sogar teilweise Tutorials gekauft, um noch mehr zu lernen. Diese Videos waren zu 99 % in Englisch, was für mich aber kein Problem darstellt.

Das Ganze hat mich so weit forangebracht, dass ich richtig Spaß mit dem Umgang mit Lightroom bekommen habe und erst richtig gemerkt habe, wie mächtig Lightroom eigentlich ist – aus “Naja-Bildern” können innerhalb weniger Minuten sehr schöne Aufnahmen werden.

Deswegen habe ich angefangen, Lightroom vor anderen Leuten zu empfehlen. Leider kommen nicht alle mit der englischen Sprache so gut zurecht wie ich, daher konnten die mit den Tutorials nicht viel anfangen. Und da es meiner Meinung nach wenig gute deutsche Videos zu Lightroom auf YouTube gibt, habe ich mich entschlossen, selbst welche zu machen.

In Deutsch sind die – dafür kann ich garantieren. Ob sie auch gut sind – nun, das müsst ihr selbst entscheiden. :)
In den Videos arbeite ich mit Lightroom 5, aber bis auf ein paar Ausnahmen ist alles genau so auch in Version 4 machbar.

Natürlich bin ich kein Profi, sondern nur ein Hobbyfotograf, der zudem noch recht wenig Erfahrung hat. Aber mit Lightroom umgehen, kann ich mittlerweile einigermaßen.

Ich hoffe, ihr schaut mal in meine Videos und könnt dort auch etwas entnehmen!

Hier der Link zu meiner Playlist.
Lightroom 5 lernen – Playlist

Es kommen laufend neue Videos hinzu – solange ich Spaß daran habe. :)

Apple, ein Seitensprung – Teil 3, das iPad Air und wie ich damit klarkomme

Nun haben wir es also seit einigen Wochen – das iPad Air. Ich habe bereits beschrieben, warum ich als eingefleischter Windows- und Android-Nutzer mich beim Tablet gerade für das iPad Air aus dem Hause Apple entschieden habe – obwohl ich durchaus meine Bedenken hatte und auch nicht alles toll finde, was Apple so macht. Und warum es ein Abenteuer für mich ist. Den Bestellvorgang habe ich ebenfalls schon in höchsten Tönen gelobt. Jetzt will ich also ein paar Gedanken zum iPad Air schreiben, und wie ich und meine Frau so damit zurechtkommen. Erwartet keinen Test, denn davon gibt es bereits sehr viele von Leuten, die so etwas besser können als ich und mehr Erfahrung auch mit anderen Vergleichsgeräten haben. Für uns ist es das erste Tablet.

iPad Air
iPad Air

Wie in Teil 1 angedeutet, habe ich bisher bewusst Produkte aus dem Hause Apple gemieden. Nicht, weil ich per sé etwas gegen Apple habe oder deren Produkte nicht gut finde. Nein, zum einen, weil ich nicht hinter Apples Firmenpolitik stehe (was ich aber nicht weiter thematisieren will), zum anderen aber auch, weil Apple die Nutzer massiv einschränkt und einem das eigene Ökosystem aufzwingt. Alles natürlich nur zur eigenen Sicherheit. Blabla, ich kann auf mich selbst aufpassen!

Bei Android lassen sich Daten ganz einfach aufs mobile Gerät kopieren. Einfach anschließen und das Gerät wird als Laufwerk erkannt. Drag&Drop, fertig. Gilt für alles, Musik, Bilder, PDFs, Videos.
Unter iOS benötigt man zwingend iTunes. Für alles. Und Videos werden beim Sync dann auch noch konvertiert. Das dauert. Nichts mit mal einfach schnell ein paar Videos aufs iPad kopieren. Gut, iCloud ist auch eine Möglichkeit zum syncen, aber höchstens für kleine Dateien.

Google mag eine bestimmte App nicht und verbannt sie aus dem Play Store? Wayne, einfach apk herunterladen und App selbst manuell installieren. Ohne root, ganz einfach so. Oder einen der vielen weiteren Stores nutzen, wie z.B. Amazon.
Apple mag eine bestimmte App nicht und verbannt sie aus dem App Store? Ätsch! Pech gehabt! Wenn man nicht bereit ist, sein Gerät zu jailbreaken, dann muss man eben auf die App verzichten. Ist natürlich nur zu unserem Besten. Ja ne, is klar!

Aber hoppla, ich schweife ab. Was ich damit nur sagen wollte: Ich hatte meine Bedenken, dass ich, der ich die Freiheit von Google (Android) und Microsoft (Windows) gewöhnt bin, mit der Gefangenschaft in Apples Fängen nicht würde umgehen können. Und damit zurück zum iPad Air.

Zum Gerät an sich gibt’s nichts Neues zu sagen. Die Verarbeitung ist wirklich top, lediglich der Homebutton schließt in meinem Fall nicht 100%ig mit dem Rest des Gehäuses ab. Fährt man mit dem Finger drüber, spürt man eine leichte Kante. Ich weiß nicht, ob das ein Fehler ist oder dort gewisse Toleranz eingeplant werden muss. Auf jeden Fall stört es nicht und auch der Funktion tut es keinen Abbruch. Das hintere Aluminium-Gehäuse fühlt sich toll an, manchmal macht es sogar Spaß, das Gerät einfach nur mal in die Hand zu nehmen (oh Mann, wie peinlich klingt das denn …).
Das Display ist gigantisch! Die Farben sind super, das Betrachten von Bildern macht riesigen Spaß. Auch das Problem mit dem Gelbstich, das viele Nutzer melden, scheint dieses Gerät nicht zu haben. Der Touchscreen reagiert sehr gut, die Helligkeit überzeugt!
Leider befinden sich beide Lautsprecher an einer Seite, daher hat man kein Stereo, aber ansonsten kann man sich über den Klang nicht beschweren. Musik klingt verhältnismäßig gut und satt und auch die Lautstärke ist meines Erachtens hoch!
Gewicht. Kann man bei 469 g von Gewicht sprechen? Klar, man merkt, dass man etwas in der Hand hält, aber das iPad ist echt federleicht und lässt sich auch über einen längeren Zeitraum ohne Beschwerden in der Hand halten. Top!
Die Kamera zu beurteilen fällt mir schwer. Ich bin DSLR-Hobbyfotograf und sehr anspruchsvoll beim Thema Bildqualität. Kann sein, dass das iPad draußen bei gutem Licht einigermaßen gute Ergebnisse liefert. Meine Tests in den Räumen an Weihnachten waren einfach grottenschlecht! Die Kamera macht keinen Spaß! Aber das muss sie auch nicht, ich finde Fotografieren mit einem Tablet ohnehin albern und würde es nie machen. Von daher ist es mir egal, wie die Kamera so ist.
Die Performance. Hm. Ich habe wie gesagt noch keine Erfahrung mit anderen iOS-Geräten, aber man sagt Apple ja nach, dass Hard- und Software perfekt miteinander harmonieren. Leider scheint das mit dem iPad Air und iOS 7 nicht immer und überall zu stimmen. Klar, der neue 64bit-Prozessor samt Co-Prozessor bietet einiges an Leistung und spielt in der obersten Liga mit, obwohl es „nur“ ein Dual-Core ist. Das meine ich nicht. Man merkt aber, dass das Gerät nur 1 GB Arbeitsspeicher hat. In meinen Augen für ein Tablet zu wenig. (Selbst mein HTC One hat 2 GB.) Es gibt Momente, in denen das iPad dann doch mal stockt oder hakelt. Nein, es ist nicht dramatisch, und man kann damit leben, aber es ist eben nicht das, was ich von der Perfektion Apples erwartet habe. Dort soll doch immer alles so smooth laufen. Bleibt zu hoffen, dass iOS 7 dahingehend noch weiter optimiert wird.
Die Akkulaufzeit ist meines Erachtens sehr zufriedenstellend. Bei unserer Nutzung kommen wir mit einer Ladung locker auf 8-10 Stunden Aktivzeit. Allerdings spielen wir keine 3D-Spiele, höchstens 2D Casual Games.

Kommen wir zur Nutzung, und zu meinen Bedenken. Was Apps angeht und Apples Restriktionen: Bislang habe ich keine App gebraucht, die es nicht im App Store gibt. Von daher kann ich da nicht groß meckern. Ich hoffe, das bleibt so. Nicht, dass Apple irgendwann auf die Idee kommt und z.B. den VLC Media Player verbannt. Denn den brauche ich.
Apps an sich sollen ja unter iOS oft schöner und besser umgesetzt sein als die Android-Pendants. Das kann ich zumindest dahingehend bestätigen, als dass alle Apps, die wir nutzen, einwandfrei funktionieren. Auch da kann ich nicht klagen. Soweit also alles gut.

Was das Kopieren von Daten auf das iPad angeht: Das wäre in der Tat etwas, was mir wesentlich mehr Schmerzen bereiten würde, da ich iTunes einfach vermeiden will. Und da kommt mir entgegen, dass ich mir unabhängig vom iPad auch gerade ein Synology NAS gekauft habe und dort nun alle meine Daten liegen habe. Und Synology bietet diverse Apps für alle Plattformen an, mit denen man auf die Daten, Filme und Musik auf der NAS zugreifen und streamen kann. Und nicht nur das – alle Dateien können auf Dateiebene vom NAS heruntergeladen werden. So wie sie sind. Ohne Konvertierung. Und ohne iTunes! Das ist super, nur leider nicht Apples Verdienst. Der Dank geht hier an Synology, denn sie machen mir das Leben leichter. Ohne das NAS wäre ich wohl nicht ganz so glücklich.

Wie kompliziert Apple sein kann, habe ich bei PDFs gemerkt. Ich wollte meine eBooks in der App iBooks öffnen und lesen. Nur wollte iBooks die Dateien, die ich von meiner NAS kopiert hatte, partout nicht finden. Ich konnte sie zwar von der NAS öffnen, aber eben nicht offline anschauen. Offenbar beachtet iBooks nur einen bestimmten Ordner. Also wollte ich die PDFs per iTunes auf das iPad kopieren. Pustekuchen, iTunes zeigte mir einfach den Punkt „Bücher“ nicht an. Ich konnte keine Bücher synchronisieren. Also habe ich einen Trick probiert (Google sei Dank): Ich habe auf dem iPad eine Mail gesucht, die ein PDF enthält und habe das PDF abgespeichert. Prompt wurde es auch in iBooks angezeigt. Dann habe ich das Gerät wieder mit iTunes verbunden und siehe da – der Punkt „Bücher“ war nun da – mit der eben gespeicherten PDF. Und ich konnte meine anderen PDFs nun aufs Gerät kopieren. Warum so kompliziert? Bei Apple soll doch alles so einfach und intuitiv gehen!?

Zwischenfazit zum Thema Daten aufs Gerät kopieren? Da, wo mir das NAS hilft und ich iTunes vermeiden kann, ist alles super. Doch sobald ich dann doch auf iTunes angewiesen bin, geht das Drama los. Ich finde es einfach kompliziert. Wenn ich googlen muss, wie genau ich denn nun bestimmte Dateien aufs Gerät bekomme, dann kann ich nicht wirklich von Nutzerfreundlichkeit sprechen …
Und nebenbei frage ich mich immer noch, wieso ich dort in der Seitenleiste immer noch nicht „Bilder“ sehe – obwohl ich bereits Bilder synchronisiert habe.

Wo sind die Einträge "Bilder" und "Musik"!?
Wo ist der Eintrag “Bilder”!?

Hat man aber alles auf dem Gerät, was man so braucht, dann macht das iPad Air nur eines: Spaß! Ob man nur kurz was im Internet nachschauen möchte, ob man einfach mal Bock auf ein kleines Spielchen zwischendurch hat, seinen Freunden ein paar Bilder zeigen möchte oder mit Spotify Musik hören – alles geht schnell und wunderbar von der Hand.

Hm, jetzt kommt es mir vor, als hätte ich viel geschrieben, aber wenig gesagt. Egal! Ist ja mein Blog. ;)
Und ihr wisst jetzt: Das iPad Air ist super, ich habe den Kauf nicht bereut. Und meine Frau ist noch glücklicher damit. Ihr Notebook wurde seitdem nicht mehr angefasst. Also alles gut. Aber daran hat auch mein NAS seinen Anteil. Ohne das wäre ich nicht so zufrieden, soviel steht fest. Und die Nutzung von iTunes ist nicht so einfach und intuitiv wie es einem immer wahrgemacht wird. Zumindest nicht für einen Apple-Neuling, der an die einfache Bedienung von Windows gewöhnt ist. ;) Einige Dinge verstehe ich einfach nicht.

Fazit: Ich habe den Seitensprung zu Apple nicht bereut – und fühle mich dabei auch gar nicht untreu. Aber Apple ist beileibe nicht der Traum, den viele immer träumen!

Ein (neues) NAS muss her – Synology DS214 Review / Testbericht

Im letzten Artikel habe ich ausführlich erläutert, warum ich mich für ein NAS und gerade die DS214 von Synology entschieden habe. Wenn es euch interessiert, checkt den Artikel. Hier soll es rein um die DS214 gehen, so quasi ein kleines laienhaftes Review.

Unboxing – Lieferumfang und erster Eindruck
Neben der in weicher Folie eingebetteten DS214 selbst beinhaltet der Karton natürlich das Netzteil mit Stromkabel, ein Netzwerkkabel, die Kurzanleitung und eine Software-CD. Zusätzlich ein kleines Tütchen mit Schrauben für den Einbau von 2,5“-Festplatten. Also alles, was man braucht, um das Gerät in Betrieb zu nehmen. Mit Ausnahme der Festplatten natürlich.

Das Gerät besteht aus mattem Kunststoff mit etwas körniger Struktur. Lediglich die Abdeckung der Festplatteneinschübe vorne ist glänzend. Mir persönlich gefällt die matte Oberfläche besser, da auch keine Fingerabdrücke darauf zu sehen sind. Das Gewicht ist deutlich geringer als ich angenommen hatte, denn es ist ja im Grunde ein kleiner Rechner, also hatte ich mehr erwartet. Die Verarbeitungsqualität ist gut, auch wenn es aufgrund des geringes Gewichts und des Materials in der Hand manchmal etwas billig wirkt. Was es aber nicht ist. Alles ist stabil, schick und tadellos verarbeitet.

Die Abdeckung vorne zum Einbau der Festplatten ist schraubenlos und wird nur durch vier Gummipropfen gehalten (ein besseres Wort fällt mir dazu leider nicht ein). Da sie dadurch nur in das Gehäuse reingedrückt, aber nicht wirklich fest fixiert ist, wirkt die Abdeckung etwas locker. Aber da die Festplatten in der Regel nur einmal eingebaut werden und man die Abdeckung nicht oft entfernen muss, stellt das kein Problem dar.

Die Lösung mit dem Netzteil finde ich nicht so gut. Man hat – ähnlich wie bei den meisten Notebooks – ein Kaltgeräte-Kabel und das Netzteil samt einem zweiten dünneren Kabel. Ich hätte mir gewünscht, dass das Netzteil entweder im NAS selbst verbaut wäre, oder eben im Stromstecker. So hat man das klobige Netzteil irgendwo herumliegen.

Einbau der Festplatten
Die DS214 hat zwei Festplatteneinschübe, die jeweils mit maximal 4 TB-Festplatten bestückt werden können. Ich habe mir dazu zweimal eine WD Red mit jeweils 3 TB bestellt (WD30EFRX). Diese Festplatten werden offiziell vom NAS unterstützt und sind auch für den NAS-Betrieb optimiert. Was bedeutet, dass sie problemlos durchgehend laufen können und außerdem leiser und sparsamer sein sollen.

Einbau leicht gemacht
Einbau leicht gemacht

Der Einbau gestaltet sich sehr einfach und komplett schraubenlos. Einfach die bereits mehrfach erwähnte Abdeckung abnehmen, die per Klipp fixierte Halteschienen der Festplatten herausziehen und die Festplatten einsetzen. Mit schmalen aufsteckbaren Schienen werden die Platten in der Halterung fixiert. Dann einfach die Halteschienen samt Festplatten zurück ins Gehäuse schieben. Fertig. Es werden ebenfalls 2,5“-Festplatten unterstützt. Diese müssen allerdings mit Schrauben fixiert werden, die aber auch beiliegen.

Inbetriebnahme und Installation
Sind die Festplatten eingebaut und das Gerät ans Netzwerk angeschlossen und eingeschaltet, kann die Einrichtung beginnen. Die gestaltet sich kinderleicht. Über einen Link, den man einfach im Browser eingeben muss, wird das Netzwerk nach der DiskStation durchsucht und der Webassistent erscheint. Zunächst muss der DSM (DiskStation Manager), also das Betriebssystem, installiert werden. Am Einfachsten geschieht das über den Web Assistenten, allerdings muss das Gerät dafür online sein.

Alternativ kann die Installation auch mittels der mitgelieferten CD erfolgen. Ich habe die Web-Installation gewählt, die problemlos funktioniert hat. Vorteil hier ist auch, dass man gleich die aktuellste Version des DSM bekommt.

Nach der Installation und einem Neustart des Geräts erscheint die Anmeldemaske und man kommt auf die Oberfläche. Dort lässt sich das Gerät über die Systemsteuerung sehr einfach verwalten. Die Erstellung von Benutzern und Freigaben ist ebenfalls sehr einfach und idiotensicher. Zur Not wird es im Handbuch (das allerdings nur online abrufbar ist) gut erläutert. Außerdem darf man wohl davon ausgehen, dass Leute, die sich so ein NAS kaufen, zumindest ein wenig mit der Thematik vertraut sind und mit den Begriffen umgehen können.

Im Storage Manager lassen sich Volumes und auch Diskgruppen erstellen. So ein Volume ist die Voraussetzung für die Nutzung des NAS. Das Ganze geschieht über einen Assistenten, der einen hindurchleitet. Wenn ich mich recht erinnere, war in meinem Fall bereits ein Volume erstellt. Beide Platten wurden sofort erkannt und das Volume vom Typ SHR war automatisch erstellt. Beim SHR(Synology Hybrid RAID) handelt es sich – soweit mein Verständnis – um ein RAID1, das allerdings optimiert ist und es besser zulässt, Festplatten unterschiedlicher Größe zu verwenden. Da ich ohnehin ein RAID1 (also Spiegelung) geplant hatte, habe ich es dabei belassen und nicht manuell ein herkömmliches RAID1 eingerichtet.

Volumes
Volumes

Ist eine Freigabe mit den entsprechenden Berechtigungen auf dem Volume erstellt, kann man unter Windows ganz einfach darauf zugreifen. Daten können nun abgelegt oder abgerufen werden. Damit ist die grundlegende Funktion des NAS auch schon eingerichtet. Und genau dafür habe ich es mir auch angeschafft. Allerdings gibt es noch weitere tolle Funktionen, zu denen gleich mehr.

Freigabe
Freigabe


Oberfläche und Bedienung
Ich habe mit Linux bisher quasi nichts am Hut gehabt, aber selbst ich erkenne, dass es sich beim DSM um ein auf Linux basierendes System handelt. Dadurch wirkt es wie ein komplettes Betriebssystem, das einfach über Browser angesprochen und bedient wird. Man hat einen Desktop, ein Startmenü, die Systemsteuerung, einen Dateimanager und verschiedene Widgets – sprich nahezu ein „richtiges“ Betriebssystem. Die Bedienung gestaltet sich als äußerst einfach, weil es selbst einem Windows-User irgendwie vertraut vorkommt. Um bestimmte Dinge zu starten doppelklickt man einfach die Verknüpfung auf dem Desktop oder man geht den Weg über das Startmenü. Es ist alles aufgeräumt und nicht mit Einstellungsmöglichkeiten und Text überladen. Alles ist durchdacht strukturiert und nach kurzer Eingewöhnungszeit leicht aufzufinden. Die einzelnen Optionen sind allesamt verständlich in kurzen Worten beschrieben, wer mehr Infos und Erklärungen benötigt, kann jederzeit auf die eingebaute Hilfe zurückgreifen. Wie ein richtiges OS ist der DSM multitaskingfähig, es lassen sich verschiedene Programme gleichzeitig ausführen.

Die Oberfläche lässt sich außerdem nach eigenen Wünschen und Geschmack anpassen, sodass sich jeder wohl fühlen sollte.

Performance und Übertragungsgeschwindigkeit
Kommen wir zu der Performance des Gerätes und zu dem für mich wichtigsten Punkt: der Übertragungsgeschwindigkeit.

Die allgemeine Performance ist wirklich sehr gut. Als Hardware-Basis fungieren zwar „nur“ eine kleine Dual-Core-CPU mit 2 x 1,067 GHz und nur 512 MB RAM, jedoch scheint das vollkommen auszureichen für den Zweck. Die Verwaltung der DS mittels DSM läuft zu jeder Zeit flüssig. Mir sind kein Ruckeln oder irgendwelche Lags noch Wartezeiten aufgefallen. Selbst beim Datentransfer mit voller Leistung und nahezu ausgelasteter CPU lässt sich problemlos mit dem DSM arbeiten, auch mit mehreren geöffneten Fenstern gleichzeitig.

Wie bereits erwähnt, hatte ich schon ein NAS, das aufgrund von miserabler Übertragungsgeschwindigkeit aber schon lange nicht mehr im Einsatz war. Schreiben ging mit maximal 16 MB/s, Lesen immerhin mit gut 30 MB/s. Deutlich zu wenig, um damit die interne Daten-Platte abzulösen.

Die DS214 übertrifft allerdings alle meine Erwartungen! Das Schreiben einer einzelnen großen Datei vom PC über LAN-Kabel erfolgt mit 106 MB/s. Beim Lesen werden über 110 MB/s erreicht. Es wird also an der Grenze von Gigabit-Geschwindigkeit gekratzt!

Beim Verschieben von Ordnern mit kleineren Dateien ist die Geschwindigkeit natürlich nicht ganz so hoch, aber auch hier werden – natürlich abhängig von der Größe der einzelnen Dateien – locker bis zu 80 MB/s erreicht!

Geschwindigkeit über 100 MB/s
Geschwindigkeit über 100 MB/s

Was die Geschwindigkeit angeht, ist die DS214 also ein absoluter Volltreffer! Alleine dafür hat sich das „Upgrade“ von meinem alten NAS gelohnt.

Zusatzfunktionen / Apps
Neben der „normalen“ Funktionalität als Fileserver für die Datenablage bietet die DS214 aber noch sehr viel mehr! Bei der Suche nach einem NAS für mich hat das keine Rolle gespielt, mir ging es eben nur um schnelle Datenablage, doch nachdem ich ein paar der weiteren Funktionen getestet habe, habe ich sie sehr lieben gelernt und will sie nicht mehr missen. Mit der Installation weiterer Pakete oder – in moderner Sprache – Apps lässt sich die Funktionalität der DS deutlich aufwerten. Es gibt zahlreiche dieser Pakete, die sich einfach über das Paketzentrum installieren lassen.

Paketzentrum mit Apps
Paketzentrum mit Apps

Eine Auswahl:

  • Audio Station: Erlaubt einfaches Streamen der eigenen auf der DS gespeicherten Musik auf Tablets oder Smartphones mit der kostenlosen App DS Audio, die es für Android, iOS und auch Windows Phone gibt.
  • Video Station: Videopedant zur Audio Station. Auf der DS gespeicherte Filme können über die App DS Video einfach auf anderen Geräten abgerufen und gestreamt werden.
  • File Station: Keine gesonderte Funktion, erlaubt aber mittels der App DS File den kompletten Zugriff auf Dateiebene auf die DS. Man kann das NAS durchsuchen und Dateien einfach öffnen. Dateien lassen sich einfach auf das entsprechende Gerät herunterladen, was gerade bei iPads sinnvoll ist, um sich den Weg über iTunes zu sparen.
  • Cloud Station: Macht die DS zur eigenen Cloud, Ordner auf verschiedenen Geräten lassen sich so synchron halten. Auch dazu gibt es Apps für die mobilen Systeme.

Gerade die Audio- und Video-Streaming-Funktion für mobile Endgeräte finde ich sehr gut. Zwar befinden sich die Programme noch in der Beta-Phase und haben ihre Schwächen, jedoch machen sie einem den Zugriff über das Netzwerk auf verschiedene Medien sehr leicht. Die File Station ist dahingehend ein Segen für mich, als dass ich neuerdings ein iPad habe und iTunes so gut es geht meide. Das Kopieren von Daten auf das iPad über das NAS ist ein Kinderspiel und läuft damit auch super ohne iTunes und ohne Verbindung zum Rechner.

Weiterhin lässt sich die DS mit WordPress, phpBB, Joomla etc. zum Webserver machen. Auch als Mail-Server ist die DS  nutzbar. Diese Funktionen spielen aber momentan für mich keine Rolle und sind nicht eingerichtet.

Eine Übersicht zu allen verfügbaren Paketen findet ihr direkt auf der Synology Webseite.

Zugriff über Internet
Die DS214 lässt sich so konfigurieren, dass man auch über das Internet auf die dort liegenden Daten zugreifen kann. Sicherlich eine tolle Sache, wobei man natürlich auch das Thema Datensicherheit beachten sollte. Bis vor kurzem hat Synology selbst davon abgeraten, diese Funktion aufgrund mangelnder Sicherheit zu nutzen. Die Lücke soll aber mit dem letzten Update der Firmware behoben sein. Ich allerdings habe diese Funktion nicht eingerichtet.

Backup
Über das NAS lassen sich mithilfe der Backup-Funktion im DSM Datensicherungen einrichten. Das stellt sich recht einfach dar. Man ruft das Datensicherungstool auf und kann dort bequem mittels Assistenten eine Datensicherung erstellen. Man definiert die Quelle und das Ziel, und kann auch diverse Einstellungen sowie einen Zeitplan festlegen. Damit werden die Backups nach Wunsch automatisch angestoßen. Sinnvoll ist es natürlich, das Backup auf ein externes Medium zu speichern. Meine USB3-Festplatte wurde anstandslos sofort erkannt und konnte als Ziel genutzt werden.

Backup leicht gemacht
Backup leicht gemacht

Die DS214 hat zwar USB3-Ports, allerdings scheint die Verbindung dafür doch etwas langsam zu sein. Als ersten Test habe ich meine Bilder gesichert. Für die Datenmenge von 237,6 GB hat das NAS 74 min benötigt. Umgerechnet entspricht das etwa einer Übertragungsgeschwindigkeit von 54,7 MB/s. Beim Backup von großen Dateien ist die Geschwindigkeit mit 62 MB/s zwar etwas höher, aber immer noch nicht gut. Das Komplett-Backup meines gesamten Datenbestandes mit einem Datenvolumen von 1,17 TB mit kleinen und großen Daten, dauerte 6 Stunden und 10 Minuten. Hier kann man dann wohl schon von einem Durchschnittswert sprechen, und der liegt demnach bei 55,2 MB/s. Zum Vergleich: An meinem Rechner angeschlossen werden bei der Festplatte Übertragungsraten von 130 MB/s erreicht, also mehr als doppelte Geschwindigkeit. Allerdings kann man damit leben, da das NAS das Backup eigenständig z.B. nachts erledigen kann. Es stört also niemanden und der Rechner muss dazu natürlich auch nicht laufen.

Der Vollständigkeit halber habe ich die Festplatte dann noch an den USB2-Port vorne angeschlossen. Dort werden 29 MB/s erreicht, was für USB2 ein normaler Wert ist.

Es ist zwar nicht tragisch, aber insgesamt entspricht die USB3-Leistung nicht meinen Erwartungen. Was aber auch daran liegen kann, dass intern im NAS als Dateisystem ext4 verwendet wird, die externe Festplatte aber NTFS.

Leistungsaufnahme / Geräuschentwicklung
Die DS214 ist nicht lautlos! Das muss einem bewusst sein. Man darf nicht vergessen, dass es sich – vereinfacht gesprochen – um einen kleinen Rechner handelt. Wie richtige PCs hat er einen Prozessor, der nicht zu heiß werden darf. Auch die Festplatten sollten nicht zu warm werden. Daher ist ein Gehäuselüfter verbaut, der die Abwärme nach außen befördert. Und dieser Lüfter ist hörbar. Hinzu kommt der Zugriff auf die Festplatten, dank der WD-Red-Festplatten ist das aber kaum zu hören. Ich persönlich empfinde die Geräuschentwicklung aber überhaupt nicht als störend. Andere Geräusche sind da lauter. Und greift man längere Zeit nicht auf die Daten zu, schaltet sich das Gerät ohnehin in Standby und ist da noch leiser – aber immer noch in einem leisen Raum zu hören! Wem es wirklich zu laut sein sollte, der kann den Lüfter gegen einen leiseren tauschen. Sicher ist da noch Potential.

Der Stromverbrauch ist eher durchschnittlich. Es gibt zwar hungrigere, aber auch deutlich genügsamere Datenspeicher. Laut erwähntem Test bei computerbase.de liegt die Leistungsaufnahme im Standby bei 7 Watt, im Leerlauf bei etwa 15 Watt, beim Schreiben bei etwa 19 Watt. Mein eigenes Messgerät zeigt höhere Werte an: Standby 9 Watt, Leerlauf 18 Watt, Schreiben 21 Watt. Da es sich jeweils um etwa die gleiche Differenz handelt, gehe ich davon aus, dass die Abweichung daran liegt, dass mein billiges Messgerät einfach ungenau ist und falsche Werte abliefert. Den Zahlen von computerbase würde ich mehr Vertrauen schenken.

Angenommen das Gerät wäre durchgängig an, vier Stunden täglich im Leerlauf, vier Stunden im Schreibzugriff und 16 Stunden im Standby. Das ergäbe ein Verbrauch von 10 Watt im Durchschnitt. Umgerechnet auf das Jahr mit Stromkosten von 0,26 € pro kWh wären das ca. 22 €. So viel kostet der Betrieb des NAS im Jahr. Diese Rechnung ist nur grob und auch etwas hoch gegriffen. Wer hat schon täglich vier Stunden Schreibzugriff auf sein NAS?

Mal zum Vergleich: Meine externe USB3-Festplatte mit 2TB hat im Leerlauf einen Verbrauch von 7 Watt, beim Schreiben 9 Watt. Hätte ich davon (wie im NAS) zwei Exemplare gleichzeitig von laufen, käme ich auf annähernd gleiche Verbrauchswerte. Und das ohne „eigene Intelligenz“. Bei USB-Festplatten habe ich eben keine Apps, keinen Zugriff über das LAN. Das relativiert den scheinbar hohen Verbrauch des NAS dann doch.

Außerdem lässt sich die DS214 zeitlich gesteuert hoch- und herunterfahren. Ich habe meine jetzt so konfiguriert, dass sie nachts und während meiner Arbeitszeit ausgeschaltet ist. Also um 0:00 Uhr fährt sie automatisiert herunter und um 15:00 Uhr fährt sie werktags wieder hoch. Sodass sie läuft, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Am Wochenende sieht die Konfiguration natürlich etwas anders aus. Auf jeden Fall läuft das NAS dann weitaus seltener und spart so gehörig Strom.

Was mich (ein wenig) stört
Hm, das ist schwierig. Denn das, was mich stört, ist eigentlich genau so gewollt und sorgt für weniger Stromverbrauch: der Standby-Modus. Wenn ich meinen Rechner hochfahre, befindet sich das NAS noch im Standby. Was dazu führt, dass das Netzlaufwerk nicht verfügbar ist und von Windows entsprechend mit einer Fehlermeldung quittiert wird. Das nervt. Zwar wacht die DS nach etwa einer halben Minuten von selbst auf, allerdings wird das von Windows nicht direkt erkannt. Erst wenn ich im Windows Explorer auf das NAS zugreife, wird es als online erkannt. Das scheint allerdings nicht ein Problem der DS zu sein, sondern liegt einfach daran – so habe ich zumindest gelesen -, dass die Rechner heutzutage dank SSDs einfach zu schnell booten und “schneller sind als das Netzwerk”.

Weiterhin geht das Gerät nach bestimmter konfigurierter Zeit in den Standby. Greift man dann darauf zu, muss man wieder ein paar Sekunden warten, bis das Gerät aus dem Schlaf erwacht.

Natürlich lässt sich der Standby-Modus auch einfach deaktivieren, aber das ist auch nicht die Lösung. Denn man will ja, dass das Gerät abschaltet, wenn der Rechner aus ist. Aber besser wäre es, würde das NAS solange aktiv bleiben, wie der Rechner an ist. Aber ob so etwas realisierbar ist, weiß ich nicht. Wahrscheinlich nicht.

Fazit
Mein Ziel mit einem neuen NAS war es primär, längerfristig meine interne Datenfestplatte abzulösen und nur die SSD im Rechner zu behalten. Um trotzdem mit vernünftiger Geschwindigkeit auf meine Daten zugreifen zu können, wollte ich ein NAS mit guter Übertragungsgeschwindigkeit haben. Und das habe ich jetzt! Was die Performance der DS214 angeht, bin ich mehr als zufrieden. Sämtliche Daten liegen auf der NAS, sodass ich meine interne Festplatte so gut wie gar nicht mehr brauche. Ein großer Unterschied in Sachen Performance bei der Arbeit mit den Dateien auf dem NAS im Gegensatz zur internen Festplatte ist nicht zu spüren.

Die Verarbeitung des Gerätes ist gut, der Einbau der Festplatten schraubenlos und schnell erledigt, die Einrichtung und Bedienung mithilfe des DSM sehr einfach. Die Zusatzfunktionen und Apps – an die ich zunächst gar nicht gedacht habe – sind genial, auch wenn zum Teil noch Beta und mit kleineren Schwächen. Dank integrierter Backup-Funktion lassen sich regelmäßig automatisiert Backups erstellen, ohne dass der Rechner laufen muss – auch wenn die USB3-Geschwindigkeit nicht so hoch ist wie erwartet. Sowohl die Geräuschentwicklung als auch die Leistungsaufnahme sind nicht optimal, halten sich aber durchaus im Rahmen und gehen für mich in Ordnung. Komfort hat halt seinen Preis.

Dass die Festplatten einschlafen, obwohl der Rechner an ist, und es dann beim Zugriff aufs NAS ein paar Sekunden dauert, bis die Daten wieder verfügbar sind, ist nicht optimal, aber damit muss man wohl leben. Ebenso hätte ich mir eine elegantere Lösung mit dem Netzteil gewünscht.

Alles in allem bin ich aber überaus zufrieden mit der Synology DiskStation DS214 und würde sie jedem empfehlen, der ähnliche Anforderungen hat als ich. Der Preis von aktuell rund 250 € für das Gerät (ohne Festplatten) geht wohl in Ordnung, wird aber sicher in den nächsten Wochen noch fallen.
Wer allerdings auf USB3 verzichten kann und dem es nicht das letzte Bisschen Geschwindigkeit ankommt, der kann – wenn man sich die Tests so anschaut – wohl auch bedenkenlos zur DS213j greifen.

Ein (neues) NAS muss her – Die Suche

Als wir neulich unsere Freunde zu uns nach Hause eingeladen hatten, fragte meine Frau mich spontan, ob wir nicht Bilder über den Beamer (Wohnzimmer) anschauen könnten. Ich musste sagen: „Die Bilder sind alle auf meinem Rechner (Arbeitszimmer), ich müsste die vorher erst raussuchen und auf externe Festplatte kopieren. Oder den Rechner umbauen.“ Was beides umständlich wäre und in der Kürze der noch verbliebenen Zeit ohnehin nicht machbar.

WD My BookWorld 1TB
WD MyBookWorld 1TB
Übertragungsgeschwindigkeit WD
Übertragungsgeschwindigkeit MyBookWorld

Da kam der sowieso schon lange in mir gärende Wunsch nach einem vernünftigen Netzwerkspeicher (NAS) wieder richtig hoch. Zwar hatte ich bereits länger ein NAS, eine MyBookWorld von WD, allerdings hatte ich die schon lange nicht wirklich in Betrieb und meist ausgeschaltet. Zum einen aufgrund der spärlichen Funktionen, weiterhin wegen des kleinen Speicherplatzes (nur eine Platte mit 1 TB). Der ausschlaggebende Punkt allerdings ist die Performance – die Verbindungsgeschwindigkeit ist einfach miserabel! Schreiben ist nur mit max. 16 MB/s möglich.

Also habe ich mich auf die Suche nach einem neuen Gerät gemacht. Zuerst stand ich vor der Frage, ob ich nicht einen kleinen „Server“ selbst zusammenbauen sollte oder aber ein fertiges NAS nehmen. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Letztendes habe ich mich aber aufgrund der einfacheren Wartbarkeit und auch des geringeren Stromverbrauchs für ein NAS entschieden. Nach meiner Erfahrung mit dem Billig-NAS von WD war schnell klar, dass es entweder eines von QNAP oder Synology werden sollte. Beide Hersteller sind darauf spezialisiert und werden für Heimzwecke überall besonders empfohlen. Außerdem habe ich auch gleich höhere Kosten eingeplant.

Das Einzige, worauf ich wirklich wert gelegt habe, war die Geschwindigkeit. Ich wollte Gigabit-LAN bei der Dateiübertragung möglichst ausreizen, da mein Ziel war, so weit wie möglich auf eine interne Festplatte für Daten zu verzichten (abseits der SSD für System und Programme natürlich). Weitere Funktionen waren für mich zunächst einmal nicht wirklich ausschlaggebend (deren Nutzen habe ich aber später durchaus schätzen gelernt und möchte sie nicht mehr missen). Und natürlich sollten zwei Festplatten verbaut werden können, um ein RAID1 laufen zu lassen. Vier Platten wären zwar besser, aber auch entsprechend teurer.

Bei meiner Recherche habe ich sowohl in der Zeitschrift ct als auch im Internet interessante Artikel dazu gefunden. Besonders ein Beitrag bei computerbase.de (eine Seite, die ich sehr schätze) hat mir sehr geholfen. Denn es gab dort vor nicht allzu langer Zeit einen Test diverser NAS-Geräte für den Heimbedarf. Als Favorit hat sich dort die Synology DS213j für mich herauskristallisiert, die für meinen Zweck bestens geeignet schien: Sehr hohe Geschwindigkeit zu akzeptablem Preis. Allerdings sollte in Kürze der Nachfolger DS214 erscheinen, worauf ich dann auch gewartet habe. Auch dazu hat CB passenderweise einen guten Test geliefert. Im Großen und Ganzen ist die DS214 der DS213j zwar sehr ähnlich, hat aber eine höhere Übertragungsrate und USB3-Ports, was für mich wichtig ist, denn ich will das NAS Backups auf eine externe Festplatte machen lassen – und das möglichst schnell. Weiterhin ist der verbaute Prozessor (Dual-Core statt Single-Core) ein wenig leistungsfähiger. Das war mir den Aufpreis wert. Nachteile der DS214 gegenüber der DS213j sind der fehlende SD-Kartenslot (den ich dort allerdings nicht brauche) und die etwas höhere Leistungsaufnahme.

Meine Wahl fiel also auf die Synology DiskStation DS214, die ich dann auch zusammen mit zwei WD-Red 3TB Festplatten bestellt habe. So viel zu meiner Suche und Entscheidungsfindung. Weitere Infos und ein kurzes Review zum Gerät gibt es morgen.

Fotografieren? – Nicht gut für die Erinnerung!

Einen kleinen Versuch mit 28 Personen durchführen und das Ganze dann eine “Studie” nennen?! In meinen Augen lächerlich! Denn repräsentativ ist das auf keinen Fall!

Dennoch ist das Thema interessant und es liegt nahe, dass das Ergebnis tatsächlich die Wahrheit wiederspiegelt.

Durch die in Smartphones und Handys integrierten Kameras ist es heute jedem möglich, überall Fotos zu machen und so Erinnerungen festzuhalten.  Dadurch hat man Dinge zwar dauerhaft digital (oder später als Druck auf Papier) parat, aber man erinnert sich offenbar weitaus schlechter an das, was man gesehen hat. Für unser Gedächtnis ist es demnach nicht förderlich, wenn wir Dinge fotografieren.

Zu dieser Erkenntnis ist man an der Uni von Connecticut in eben der oben erwähnten “Studie” mit 28 Teilnehmer gekommen. Die Probanden mussten sich im Universitätsmuseum 30 verschiedene Exponate ansehen. Die ersten 15 durften sie nur betrachten, die letzten 15 mussten sie zusätzlich fotografieren.
Am Tag danach wurden die Versuchspersonen nach dem Gesehenen befragt. Die ersten 15 Objekte, die “nur” betrachtet worden waren, waren noch recht gut in Erinnerung; sich an die abgelichteten Objekte zu erinnern, stellte allerdings eine Schwierigkeit dar.

Als Fazit hält die Forscherin fest, dass Leute, die auf Technologie setzen, um Erinnerungen festzuhalten, die Aufmerksamkeit während des Geschehens vernachlässigen. Nach dem Motto: “Ich habs ja in der Kamera, warum sollte ich es mir noch zusätzlich merken.”

Wie gesagt, die “Studie” an sich finde ich etwas lächerlich, das Ergebnis erscheint mir aber schlüssig. Denn mit Terminen verhält es sich ja ähnlich: Smartphones besitzen auch alle einen Kalender, in dem sämtliche Termin gespeichert werden können. Die Nutzer werden rechtzeitig vom Gerät erinnert. Auch das führt dazu, dass man sich auf das Handy verlässt und die Termine zu schnell aus dem Gedächtnis streicht.

Tja, was das Fotografieren betrifft, werde ich wohl damit leben müssen – und mich bemühen, trotzdem immer aufmerksam zu sein. Die Kalenderfunktion meines Smartphones nutze ich eher selten – Termine habe ich daher immer recht gut im Gedächtnis.

Quelle

Bildung, IT, Fotografie und was mir sonst noch einfällt …

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